SEO lernen

Du hast eine Website und willst deine Rankings verbessern? Google hilft! Die Mutter aller Suchmaschinen bietet eine Reihe kostenloser SEO-Tools, die exakt auf die Bedürfnisse von Solo-Selbstständigen und kleinen Unternehmen zugeschnitten sind. Wir schauen uns an, welche das sind, und warum Google in Sachen Basis-SEO-Maßnahmen immer noch die beste Quelle ist!

Inhaltsverzeichnis

Die besten Google SEO Tools

First things first: In diesem Artikel geht es NICHT darum, welches die allerbesten SEO-Tools auf dem Markt sind, und wir machen auch keinen SEO-Tool-Vergleich.

Falls du ein monatliches Budget von mindestens 100 Euro erübrigen kannst, empfehle ich dir einen Blick auf diesen Artikel meiner KollegInnen von Hubspot, die 16 kostenpflichtige Tools gecheckt haben. Einen hilfreichen Vergleich beliebter SEO-Tools findest du hier.

HIER bist du richtig, wenn du deine Suchmaschinenoptimierung weitgehend selbst machst, und gerne verstehen möchtest, wie du Googles kostenlose SEO-Tools nutzen kannst, um online (noch) besser gefunden zu werden.

Brauchst du eigentlich SEO-Tools?

Egal, welches SEO-Bedürfnis du hast: Es gibt garantiert ein Tool dafür! Die Frage ist allerdings, ob du wirklich eine teure Software brauchst, um Google und anderen Suchmaschinen deine Webseite schmackhaft zu machen. Tatsache ist nämlich: Auch die Arbeit mit SEO-Tools kostet Zeit. Und je spezialisierter deine SEO-Tools sind, desto steiler (und länger) ist die Lernkurve.

Aus diesem Grund empfehle ich grundsätzlich, in Sachen SEO-Tools bei den Basics zu beginnen. Viel wichtiger als teure Tools ist nämlich, dass du verstehst, wie Google funktioniert, und welchen Content du erstellen musst, um online die richtigen Kunden anzuziehen.

Meme zum Thema Google SEO Tools
Das beste SEO-Tool bringt dir gar nichts, wenn du nicht verstehst, wie es funktioniert.

Welche SEO-Tools gibt es?

Bevor wie uns anschauen, welche Google SEO Tools dir bei den Optimierungen auf deiner Webseite helfen, werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Arten von Tools, die dir theoretisch zur Verfügung stehen: Es schadet schließlich nie, seine Möglichkeiten zu kennen!

Vielleicht möchtest du irgendwann wachsen und deine Webseite in die fähigen Hände einer neuen Mitarbeiterin geben. Oder vielleicht spielst du sogar mit den Gedanken, auf lange Sicht eine ganze Abteilung für dein Marketing aufzubauen.

Egal, wie deine Pläne aussehen: Es gibt auf jeden Fall SEO-Tools, die dich dabei unterstützen. 2022 stehen dir am Markt folgende Tools für unterschiedliche Aspekte deiner Suchmaschinenoptimierung zur Verfügung:

  • Keywords-Tools: Tools wie der Keyword-Finder oder SEOLYZE unterstützen dich dabei, die richtigen Keywords für deine Website zu finden.
  • Tools für Linkbuilding: Der Aufbau von Backlinks ist eine wichtige Maßnahme im Bereich der OffPage-Optimierung. Tools wie SISTRIX, XOVI oder SearchMetrics unterstützen dich gezielt dabei, dein Backlink-Profil zu managen. Wie es dir gelingt, kostenlos Backlinks aufzubauen, habe ich in diesem Artikel für dich zusammengefasst.
  • OnPage-Tools: Software wie Screaming Frog, Seobility oder Ryte unterstützen dich bei der OnPage-Optimierung und überwachen nicht nur inhaltliche, sondern auch technische und strukturelle Aspekte deiner Webseite.
  • WordPress SEO-Tools: Für deine Optimierungen im Backend des CMS WordPress gibt es spezielle Plugins wie YOAST SEO, Rank Math und den Internal Links Manager. Wo du deine Keywords im WP Backend einträgst, kannst du hier nachlesen.
  • Content-Tools: Anbieter wie Searchmetrics bieten Lösungen an, die dich bei der Erstellung suchmaschinenoptimierter Inhalte unterstützen.
  • Tools für Local SEO: Software wie Surfer Local oder Semrush sind auf die Optimierung für die lokalen SERPs spezialisiert. Gute lokale Rankings sind für kleine Unternehmen ganz besonders wichtig (mehr Informationen).

Darüber hinaus gibt es auch Tools, die dich gezielt in der Optimierung für Soziale Netzwerke wie Instagram oder YouTube unterstützen.

Googles Basis-SEO-Tools

Warum Suchmaschinenoptimierung gerade für kleine und mittelständische Unternehmen so wichtig ist, liegt auf der Hand. Für den Fall, dass dir gerade ein großes Fragezeichen im Gesicht steht: Kein Problem, du kannst die wichtigsten Gründe für Suchmaschinenoptimierung gerne nochmal nachlesen. Aber warum solltest du dich bei deinen Optimierungen ausgerechnet auf die kostenlosen SEO-Tools von Google verlassen?

Ganz einfach: Wenn wir von SEO oder Search Engine Optimization sprechen, dann meinen wir damit im Normalfall die Optimierung für Google. Der Suchmaschinengigant hat aktuell nämlich einen Marktanteil von rund 85 Prozent. Und das bedeutet:

Wenn du online Kunden finden willst, ist es zunächst einmal das Wichtigste, mit deiner Webseite bei Google ganz nach oben zu kommen.

Sobald du bei Google einen Expertenstatus aufgebaut hast, kannst du dich zusätzlich um deine Rankings bei Bing, Yahoo und den anderen, kleineren Suchmaschinen kümmern. Diese bieten ihrerseits ebenfalls spezifische Tools, die du für deine Optimierungsmaßnahmen nutzen kannst.

1. Google Search Console

Das (aus meiner Sicht) wichtigste Google-SEO-Tool ist die Google Search Console. Die Search Console (SC) liefert dir die reinsten Daten dazu, wie deine Webseite in der Google-Suche performt. Aber Achtung: In der Search Console kannst du, anders als in Google Analytics, nur ablesen, welche Rankings und Zugriffe deine Seite in der organischen (= nicht-bezahlten) Google-Suche hat. Sie zeigt dir also ausschließlich den organischen Traffic an.

Unabhängig davon, wie stark du selbst in die SEO-Optimierung deiner Webseite involviert bist: Mit der Search Console solltest du dich auskennen! Sie ist nämlich der beste Indikator dafür, wie gesund deine Seite ist. Eine gesunde Entwicklung ist steigend:

Screenshot der Google search Console, einem von Google kostenlosen SEO-Tools.
Bei gesunden Seiten folgen die Zugriffe (blau) den Impressionen (lila).

In der SC hast du einen Überblick über die Daten deiner Webseite – und das auf 16 Monate rückwirkend! Du kannst dir auch einzelne Tage und bestimmte Zeiträume im Detail anschauen. Darüber hinaus bietet die SC dir folgende Möglichkeiten/Funktionen:

  • Sitemap einreichen: Du kannst regelmäßig die aktuelle Sitemap einreichen und damit das Crawling deiner Seite beschleunigen bzw. das vollständige Crawling sicherstellen.
  • Indexierung beschleunigen: Du hast einen neuen Blogartikel veröffentlicht? In der SC kannst du die neue URL zur Indexierung einreichen, damit Google sie schneller in den Index aufnimmt.
  • Crawling/Abdeckung prüfen: Du hast den Verdacht, dass Google manche deiner Seiten gar nicht ausspielt? In der Search Console kannst du überprüfen, ob die Suchmaschine beim Crawling deiner Seite Probleme hat. Mehr Informationen darüber, woran es liegen könnte, wenn Google deine Seite nicht ausspielt, findest du hier.
  • Aktuelle Rankings: Die SC zeigt dir an, für welche Keywords welche deiner Seiten auf welchen Positionen ausgespielt werden.
  • Linkprofil: Die Search Console zeigt dir, welche deiner Seiten intern (= innerhalb deiner Website) am stärksten verlinkt sind, und welche externen Webseiten zu deiner Seite verlinken (Backlinks).

2. Google Ads Keyword-Planer

Der Keyword-Planer ist ein SEO-Tool, das dich bei der Keyword-Recherche unterstützt. Um darauf zugreifen zu können, brauchst du ein Google-Konto, und musst dich für Google Ads anmelden. Die Anmeldung ist kostenlos. Im vollen Umfang kannst du den Keyword-Planer zwar erst verwenden, wenn du mindestens eine Kampagne geschaltet hast, aber die Basis-Funktionen kannst du gratis nutzen.

Anders als viele andere Keyword-Tools „unterfüttert“ der Google Keyword-Planer die Empfehlungen mit umfangreichen Daten zu Suchvolumen und Traffic-Prognosen. Darüber hinaus kannst du dir sinnvolle Keywords für spezifische Wortgruppen anzeigen lassen und einzelne Webseiten zur Analyse einreichen:

Screenshot des Google Keyword Planers, einem von Google kostenlosen SEO-Tools.
Der Google Keyword Planer führt dich Schritt für Schritt durch die Keyword-Analyse.

Ein Hinweis zum korrekten Einsatz des Keyword-Planers: Google hat dieses Tool spezifisch für die Recherche von bezahlten Keywords entwickelt. Du kannst damit also herausfinden, wie viel es dich kosten würde, Google Ads auf bestimmte Keywords zu schalten.

Das Schalten von bezahlten Anzeigen ist z.B. sinnvoll, wenn du für deine wichtigsten Suchbegriffe organisch (= nicht bezahlt) noch nicht gut (genug) rankst. Die meisten Unternehmen kombinieren SEO und SEA (Search Engine Advertising = Suchmaschinenwerbung), um für ihre Zielgruppe besser sichtbar zu sein.

In meinem Artikel SEO vs. SEA kannst du alles über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Spielarten von Suchmaschinenmarketing nachlesen.

3. Google Analytics

Google Analytics ist das kostenlose SEO-Tool, in dem alle relevanten Daten zu deiner Website zusammenfließen. Es dient der professionellen Webanalyse und erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit. Außerdem ist es extrem wichtig, dass du Google Analytics auf deiner Webseite DSGVO-konform implementierst. Sofern du das Tracking korrekt aufgesetzt hast, zeigt Google Analytics dir u.a. folgende Daten an:

  • Traffic-Quellen: Von wo kommen die meisten Nutzerinnen und Nutzer auf deine Webseite? (Organisch bzw. paid über Google, Social Media, direct etc.)
  • Suchanfragen: Über welche Keywords kommen die Leute auf deine Webseite?
  • Traffic-Verteilung: Welche deiner Unterseiten ziehen den meisten Traffic an?
  • Nutzerverhalten: Wie lange bleiben die User auf deiner Seite? Wie viele Unterseiten schauen sie sich durchschnittlich an?
  • Conversions: Sofern du Conversion-Tracking implementiert hast, kannst du genau sehen, wie viele Käufe/Anfragen generiert wurden, und über welche Unterseiten diese zustande gekommen sind.

Um dieses kostenlose SEO-Tool zu nutzen, generierst du auf der Webseite von Google Analytics einen Tracking-Code, den du anschließend in den Quellcode deiner Webseite einfügst.

Ist Google Analytics noch legal?

Seit der neuesten Anpassung der DSGVO Anfang 2022 ist es fraglicher denn je, ob Seitenbetreiber durch die Verwendung des Google-Dienstes die Privatsphäre ihrer Nutzerinnen und Nutzer verletzen. Im untenstehenden Video erklärt dir mein Lieblings-Web-Developer Dominik Liss, warum das Einbinden des Dienstes aus Datenschutz-Sicht problematisch sein kann, und welche Alternative es gibt:

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Dominik Liss erklärt, ob du Google Analytics aus DSGVO-Sicht noch verwenden darfst, und welche Alternativen es gibt.

Google Trends zählt streng genommen zwar nicht zu den Google SEO-Tools, aber die Plattform zeigt dir an, welche Themen gerade besonders beliebt sind. Je nach Einstellung kannst du dir z.B. anzeigen lassen, welche Themen in den letzten 24 Stunden besonders häufig gesucht wurden. Du kannst bei Google Trends nach Ländern und spezifischen Regionen filtern und dir anschauen, was wo gerade viral geht:

Screenshot von Google Trends
Du willst viralen Content produzieren? Dann musst du wissen, was die Leute lesen/sehen wollen!

Darüber hinaus kannst du Google Trends aber auch nutzen, um herauszufinden, wie oft bestimmte Suchbegriffe gesucht werden, und ob es z.B. eine saisonale Präferenz für bestimmte Keywords gibt. Zu diesem Zweck schaltest du einfach von „Thema“ auf „Suchbegriff“ um. Gibt es nennenswertes Suchvolumen, wird dieses dir in einer farbigen Kurve angezeigt:

Screenshot einer Suchbegriff-Abfrage in Google Trends.
Du schwankst zwischen verschiedenen Keywords? Google Trends kann dir helfen, das beste herauszufinden!

Als „SEO-Tool“ eignet Trends sich insbesondere, wenn du kein Budget für ein kostenpflichtiges Tool hast, und gerne herausfinden möchtest, ob es für die Themen, über die du z.B. gerne in deinem Blog schreiben würdest, überhaupt eine Zielgruppe bzw. nennenswertes Interesse gibt. Insbesondere News-Portalen gilt Trends als Inspirationsquelle und Möglichkeit, die Aktivitäten der Wettbewerber im Blick zu behalten (Stichwort News-SEO).

5. Ähnliche Suchanfragen (Google Suggest)

Mein persönliches Lieblings-SEO-Tool von Google ist eigentlich auch kein SEO-Tool im strengen Sinn: Google Suggest ist eine Funktion der Standard-Suche, die du wahrscheinlich schon täglich nutzt, ohne es bewusst wahrzunehmen: Sobald du ein Keyword, den Beginn einer Phrase oder auch nur die ersten paar Buchstaben eines Search Terms eingibst, schlägt Google dir automatisch weitere Begriffe vor:

Screenshot der Autocomplete-Funktion in der Google-Suche.
Die Autocomplete-Funktion von Google ergänzt deine Eingabe mit weiteren relevanten Suchbegriffen.

Welche Phrasen Google vorschlägt, entscheidet die Suchmaschine anhand von Faktoren wie Häufigkeit und Frequenz. Du kannst also davon ausgehen, dass alles, was Google dir vorschlägt, oft genug von Nutzerinnen und Nutzern gesucht wird, um im Rahmen deiner SEO-Maßnahmen interessant zu sein.

Eine Erweiterung dieser Funktion, die ich auch gerne für mein eigenes Content Marketing nutze, sind die Verwandten Suchanfragen, die bei Google ganz unten ausgespielt werden:

Screenshot der Verwandten Suchanfragen bei Google als Beispiel für kostenlose Google SEO Tools.
Die „Verwandten Suchanfragen“ geben dir wertvolle Hinweise auf das Suchverhalten deiner Zielgruppe.

Google Suggest ist insbesondere dann ein hilfreiches Tool, wenn du deinen (Unternehmens)blog gerade erst aufbaust. Solange du am Anfang stehst und noch keine nennenswerte Sichtbarkeit bei Google hast (Stichwort Sichtbarkeitsindex), ist es nämlich wichtig, auf sogenannte Longtail-Keywords zu setzen. Longtail-Keywords, wie Google Suggest sie hauptsächlich ausspuckt, bestehen aus drei und mehr Wörtern.

Anders als Short- und Midtail-Keywords haben sie bei Google weniger Konkurrenz, was bedeutet, dass du mit diesen Keywords bei Google schneller nach oben kommst.

6. Google SEO-Tools für technische Optimierungen

Last but not least: Die Mutter aller Suchmaschinen stellt dir eine Reihe an Test-Tools zur Verfügung, mit deren Hilfe du überprüfen kannst, wie deine Webseite technisch performt. Der technische Unterbau einer Website ist nämlich (fast) genau so wichtig wie suchmaschinenoptimierte und User-zentrierte Website-Texte.

Warum? Weil weder Google, noch andere Suchmaschinen einen Hehl daraus machen, dass die technische Performance ein wichtiger Ranking-Faktor ist. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von Technischer Suchmaschinenoptimierung oder Technical SEO.

Du kannst dir die technische SEO vorstellen wie den Estrich beim Hausbau: Ohne professionell installierten Unterbau steht dein ganzes Haus (oder in unserem Fall: deine ganze Webseite) auf wabbeligem Grund. Zur technischen Performance zählen u.a. folgende Faktoren:

  • Page Speed (Ladezeit): Je schneller deine Webseite sich aufbaut, desto besser ist es für dein Ranking. Bei mehr als 2 Sekunden Ladezeit bouncen die ersten User.
  • Mobile Ansicht: Deine Webseite muss auf jedem mobilen Endgerät schnell laden, gut aussehen und funktionieren. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von Responsiveness oder responsivem Design.
  • Crawlbarkeit: Es ist wichtig, dass die Bots der Suchmaschine deine Website bis zur letzten Ebene crawlen können. Anderenfalls schaffen es nicht alle Seiten in den Google-Index.
  • Weiterleitungen: 404-Fehler finden nicht nur deine Nutzer blöd, sondern auch Google. Deshalb ist es wichtig, dass du dafür sorgst, verwaiste URLs sinnvoll weiterzuleiten.

Um Seitenbetreibern die technischen Optimierungen zu erleichtern, hat Google eine Reihe von Testing-Tools entwickelt, die etwaige Probleme in diesem Bereich aufzeigen, und Vorschläge zur Verbesserung machen. Die wichtigsten Tools sind der Mobile-Friedly-Check und die Page Speed Insights.

Ist deine Website mobile-friendly?

Die Darstellung von Webseiten auf mobilen Endgeräten wie Tablet oder iPhone ist seit dem Roll-out des Mobile-Friendly-Updates 2015 ein offizieller Rankingfaktor. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum du sicherstellen solltest, dass deine Seite mobil optimiert ist:

In den meisten Branchen kommen die User mittlerweile überwiegend über die mobile Suche. Im B2C-Business erfolgen bis zu 80 Prozent aller Zugriffe auf die Webseite mobil, im B2B-Business sind es immerhin auch schon fast 50 Prozent. Im Klartext heißt das: Ist deine Seite nicht mobil optimiert, verlierst du potenzielles Geschäft.

Der Mobile-Friendly-Check von Google zeigt dir an, wenn eine Webseite in der mobilen Auslieferung Probleme macht, und gibt dir Tipps für entsprechende Optimierungen.

Ein kurzer Hinweis: Mit dem Mobile-Friendly-Checker kannst du nur einzelne (Unter)seiten prüfen, nicht die gesamte Webpräsenz!

Wie gut sind deine Core Web Vitals?

Die sog. Core Web Vitals, die die technische Performance einer Webseite anzeigen, gehören seit Juni 2021 zu den Google-Rankingfaktoren. es ist also keine Neuigkeit, dass Faktoren wie Ladezeit, SSL-Zertifikat, URL-Struktur usw. Einfluss darauf haben, wie gut (oder schlecht) eine Seite in den SERPs ausspielt wird.

Um herauszufinden, wie deine Website in diesem Bereich abschneidet, kannst du die Page Speed Insights nutzen, ein weiteres von Googles kostenlosen SEO-Tools. Neben den Core Web Vitals prüft das Tool deine Seite auch auf HTTPS-NutzungSafe Browsing und Mobile-Friendliness. Webseiten können zwischen Null und 100 Punkten erreichen:

Screenshot von den Google Page Speed Insights.
Je höher deine Punktzahl im Page-Speed-Test, desto besser ist die technische Leistung deiner Seite!

Zusätzlich zu dem Bericht über die aktuelle Leistung deiner Seite macht das Tool dir auch Verbesserungsvorschläge. Du bekommst eine Liste mit den Pain Point ausgespielt (z.B. zu viel ungenutztes Java Script, zu große Bilder, zu viele Verschiebungen im Seiten-Aufbau usw.) und Hinweise, wie du diese Probleme in den Griff bekommst:

Screenshot von den Google Page Speed Insights und den Verbesserungsvorschlägen des Tools.
Keine Ahnung, wie du die Ladezeit verbessern kannst? Google leistet Hilfestellung!

Und keine Angst: Auf den ersten Blick sehen die Verbesserungsvorschläge etwas kryptisch aus, und du wirst sicher nicht alles sofort verstehen. Auch hier gilt: Google ist dein Freund! Google einfach den genauen Wortlaut der Empfehlung:

Die Chance, dass jemand genau dazu einen Blogartikel geschrieben oder einen hilfreichen Thread in einem Forum verfasst hat, ist extrem groß! Für eine erste Orientierung zu den Page Speed Insights möchte ich dir diesen Artikel meiner KollegInnen von IONOS ans Herz legen.

Brauchst du SEO-Unterstützung?

Es ist keine Schande, wenn man nicht alle wichtigen Aufgaben des Business‘ selbst erledigen kann oder will. Wenn du schnell mehr Reichweite aufbauen, mehr Kunden über einen Unternehmensblog finden, oder deine Leadgenerierung verbessern möchtest, bin ich dir dabei gerne behilflich! Schreib mir einfach eine Nachricht, und wir starten mit einem kostenlosen Kennenlerngespräch!

Jetzt sichtbar werden!

Ich helfe dir, deine Webseite für Suchmaschinen zu optimieren!
Select SEO

Was wollen wir? Bei Google ganz oben stehen! Und wollen wir dafür Geld bezahlen? Nein! Was brauchen wir also? Featured Snippet Optimierung! Und so wird’s gemacht! 🙂

Inhaltsverzeichnis

Das Featured Snippet, auch hervorgehobenes Suchergebnis genannt, ist die berühmt-berüchtigte Position Null bei Google. Das Featured Snippet erscheint direkt UNTER den Google Ads (= bezahlte Anzeigen), aber noch VOR dem ersten organischen Suchergebnis. Google hat noch einen anderen Namen für Featured Snippets: Antwortbox.

Dieser Name kommt nicht von ungefähr, denn das hervorgehobene Suchergebnis ist genau das: Die Antwort, nach der der User gesucht hat, kurz und bündig in einer Box.

Wir schauen uns das Ganze an einem Beispiel an: Mike, Tätowierer aus Berlin, ist ein Meister seines Fachs, und dank Empfehlungen auf ein Jahr ausgebucht.

Aber Mike macht sich Sorgen, dass im Jahr darauf weniger neue Kunden kommen. Warum? Weil Google seine Website hartnäckig ignoriert. Mike will wissen, was er tun muss, um bei Google bessere Positionen zu bekommen. Er googelt also: „bei Google ganz nach oben kommen“ – und die Suchmaschine hebt ein Suchergebnis hervor, das ihm seine Frage direkt beantwortet:

Bild zeigt den Screenshot eines Featured Snippets in einem Artikel darüber, wie man für Featured Snippets optimiert.
Featured Snippets liefern kurze Antworten auf Fragen der User. Diese Eigenschaft können wir für die Optimierung nutzen.

Dieses Beispiel-Featured-Snippet stammt übrigens von meiner eigenen Webseite (www.select-seo.at), aus dem Blogartikel Bei Google nach oben kommen. Und Mike aus Berlin gibt es wirklich: Er ist einer meiner liebsten Kunden und hat über mein Featured Snippet für diese Suchanfrage zu mir gefunden und daraufhin seine Website-Texte von mir schreiben lassen, damit er in Zukunft ebenfalls über Google gefunden wird.

Und damit sind wir auch schon bei der Frage, was Featured Snippets dir in deinem Online Marketing bringen: Sie MACHEN DICH und deine Dienstleistung SICHTBAR.

Ein hervorgehobenes Suchergebnis auf Position Null bringt dir 3 x (!!!) mehr potenzielle Neukunden auf deine Webseite als das gleiche Keyword auf Position 1.

Und deshalb ist es so wichtig, dass du beim Aufbau deiner Webseite und beim Blog-Aufbau von Anfang an die Optimierung für Featured Snippets mit bedenkst.

Position Null und SEO

Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO oder Search Engine Optimization) geht es darum, online besser gefunden zu werden, OHNE Geld in Google-Anzeigen und/oder Social Ads stecken zu müssen. Deshalb ist das Featured Snippet bzw. Position Null sozusagen der Heilige Gral der Suchmaschinenoptimierung.

In der SEO (Search Engine Optimization) setzen wir nämlich alles daran, für unsere wichtigsten Keywords bei Google möglichst weit oben angezeigt zu werden.

Und höher als Position Null geht’s nicht mehr. Darüber stehen nur noch die bezahlten Anzeigen (Google Ads), und die sind die Domäne der Suchmaschinenwerbung (SEA oder Search Engine Advertising).

Wenn Google kostenlos Werbung macht

Laut einer Studie von 2017, bei der der SEO-Tool-Anbieter ahrefs mehr als 2 Millionen Featured Snippets analysiert hat, kann es passieren, dass ein Featured Snippet sich negativ auf die Anzahl der Zugriffe über Google auswirkt.

Das liegt daran, dass Google seit etwa zwei Jahren entweder ein Featured Snippet oder ein Ergebnis in den normalen SERPs ausspielt. Mit anderen Worten: Wenn du für eines deiner Keywords ein Featured Snippet hast, erscheint diese Seite nicht mehr in den normalen Suchergebnissen. Tatsächlich ist das aber nur auf den ersten Blick ein Problem:

Ein Featured Snippet kann zwar die Zahl der Zugriffe senken, gleichzeitig erregt es aber viel mehr Aufmerksamkeit in den SERPs als ein normales Snippet. Und weil dein Markenname im Featured Snippet stark hervorgehoben wird, stellt sich ein regelrechter Branding-Effekt ein:

Bild zeigt den Screenshot eines Featured Snippets in einem Artikel darüber, wie man für Featured Snippets optimiert.
Im Featured Snippet erscheint dein Markenname fett im Titel. In den normalen Snippets erscheint er nur in der URL.

Wer auf Featured Snippet Optimierung setzt, kann auf diese Weise kostenlos Branding betreiben. In Kombination mit einer clever geplanten Brand-Kampagne über Google Ads kannst du es auf diese Weise schaffen, mit sehr wenig Budget viel Sichtbarkeit zu generieren, und deine Marke fix in den Köpfen deiner Traumkundinnen und Traumkunden zu verankern.

Wie sehen Featured Snippets aus?

Featured Snippets gehören zum sogenannten Featured Content von Google. Dabei handelt es sich um Suchergebnisse, die Google in den SERPs besonderer Weise hervorhebt.

Dazu gehören z.B. auch der Knowledge Graph oder die Schlagzeilen-Box, die die Suchmaschine bei bestimmten Anfragen ausspielt. Das Featured Snippet unterscheidet sich von anderen Formen von Featured Content dadurch, dass die Antwortbox einen klickbaren Titel hat. Sie ist also darauf ausgelegt, dass der User sich zur Webseite „weiterklickt“.

Es gibt vier „Typen“ von Featured Snippets, die Google in den Suchergebnissen ausspielt:

Snippet-FormDarstellung
1Text-SnippetBeantwortet die Suchanfrage in einem kurzen Textausschnitt.
2Listen-SnippetSpielt die Antwort in Form einer (abgekürzten) Liste aus.
3Tabellen-SnippetPräsentiert die Antwort in Form einer Tabelle.
4Video- bzw. Multi-Media-SnippetSpielt ein Video als Antwort auf die Suchanfrage aus (manchmal inklusive kurzem Beschreibungstext).
Google hat verschiedene Möglichkeiten, Featured Snippets in den Suchergebnissen darzustellen.

Bei unserem Beispiel von oben (Mike aus Berlin) handelt es sich um ein Text-Snippet, die häufigste Form der Antwortbox. Listen- und Tabellen-Snippets funktionieren in vielen Fällen sogar noch besser als Text-Snippets, weil sie in der Regel mehr Platz beanspruchen – und damit mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Für meinen Blogartikel Wie Finanzberater 2022 Kunden gewinnen spielt Google zum Beispiel ein Listen-Snippet aus:

Bild zeigt den Screenshot eines Featured Snippets in einem Artikel darüber, wie man für Featured Snippets optimiert.
Das Listen-Snippet macht Lust auf mehr: Es teasert den Inhalt und verleitet dadurch zum Sprung auf die Webseite!

Wie bekommt man ein Featured Snippet?

Es gibt zwar keine allgemeingültige Empfehlung dazu, wie man ein Featured Snippet bekommt, aber mit der Erfahrung im Web-Texten kommt auch ein Gespür dafür, bei welchen Inhalten sich die Featured Snippet Optimierung lohnt. Tatsächlich gibt es nämlich bestimmte Arten von Suchanfragen, für die Google besonders gerne ein hervorgehobenes Suchergebnis präsentiert. Dies sind zum Beispiel:

  • Definitionen: Die Suche nach Definitionen bringt fast immer ein Featured Snippet hervor.
  • Zahlen: Du willst wissen, wie viele Einwohner Berlin hat, oder wie teuer SEO-Texte sind? Die Wahrscheinlichkeit, dass Google dir die konkrete Zahl in einem Featured Snippet anzeigt, stehen sehr gut.
  • Listicles: Du suchst die besten Restaurants in Berlin oder die günstigsten Autovermieter? Solche Suchen beantwortet Google gerne mit hervorgehobenen Listen-Snippets.

Ein Themenbereich, für den „Dr. Google“ verstärkt Featured Snippets zu Tage fördert, sind Krankheiten: Bei Suchanfragen wie „Krankheit XY + Symptom“ spielt die Suchmaschine fast immer Featured Snippets aus. Aber Achtung: Da die Gesundheitsbranche zu den sog. Your-Money-Your-Life-Branchen zählt, gelten hier für die SEO-Optimierung besondere Regeln (mehr Informationen dazu findest du in meinem Blogartikel YMYL SEO).

Bild zeigt den Screenshot eines Featured Snippets in einem Artikel darüber, wie man für Featured Snippets optimiert.
„Dr. Google“: Die Suchmaschine liefert bei der Suche nach Krankheiten bzw. Symptomen mittlerweile sehr präzise Ergebnisse.

Featured Snippet Optimierung – How to

Obwohl Google und andere Suchmaschinenbetreiber nicht offenlegen, welche Voraussetzungen Inhalte erfüllen müssen, um in den SERPs hervorgehoben zu werden, gibt es ein paar Tricks, wie du deine Chancen auf Featured Snippets verbessern kannst. Hier kommen meine fünf Tipps für die Featured Snippet Optimierung!

1. Frage – Antwort

Das Featured Snippet bzw. die Position Null ist eine Antwortbox. Um ein Featured Snippet zu bekommen, musst du also Antworten auf Fragen liefern. Wichtig ist, dass deine Antwort die Suchintention (den Search Intent) des User/der Userin sehr gut bedient.

Dein Text sollte die Frage also in einem möglichst kurzen Textabschnitt möglichst präzise beantworten. Idealerweise brauchst du dafür nicht mehr als 58 Wörter. Ich habe die Frage „Was kosten SEO-Texte?“ zum Beispiel mit 42 Wörtern beantwortet:

Bild zeigt den Screenshot eines Featured Snippets in einem Artikel darüber, wie man für Featured Snippets optimiert.
Featured Snippet Optimierung ist ein Frage-Antwort-Spiel. Wer am besten spielt und am Ball bleibt, gewinnt.

Um herauszufinden, welche Fragen deine Zielgruppe beschäftigen, kannst du kostenlose SEO-Tools wie das W-Fragen-Tool oder answerthepublic.com verwenden. Kurze, knackige Antworten auf W-Fragen haben immer gute Chancen, als Featured Snippets ausgespielt zu werden. Hier ein Auszug aus den Vorschlägen des W-Fragen-Tools zum Thema „SEO-Texte“:

Screenshot der Ergebnisse, die ein kostenloses SEO-Tool zu einem bestimmten Thema liefert.
SEO-Tools helfen dir dabei, passende W-Fragen für deine Featured Snippet-Optimierung zu finden.

2. Die richtigen Keywords

Die Analyse von mehr als zwei Millionen Featured Snippets in der ahrefs-Studie (siehe oben) hat u.a. gezeigt, dass hervorgehobene Suchergebnisse vor allem für jene Arten von Keywords (= Suchanfragen) ausgespielt werden, die eindeutig beantwortet werden können. Und das sind in der Regel sogenannte Longtail-Keywords, die aus zwei oder mehr Begriffen bestehen.

Ein Beispiel: Für das Head-Keyword „Mäuse“ gibt es kein Featured Snippet, weil es zu generisch ist. Hier finden wir Wikipedia auf Position 1 und den Knowledge Graph rechts daneben (mehr Infos über die verschiedenen Arten von Keywords findest du hier):

Screenshot der Suchergebnisse für das Keyword Mäuse
Je generischer dein Keyword ist, desto schlechter stehen die Chancen auf ein Featured Snippet.

Googlen wir anstelle des generischen Keywords „Mäuse“ aber das Longtail-Keyword „Mäuse aus Garten vertreiben“, spielt die Suchmaschine uns ein Featured Snippet aus. In diesem Fall handelt es sich sogar um Listen-Snippet:

Screenshot einer hervorgehobenen Suchergebnisses in einem Artikel über Featured Snippet Optimierung.
Google und andere Suchmaschinen bevorzugen Longtail-Suchanfragen, um Featured Snippets zu generieren.

Für dich und deine Featured-Snippet-Optimierung bedeutet das: Je mehr Begriffe dein Fokus-Keyword hat, und je knapper und gleichzeitig präziser du die Suchintention des User/der Userin bedienen (= seine/ihre Frage beantworten) kannst, desto bessere Chancen hast du, dass dein Textauszug als Featured Snippet in den SERPs erscheint.

In Zukunft wird die Optimierung für Longtail-Keywords sogar noch wichtiger werden, weil Longtails die natürliche Form gesprochener Suchanfragen sind. Sie sind also ein wichtiger Teil der Voice-Search-Suchmaschinenoptimierung.

3. Das richtige Format

Es gibt viele verschiedene Arten von Keywords. Die beiden großen „Gruppen“, die wir in unseren Online-Marketing-Maßnahmen unterscheiden müssen, sind die informationellen und die transaktionalen Keywords:

Transaktionale Keywords = User steht schon kurz vor Kaufentscheidung (z.B. SEO Optimierung Anbieter Wien).
Informationelle Keywords = User ist auf der Suche nach (mehr) Informationen (z.B. Was kostet Suchmaschinenoptimierung).

Den Großteil aller Featured Snippets, die Google ausspielt, generiert die Suchmaschine für informationelle Keywords. Das ist auch vollkommen logisch, denn die Antwortbox beantwortet Fragen. Mit anderen Worten: Sie verschafft dem User die Informationen, die er sucht.

Für deine Featured-Snippet-Optimierung bedeutet das: Du solltest dich nicht nur auf transaktionale Keywords konzentrieren, sondern du solltest hochwertigen Content erstellen, in dem du die informationellen Suchen deiner Zielgruppe bedienst.

Hierfür eignet sich am besten ein Blog-Format. Wie einen Unternehmensblog aufbaust, kannst du in diesem Blogartikel nachlesen. Wenn du dir Unterstützung für deinen Blog-Aufbau wünschst, lege ich dir meinen Blog-Starter ans Herz.

4. Strukturierte Daten

Im Zuge der Optimierung für Featured Snippets taucht immer wieder die Frage nach Strukturierten Daten auf. Dabei handelt es sich um Plugins, die Content speziell auszeichnen, damit Google ihn als Featured bzw. als Rich Snippets ausspielt. Meine Erfahrung ist folgende: Strukturierte Daten können funktionieren, aber sie sind NICHT notwendig. Je nachdem, welches CMS du nutzt, und welches Plugin du verwendest, können sie deine Seite außerdem langsamer machen, was dein Ranking negativ beeinflusst.

Wenn du deine Zielgruppe gut kennst und weißt, wie man für Google schreibt (oder jemanden beauftragst, der es weiß), wirst du deine Featured Snippets auch ohne Plugin für Strukturierte Daten bekommen.

Du kannst aber nachhelfen, indem du die Frage (z.B. eine W-Frage) immer als Überschrift (h2 bis h4) auszeichnest, und die Antwort unmittelbar unter dieser Überschrift platzierst.

Wenn du dich trotzdem mit dem Thema Strukturierte Daten auseinandersetzen möchtest, empfehle ich dir diesen Artikel meiner Kolleg:innen von rich-snippets.io.

5. Monitoring

NACH der Featured-Snippet-Optimierung ist immer VOR der Featured-Snippet-Optimierung. Wenn Google deinen Content für ein bestimmtes Keyword an Position Null ausspielt, hast du nämlich keinesfalls eine Garantie dafür, dass du diese Position behältst. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Featured Snippets überwachst: Die Konkurrenz schläft nicht. 😉

Ich zum Beispiel führe eine Liste darüber, welche Snippets ich aktuell habe, und eine Liste mit Snippets, die ich gerne hätte. Ich checke beide Listen 1 x pro Woche und führe, wo notwendig Optimierungen durch. Auf diese Weise ist es mir u.a. gelungen, das Featured Snippet für die Suchanfrage „Sichtbarkeitsindex verbessern“ zu bekommen.

Der Clou an der Sache: Ich habe dieses Snippet SISTRIX weggenommen: Dem SEO-Tool-Anbieter, der den Sichtbarkeitsindex erfunden hat! Im Screenshot siehst du, dass SISTRIX auf dieses Keyword Google Ads schaltet UND organisch Platz 1 belegt. Aber das Snippet habe ICH. Im Moment jedenfalls. 😉

Screenshot für die Suchanfrage Sichtbarkeitsindex verbessern über Google.
Die Featured Snippet Optimierung ist ein guter Weg, Sichtbarkeit aufzubauen, wo du normalerweise wenig Chancen hättest.

Um deine Featured Snippets im Auge zu behalten, brauchst du kostenpflichtige SEO-Tools wie SISTRIX oder ahrefs. Sofern du dich nicht selbst zum Profi für Inbound Marketing entwickeln willst (oder kannst), solltest du allerdings darüber nachdenken, diese Verantwortung auszulagern. Ich biete meinen Kundinnen und Kunden beispielsweise das Monitoring von Featured Snippets im Rahmen einer laufenden SEO-Betreuung an.

Mit Profi auf Position Null

Deine Webseite könnte ein Plus an Traffic vertragen? Oder wünschst du dir vielleicht mehr Sichtbarkeit für deine Dienstleistung? Kein Problem! Erzähl mir gerne in einem kostenlosen Erstgespräch, was du dir von deiner Webseite wünschst, und wir überlegen gemeinsam, wie ich dir am besten dabei helfen kann, dieses Ziel zu erreichen. 🙂

Jetzt sichtbar werden!

Ich helfe dir, deine Webseite für Suchmaschinen zu optimieren!
Select SEO

Bei Geld hört die Freundschaft auf, das weiß auch Google. Aus diesem Grund prüft und testet die Suchmaschine Webseiten mit besonders sensiblen Inhalten, die echte Auswirkungen auf das Leben der User haben können (z.B. gesundheitlich oder finanziell), besonders gründlich. Für Betreiber solcher Your-Money-Your-Life-Seiten bedeutet dies deutlich höhere Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung. Wir schauen uns an, wie YMYL-SEO funktioniert, und warum die User Experience dabei eine entscheidende Rolle spielt. Keine Zeit? Hier geht’s zur Zusammenfassung!

Inhaltsverzeichnis

YMYL SEO – was heißt das?

Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (kurz SEO) ist die Grundvoraussetzung dafür, dass eine Webseite für relevante Keywords bei Google ganz oben ausgespielt wird. „Relevante“ Keywords sind solche Suchanfragen, die für den Betreiber der Webseite wichtig sind. Eine Nageldesignerin mit Studio in Wien möchte z.B. für Keywords wie „Nagelstudio Wien“ oder „Nageldesign Wien“ gefunden werden.

Ich wiederum möchte, dass meine Seite für Suchanfragen wie „SEO Texterin Wien“ oder „SEO Consultant“ rankt. Das gelingt mir aber nur, wenn ich Google von der Relevanz meiner Webseite für diese Suchanfragen überzeuge.

Handelt es sich um eine YMYL-Webseite, wird diese Aufgabe NOCH schwieriger: Wo es um sensible Inhalte mit potenziell problematischen Auswirkungen geht, hat Google nämlich einen besonders hohen Qualitätsanspruch.

Was will Google?

Google und andere Suchmaschinen wollen Userin und User zu ihrer Suchanfrage das beste und relevanteste Ergebnis liefern, das das Internet zu bieten hat.

Aus diesem Grund rollt der Suchmaschinengigant auch laufend neue Updates aus: Google arbeitet seit Jahren fieberhaft daran, den Algorithmus menschlicher zu machen. Langzeitziel ist es, dass der Google-Algorithmus Webseiten mit User-Augen liest und versteht, wie die Bewertung von Relevanz und Qualität zustande kommt. Das ist auch der Grund dafür, warum die Updates in den letzten zehn Jahren immer User-zentrierter geworden sind:

  • Penguin-Update (2012): Das Penguin-Update hat 2012 endgültig mit sogenanntem „Webspam“ aufgeräumt. Techniken wie Keyword-Stuffing, Cloaking oder gekaufte Backlinks, die Usern Relevanz vorgaukeln, können seither sogar zu einer Abstrafung durch Google führen. Die Folge war für viele Betreiber ein massiver Sichtbarkeitsverlust.
  • Medic-Update (2018): Das Medic-Update verdankt seinen Namen der falschen Annahme, dass Google hier die Gesundheitsbranche „ins Visier genommen“ habe. Tatsächlich ging es 2018 aber auch schon darum, sensible Inhalte stärker zu prüfen, um das Vertrauen der User in Googles Ranking nicht zu gefährden. Dieser Trend hat sich in den Core Updates 2020 und 2021 weiter fortgesetzt.
  • BERT-Update (2019): Mit dem BERT-Update hat Google dem Algorithmus NLP (Natural Language Processing) beigebracht, um die Suchanfragen von Nutzer:innen noch besser verstehen und verarbeiten zu können.

Schließlich hat Google in den Core Updates von Mai und Juni 2021 unter anderem die Page Experience (= Nutzerlebnis auf einer Webseite) als Rankingfaktor bestätigt und ihr mit den sogenannten Core Web Vitals, die Webseitenbetreiber über die Search Console einsehen können, sogar konkrete Kennzahlen zugeordnet.

Suchmaschinenoptimierung ist UX-Optimierung

Obwohl der Suchmaschinengigant die konkreten Faktoren, die die Positionierung einer Webseite in den SERPs beeinflussen, nicht offenlegt, stimmen Experten darin überein, dass die wichtigsten Rankingfaktoren in erster Linie darauf abzielen, den User glücklich zu machen. Es ist kein Zufall, dass Google und andere Suchmaschinen Webseiten bevorzugen, die

  • sich schnell aufbauen (Pagespeed oder Ladegeschwindigkeit).
  • die Erwartungshaltung in Bezug auf den Aufbau einer Webseite erfüllen (überschaubare Navigation, nicht zu viele Ebenen, sinnvolle Kategorisierungen).
  • auf jedem mobilen Endgerät gut funktionieren (responsive sind).
  • den Search Intent (Suchintention) genau bedienen.
  • den Sachverhalt/das Thema klar und gut verständlich abhandeln.
  • gut geschriebene Inhalte mit Mehrwert bieten.

Wenn SEOs also an der Technik schrauben, um die Seite noch ein wenig schneller zu machen (technisches SEO), stundenlang die SERPs checken, um die Suchintention hinter den Keywords zu verstehen (Keyword-Recherche), sich für Gastbeiträge bewerben, um hochwertige Backlinks aufzubauen, und in professionellen SEO-Content investieren, dann sind das natürlich alles wichtige Maßnahmen im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung.

Letzten Endes verfolgt aber jede dieser Maßnahmen das gleiche Ziel: Die Webseite so zu optimieren, dass der User klickt, den Content konsumiert, eine Conversion auslöst (z.B. eine Anfrage stellt), möglichst lange oben bleibt und später wiederkommt. Mit anderen Worten:

Suchmaschinenoptimierung ist die Optimierung für das Nutzerlebnis (UX).

Was bedeutet YMYL?

YMYL steht für Your Money, Your Life. Bei Webseiten, die unter diese Kategorie fallen, dreht sich alles um die Themen, die uns Menschen besonders am Herzen liegen, und mit denen zugleich ein gewisser Risikofaktor verbunden ist. Google wertet diese Inhalte als „sensibel“, weil missverständliche oder falsche Informationen bei YMYL-Fragestellungen im schlimmsten Fall negative Folgen für die gesundheitliche oder finanzielle Situation der Userinnen und User haben können. Beispiele für YMYL-Inhalte wären etwa:

  • Ratgeber-Artikel für Aktionen mit hohem Risikofaktor (z.B. eine Anleitung darüber, wie man einen Kaminofen im DIY-Modus anschließt).
  • Seiten, die rechtliche Angelegenheiten erörtern.
  • Websites, in denen es um finanzielle Themen wie Altersvorsorge, Trading usw. geht.
  • Ratgeber, in denen es um Fragen wie Kindererziehung oder Krankenpflege geht.
  • Artikel, in denen es um Themen wie mentale Gesundheit, Ernährung usw. geht.
  • Blogs, die Tipps zur beruflichen Weiterentwicklung geben (Coaching etc.)
  • Newsportale (aufgrund der Gefahr, die von Fake News ausgeht)

Eine spezielle Kategorie von YMYL-Websites sind Webseiten, bei denen tatsächlich finanzielle Transaktionen getätigt werden (z.B. Online Shops oder Online-Banking-Anbieter). In Bezug auf die besondere Sorgfalt, mit der Google Websites prüft, die mit Online Shops verbunden sind, heißt es in den Quality Rater Guidelines (dazu unten mehr):

„Users need high quality information from authoritative sources when researching products, especially when products are expensive or represent a major investment/important life event. […] When buying products, users need websites they can trust: good reputation, extensive customer service support etc.“

Quality Rater Guidelines

YMYL-Websites & Google E-A-T

Jede/r weiß, dass es keine gute Idee ist, Symptome wie Kopfschmerzen oder Ohrensausen zu googeln. Warum tun wir es dann trotzdem? Ganz einfach: Weil wir es gewohnt sind, dass Google unsere Fragen beantwortet. In vielen Fällen müssen wir noch nicht einmal auf die Webseite klicken, sondern bekommen unsere Antwort direkt in den SERPs präsentiert (Featured Snippet):

Screenshot aus den Google SERPs für einen Artikel zum Thema SEO für YMYL-Branchen.
Wie oft bist du schon zu deinem Hausarzt gegangen, OHNE vorher deine Symptome zu googlen? Aha. Ich auch noch nie.

Unser Vertrauen in „Dr. Google“ kommt natürlich nicht von ungefähr: Die Fähigkeit, qualitativ guten Content von qualitativ schlechtem Content zu unterscheiden, ist Bestandteil von Google Core. Es gehört also zu den konstituierenden Bausteinen des Algorithmus. Google selbst bezeichnet diese Fähigkeit mit dem Acronym E-A-T.

E-A-T = Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness.

EAT ist kein Rankingfaktor, sondern ein Konzept. Als „Geißel der SEOs“ wurde es zwar erst im Rahmen des Medic-Updates 2018 bekannt, weil damals viele große Seiten massive Rankingverluste erlitten, aber EAT ist schon lange Bestandteil von Googles Core Algorithmus.

Und das aus einem einfachen Grund: Weil Google um jeden Preis vermeiden will, unpassende, falsche oder gar peinliche Suchergebnisse auszuspielen.

Wie prüft Google das EAT-Niveau?

Google prüft das E-A-T-Niveau für JEDE Webseite. Ausgenommen sind lediglich Webseiten, bei denen von Anfang an klar ist, dass sie keinen „Beneficial Purpose“ (= nützlichen Zweck) verfolgen. Beispiel wären etwa Scam-Seiten, bei denen hinter jedem Link ein Shop versteckt ist, oder Low-Content-Seiten, auf denen es von Ads und Affiliate-Links wimmelt.

Bei Webseiten, deren „Beneficial Purpose“ Google bereits festgestellt hat, prüft die Suchmaschine als nächstes das EAT-Niveau, um die Qualität der Seite bewerten zu können. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

  1. Expertise: Inwiefern ist der Autor/die Autorin des MC (= Main Content) auf einer Webseite Experte/Expertin auf diesem speziellen Gebiet? Inwiefern gibt die Webseite Auskunft über die Art und Weise der Expertise (z.B. Referenzen und/oder eine aussagekräftige Bio)?
  2. Autorität: Ist der Autor/die Autorin des MC (= Main Content) eine Autorität auf ihrem Gebiet? Inwiefern ist die Webseite in ihrer Nische bekannt? Verweisen andere Quellen auf diese Seite und/oder den Autor/die Autorin?
  3. Vertrauenswürdigkeit: Ist der Autor/die Autorin bzw. die Webseite in der thematischen Nische etabliert? Ist der MC (= Main Content) konsistent hochwertig oder gibt es z.B. Seiten mit eindeutig gekauften Links und/oder minderwertigem Content?

Aber wie bewertet Google eigentlich, ob jemand eine „Autorität“ auf einem Gebiet ist? Oder ob eine Seite einen „vertrauenswürdigen Eindruck“ macht?

Ganz einfach: Google fragt echte Menschen! Echte Menschen, die im Auftrag des Suchmaschinengiganten die Qualität von Websites bewerten: Die sog. „Quality Rater“. Für diesen Job gibt Google den Ratern ein Regelwerk an die Hand: die Quality Rater Guidelines.

Was sind die Quality Rater Guidelines?

Die Quality Rater Guidelines sind, sehr zum Verdruss vieler SEOs, keine Liste von Rankingfaktoren, die Webseitenbetreiber einfach abarbeiten könnten. Sie zeigen allerdings sehr deutlich, was Google in Bezug auf die Qualität einer Webseite wichtig ist:

Screenshot aus den Quality Rater Guidelines von Google.
Der Beweis: Ohne qualitativ hochwertigen Content wird’s nix mit dem guten Google-Ranking.

Google gibt vor, welche Maßstäbe die „Rater“ bei der Bewertung anlegen sollen. Ziel ist es, Muster herauszulesen, und besser zu verstehen, warum eine Webseite als qualitativ hochwertig/minderwertig oder als relevant/nicht relevant eingestuft wird. Diese Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung des Algorithmus ein, der auf diese Weise immer „menschlicher“ wird.

Die Seitenqualität steht und fällt mit dem Content

Die Quality Rater Guidelines machen sehr deutlich, dass sich Google bei der Bewertung von Websites in erster Linie am Content orientiert.

Technische Kriterien wie Pagespeed, SSL oder mobile Optimierung fließen zwar ebenfalls ins Ranking ein, weil sie Einfluss auf die User Experience haben, aber die Qualität einer Webseite (Page Quality Rating) bemisst Google nach dem EAT-Niveau des sog. „Main Content“:

Screenshot aus den Quality Rater Guidelines von Google.
Google fordert die Quality Rater explizit dazu auf, das Level an Autorität und Expertise im Main Content zu prüfen.

Strengere Prüfung von YMYL-Inhalten

Wie wir gesehen haben, ist E-A-T Googles Strategie gegen schlechten, irreführenden und/oder gefährlichen Content im Internet. Was nach moralischen Grundsätzen klingt, hat in Wahrheit rein existenzielle Gründe: Google geht es um das Vertrauen der User. Denn was wäre die größte und mächtigste Suchmaschine der Welt ohne diejenigen, die sie tagtäglich verwenden?

In einem Whitepaper von 2019 mit dem Titel „How Google Fights Disinformation“ erläutert Google die drei EAT-Kriterien mit folgenden Worten:

„Our approach to tackling disinformation in our […] services is based around a framework of three strategies: make quality count in our ranking systems, counteract malicious actors, and give users more context.“

How Google Fights Disinformation (Whitepaper)

In Googles Kampf gegen irreführende, falsche und/oder gefährliche Informationen stehen YMYL-Webseiten aufgrund ihrer sensiblen Inhalte ganz besonders auf dem Prüfstand. Es muss zwar jede Webseite, die in den SERPs gute Rankings erreichen soll, die E-A-T-Kriterien erfüllen, aber von Your-Money-Your-Life-Seiten erwartet Google ein noch höheres EAT-Niveau als von Seiten mit nicht-sensiblen Inhalten:

Screenshot aus den Quality Rater Guidelines von Google.
Your-Money-Your-Life-Pages müssen für ein gutes Ranking offiziell höhere Qualitätsstandards erfüllen als andere Seiten.

Warum YMYL-Webseiten es doppelt schwer haben

Für Betreiber von Pages mit Your-Money-Your-Life-Inhalten ist es doppelt schwierig, an die Spitze der organischen Suchergebnisse zu gelangen. Sie müssen nämlich nicht nur die strengen Qualitätsanforderungen von Google erfüllen, was bedeutet, dass sie ein besonders hohes EAT-Niveau erreichen müssen, sondern sie müssen sich gleichzeitig auch gegen eine besonders starke Konkurrenz der Mitbewerber durchsetzen.

Your-Money-Your-Life-Branchen wie Finance oder FinTech sind, gerade weil sie die wichtigsten Bereiche unseres Lebens betreffen, nämlich auch die Bereiche, in denen besonders viel Umsatz zu machen ist. Und das bedeutet, dass sie in Sachen Marketing extrem kompetitiv sind.

Wer für YMYL-Themen die SERPs rocken will, muss sich gegen Brands und Unternehmen mit hohen Marketingbudgets, guten Strategien und viel Expertise in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Markenaufbau durchsetzen.

YMYL SEO – so klappt das Ranking!

Je kompetitiver eine Branche ist, desto wichtiger ist es, dass Webseitenbetreiber jede einzelne Stellschraube nutzen, die ihnen im Kampf um die besten Positionen einen Vorteil verschaffen kann. Wir wissen, dass Googles Core-Algorithmus darauf ausgerichtet ist, den User zufriedenzustellen. Optimierung für Google (= Suchmaschinenoptimierung) ist also immer Optimierung für die Nutzerfahrung oder UX. In der SEO für YMYL-Webseiten konzentrieren wir uns auf drei Bereiche, die die UX wesentlich beeinflussen:

  1. Technische Performance
  2. Inhaltliche Qualität
  3. Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit

1. Die Technische Performance legt das Fundament

Hä? Heißt es nicht immer, Content ist King? Absolut. Webseiten ohne Content sind nichts als eine Ansammlung von farbigen Blobs und netten Bildern. Ohne Content gibt es nichts, was Google crawlen, indexieren, bewerten und ranken kann.

Aber die technische Performance liefert die Grundlage dafür, dass der Content konsumiert wird. Eine Seite kann noch so guten Content haben: Wenn sie 10 Sekunden braucht, um sich aufzubauen, springt der User noch vor dem ersten Satz ab.

In Branchen ohne starke Konkurrenz, wo die meisten Anbieter kein Budget für Marketing haben und alles mehr oder weniger selbst machen, können auch Webseiten mit einer schlechten technischen Performance funktionieren. Ganz einfach deshalb, weil der User nicht viel Auswahl hat bzw. das Marketing der Wettbewerber auch nicht professionell ist. Aber in YMYL-Branchen kostet jede zusätzliche Sekunde Ladezeit das Business User – und damit Umsatz. Ganz einfach deshalb, weil andere es besser machen.

Aus diesem Grund ist die technische Optimierung die erste wichtige Stellschraube, an der wir im YMYL SEO drehen können, um die User Experience zu optimieren. Wir sorgen dafür, dass

  • sich die wichtigsten Inhalte der Seite in Sekundenbruchteilen laden.
  • die Webseite in jedem Format und auf jedem mobilen Endgerät funktioniert.
  • die Verbindung sicher ist (SSL).
  • es auf der Seite keine broken Links gibt.
  • keine 404-Fehler ausgespielt werden.
  • alle Weiterleitungen sinnvoll sind und dem User einen Mehrwert bieten.

2. Content is King!

Die ausgezeichnete technische Performance sorgt dafür, dass der Content einer Webseite schnell und sauber ausgeliefert wird. Ab diesem Moment ist es Aufgabe des Contents, den User zu überzeugen. Für YMYL-Seiten gilt dies in besonderer Weise: Da Themen wie Finanzen, Gesundheit oder Kindererziehung uns besonders am Herzen liegen, wollen wir auch dementsprechend abgeholt werden. Von einer „guten“ Webseite erwarten wir uns

  • Antworten auf unsere Fragen bzw. die Lösung des Problems, das wir gegoogelt haben.
  • keine 08/15-Antworten, die wir auf allen anderen Webseiten zu diesem Thema auch finden.
  • Inhalte, die unsere Bedürfnisse erkennen, und sie befriedigen.
  • Content, der uns emotional berührt.
  • Content, der für uns kreiert wurde, und nicht für die Suchmaschine.
  • Freude und Genuss beim Lesen.

Google EAT räumt endgültig mit lieblos gestalteten Webseiten und Billig-Content auf: Wer in einer YMYL-Branche die Suchergebnisse dominieren will, muss entweder viel Zeit oder viel Budget in qualitativ hochwertigen, User-zentrierten Content investieren:

Screenshot aus den Quality Rater Guidelines von Google.
Google hat’s gesagt: 08/15 Content, in den weder Zeit, noch Talent, noch Expertise geflossen ist, funktioniert nicht mehr.

3. So beweisen YMYL-Seiten Autorität und Expertise

Wie wir gesehen haben, sind eine ausgezeichnete technische Performance und qualitativ hochwertiger, User-zentrierter Content auf jeder Webseite erforderlich, um eine gute UX zu gewährleisten. Your-Money-Your-Life-Seiten müssen aber noch ein wenig mehr leisten, um Google davon zu überzeugen, dass sie ein sehr gutes Ranking verdienen:

Sie müssen dafür sorgen, dass direkt erkennbar ist, wer auf der Seite für den (Main) Content verantwortlich ist, und müssen zufriedenstellende Informationen darüber bereitstellen, warum diese Person Experte/in auf ihrem Gebiet ist:

Seiten, die keine Information darüber bereitstellen, wer die Verantwortung für den Content trägt, werden schlechter bewertet.

Für Webseitenbetreiber, die in YMYL-Nischen gut ranken wollen, bedeutet dies zunächst einmal, dass sie besonders transparent sein müssen. Schreibt der Betreiber der Webseite auch den Content, muss dies klar zu erkennen und die erforderliche Expertise ausgewiesen sein (z.B. auf der „Über mich“-Seite oder in der Autoren-Box).

Handelt es sich um eine Webseite, auf der die Inhalte von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren verfasst werden, müssen auch deren Credentials transparent kommuniziert werden.

Es reicht allerdings nicht, Expertise und Autorität nur auf der eigenen Webseite auszuweisen. Aus diesem Grund hält Google die Quality Rater in den Guidelines explizit dazu an, unabhängige Quellen zu recherchieren, in denen die Expertise des Content Creators bestätigt wird:

  • Publikationen zu dem jeweiligen YMYL-Thema, die öffentlich zugänglich sind.
  • Publikationen zu dem jeweiligen YMYL-Thema, die innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt sind (zum Beispiel Publikationen zu wichtigen Forschungsfragen in der Medizin).
  • Entsprechende Präsenzen bei Social Media (z.B. LinkedIn).
  • Öffentliche Auftritte als Experte/Expertin für das jeweilige Thema.

Ein wunderbares Beispiel dafür, was passiert, wenn Webseitenbetreiber E-A-T vernachlässigen, ist die Homepage der Flat Earth Society, die von Google mit dem niedrigsten Quality-Score bewertet wurde, weil sie „unsubstantiated theories/claims“ enthält:

Screenshot aus den Google SERPs für einen Artikel zum Thema SEO für YMYL-Branchen.

Braucht YMYL SEO echte Experten?

Es folgt die Frage, die jedem Betreiber einer YMYL-Seite auf der Seele brennt: Muss ich meine medizinischen, rechtlichen oder finanztechnischen Inhalte zukünftig von studierten Medizinern, Rechtsanwälten und Finanzberatern schreiben lassen? Die ehrliche Antwort: Ja – und nein.

Erstens weist Google in den Guidelines ausdrücklich darauf hin, dass es es auch so etwas wie „Alltagsexpert:innen“ gibt, die qualitativ hochwertige Informationen zu einem YMYL-Thema liefern und aufgrund ihrer Erfahrung mit diesem Thema als Expertinnen und Experten betrachtet werden können:

Zweitens müssen wir unterscheiden zwischen der Person, die den Content schreibt, und der Person, die für den Content verantwortlich ist. Im Falle von Your-Money-Your-Life-Webseiten können (und sollten!) dies nämlich verschiedene Personen sein.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Was Mediziner, Rechtsanwälte und Finanzberater an Expertise in ihrem Fachbereich mitbringen, fehlt ihnen an Expertise im Schreiben von Texten, die über Google funktionieren.

Ein Beispiel: Ein Text über Identity und Access Management (IAM) ist noch kein guter Text, nur weil er von einem IAM-Experten geschrieben wurde. Er ist dann gut, wenn er umfangreich recherchiert ist, das Thema für den User aufbereitet, und exakt den Search Intent trifft.

Um das zu schaffen, muss man aber kein Experte für IAM sein. Man muss Experte oder Expertin für das Schreiben von SEO-Texten sein.

Tipps für Betreiber von YMYL-Seiten

Google verlangt von YMYL-Webseiten, dass die Inhalte qualitativ hochwertig sind (Expertise), und dass jemand, der nachweislich Experte auf diesem Gebiet ist (Authority), für die Richtigkeit der Informationen einsteht. Nur so kann sich beim User und bei der Userin Vertrauen in die Inhalte aufbauen (Trustworthiness).

Das muss aber nicht bedeuten, dass wir den Chirurgen aus dem OP holen, ihm einen Laptop in die Hand drücken, und YMYL-Content verfassen lassen. Stattdessen sollten Betreiber von Pages mit sensiblen Inhalten ihre Texte von Profis für SEO-Content schreiben und anschließend von entsprechenden Autoritäten prüfen lassen. Noch einmal zusammengefasst:

  • Lassen Sie Ihre Inhalte von jemandem schreiben, der Erfahrung mit inhaltlich anspruchsvollen Themen UND SEO für YMYL-Branchen hat. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Texte über Google gut funktionieren.
  • Übertragen Sie einem echten Experten (z.B. einem studierten Mediziner, Rechtsanwalt oder Finanzberater) die Verantwortung für Ihren Content und lassen Sie sämtliche Texte von ihm oder ihr gegenlesen.
  • Etablieren Sie „Ihren“ Experten nicht nur auf Ihrer Webseite, sondern auch anderweitig (Community-Aufbau, Gastartikel usw.)
  • Sorgen Sie dafür, dass die Nachweise über die Autorität „Ihres“ Experten gut auffindbar sind (z.B. über eine kurze Bio).
  • Machen Sie „Ihren“ Experten sichtbar (z.B. in Form von Interviews und/oder Podcasts).

YMYL SEO mit Profi

Sie sind in einer YMYL-Branche tätig und schaffen es einfach nicht, Ihre Wettbewerber im Google-Ranking von den besten Plätzen zu verdrängen? Ich helfe Ihnen sehr gerne dabei! Ich bin auf inhaltlich anspruchsvolle Themen spezialisiert und arbeite seit Jahren erfolgreich mit Firmen im IT-Bereich und in der Finanzberatung zusammen.

Unternehmen aus YMYL-Branchen helfe ich dabei, ihren E-A-T-Score gezielt zu verbessern, um Google von der Qualität ihrer Webseite zu überzeugen. Informieren Sie sich gerne über mein Leistungsangebot oder schreiben Sie mir für ein kostenloses Erstgespräch.

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Höher! Besser! Der beste Content deines Lebens!

Mach eine Webseite, haben sie gesagt, und steck‘ die richtigen Keywords rein. Dann kommen die Kunden von ganz allein. Von wegen! Viele frisch gebackenen Website-Besitzer stellen nach dem Launch fest, dass Google ihre Seite entweder gar nicht findet, oder viel zu weit hinten ausspielt. Wenn du über deine Website Leads generieren willst, musst du also Hand anlegen! Ich verrate dir ein paar Tipps aus meiner SEO-Toolkiste, wie du dein Google Ranking verbessern kannst, ohne das Rad bzw. deine Webseite neu zu erfinden.

Inhaltsverzeichnis

Google Ranking verbessern DIY

Das Wichtigste zuerst: Wenn deine Webseite nicht direkt nach dem Launch bei Google ganz oben erscheint, ist das vollkommen normal. Sogar dann, wenn du dich im Vorfeld intensiv mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) auseinandergesetzt und deine Website-Texte mit den richtigen Keywords gespickt hast. Es dauert nämlich, bis Google deine Webseite vollständig gecrawlt und indexiert hat. Also: Abwarten und Tee trinken. Alternativ einen Aperol Spritzer.

Die ersten Impressionen (= deine Seite wird für Suchanfragen ausgespielt) solltest du in der Google Search Console nach zwei bis drei Wochen sehen. Die ersten Zugriffe erfolgen, wenn du alles richtig gemacht hast, nach frühestens vier oder fünf Wochen.

Du solltest erst dann Optimierungen durchführen, die dein Google Ranking verbessern, wenn deine Webseite für wichtige Suchanfragen auch nach mehreren Monaten immer noch schlechte Positionen hat.

1. Ranking verbessern mit den richtigen Keywords

Nur, weil eine Webseite online ist, heißt das leider noch nicht, dass sie auch gefunden wird. Damit potenzielle Kundinnen und Kunden deine Seite finden, muss sie nämlich zum sog. Search Intent (Suchintention) passen. Dies stellst du sicher, indem du recherchierst, mit welchen Begriffen (= Keywords) deine Zielgruppe nach deiner Dienstleistung und/oder deinen Produkten sucht.

Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von Keyword-Recherche. Keyword-Recherche heißt nichts anderes als: Die richtigen Keywords für deine Webseite finden.

Die richtigen Keywords sind nicht nur notwendig, damit deine Zielgruppe deine Seite findet, sondern sie haben auch einen erheblichen Einfluss auf deine Positionierung bei Google. Die Keywords einer Webseite zeigen der Suchmaschine nämlich an, wie sie die Seite einzuordnen hat. Deshalb kannst du dein Google Ranking verbessern, indem du herausfindest, welche Suchanfragen für deine Dienstleistung relevant sind.

Keywords an den richtigen Stellen platzieren

Als Faustregel kannst du dir merken: Pro Seite oder Beitrag nur ein Fokus-Keyword. Nicht Keyword, sondern Fokus-Keyword. Die Unterscheidung ist wichtig, denn um bei Google erfolgreich zu sein, musst du natürlich ein ganzes Set an Keywords abdecken. Das Fokus-Keyword ist der Begriff, auf den du eine einzelne Seite/einen einzelnen Blogartikel optimierst.

Damit Google deine Seite/deinen Artikel richtig einordnet und für die richtigen Suchanfragen möglichst weit oben in den SERPs ausspielt, musst du das Fokus-Keyword an strategisch wichtigen Stellen im Backend platzieren.

In meinem Artikel WordPress Keywords eintragen zeige ich dir im Detail, wie das funktioniert. Der Artikel ist auch dann hilfreich, wenn du deine Seite auf einem anderen CMS als WordPress aufgesetzt hast. Für einen kurzen Überblick siehst du hier kompakt zusammengefasst, wo deine Keywords überall auftauchen sollten, damit du dein Google Ranking verbessern kannst:

Screenshot über strategisch wichtige Keyword-Stellen in einem Artikel darüber, wie man das Google Ranking verbessern kann.
Du kannst dein Google Ranking verbessern, indem du die Keyword-Ausprägung auf deinen Seiten verbesserst.

Dein Thema schlägt dein Keyword

Um dein Google Ranking zu verbessern ist es zwar wichtig, dass du mit den korrekten Keywords arbeitest und diese an den richtigen Stellen auf deiner Webseite platzierst, aber du solltest nicht der Versuchung erlegen, zu viel zu optimieren. Inhalte, die mit Keywords vollgestopft sind, schmecken nämlich weder dem Besucher, noch der Suchmaschine (siehe hierzu meinen Artikel zum Thema Keyword-Stuffing).

Stattdessen solltest du dich darauf konzentrieren, dein Thema zu optimieren. Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo! werden deine Webseite nur dann ganz oben in den SERPs ausspielen, wenn deine Inhalte das Beste sind, was das Internet zu deinem jeweiligen Thema zu bieten hat. Keine Sorge, das klingt schwieriger, als es ist. Damit die Suchmaschinen deine Texte lieben, solltest du sicherstellen, dass

  • du dein Thema vollständig darstellst: Manche Themen lassen sich in 350 Wörtern abhandeln, für andere brauchst du 3.5000. Schau dir am besten an, welchen Umfang die aktuellen Top 3 Artikel zu deinem Thema haben.
  • deine Inhalte unique sind: Google mag keine Kopien. Du findest sicher einen Weg, dein Thema aus einer neuen Perspektive heraus darzustellen, oder deinen Usern Wissen zu vermitteln, das sie woanders nicht finden.
  • deine besondere Note nicht verloren geht: Du bist die Expertin/der Experte für deine Dienstleistung. Die Optimierung für die Suchmaschine ist zwar wichtig, aber man darf (und sollte!) in deinem Text auch immer noch dich hören.

2. Content für User optimieren

Der Content ist das Herzstück deiner Webseite. Umso überraschender ist es, dass die Website-Texte das Erste sind, an dem viele Webseiten-Betreiber sparen. Aber frag dich selbst: Was ist eine Webseite ohne Texte? Richtig: Eine leere Seite mit ein paar farbigen Blobbs und Buttons, die ins Leere gehen. Nun kannst du natürlich nicht irgendwelche Texte auf deine Website stellen. Google liebt (und belohnt!) Website-Texte, die

  • thematisch eindeutig sind. Das erreichst du durch eine gut geplante Keyword-Struktur.
  • einen echten Mehrwert bieten: Wenn du auf deiner Seite einfach nachplapperst, was man auch an tausendundeiner anderen Stelle im Internet lesen kann, ist das kein guter Start. Mach es anders, sei unique!
  • eine „sprechende“ URL haben: Ich habe diesen Artikel aus guten Grund /google-ranking-verbessern/ genannt und nicht /post-05-04-22/.
  • den Search Intent (Suchintention) des Users treffen: Finde heraus, wie deine Zielgruppe nach deinen Produkten und/oder Dienstleistungen sucht, und schreib Content, der ihnen einen echten Nutzen bietet.
  • eine gute User Experience bieten: Niemand mag elendig lange Textwürste. Gönn den Augen deiner Leser:innen kleine Pausen, indem du Absätze machst, Aufzählungen und Tabellen einfügst. Prüfe außerdem, ob deine Webseite sinnvoll strukturiert ist.

Texte, die diese Voraussetzungen erfüllen, nennt man auch SEO-Texte, weil sie für Suchmaschinen optimiert sind (SEO = Search Engine Optimization). Wenn du viel Zeit hast und dir gerne neue Fähigkeiten aneignest, kannst du das SEO-Texten lernen.

Wenn du dein Google Ranking verbessern willst, solltest du dich auf jeden Fall zusätzlich mit dem sog. Skyscraper-Prinzip vertraut machen. Dabei handelt es sich um eine Methode, um bei Google & Co. bessere Positionen zu erreichen als deine Wettbewerber.

Mithilfe der Skycraper-Methode lernst du, besseren Content zu schreiben, und deiner Konkurrenz die Show zu stehlen.

Schneller zum besseren Ranking kommen

Suchmaschinenoptimierung ist ein spannendes Handwerk. Aber es kann auch deprimierend sein, wenn man wochen- und monatelang an der Website feilt, Texte neu und umschreibt, und sich die Google-Positionen trotzdem nicht verbessern. Wenn es für dich wichtig ist, dass sich dein Google Ranking möglichst schnell verbessert, damit du Leads generieren und neue Kund:innen finden kannst, solltest du darüber nachdenken, in professionelle Website-Texte zu investieren. Mehr Informationen darüber, warum SEO so wichtig ist, findest du hier.

3. Deiner Webseite einen Blog hinzufügen

Wenn Google deine Seite nicht so recht zu schmecken scheint, kann es auch daran liegen, dass du der Suchmaschine nicht genügend „Futter“ bietest. Immerhin braucht Google den Text auf deiner Seite, um sich ein Bild von dir und deiner Dienstleistung zu machen:

Wer bist du? Was bietest du an?
Warum bist du in deinem speziellen Themengebiet besser als alle anderen?
Welchen Nutzen und welchen Mehrwert bietest du deinen Kund:innen?

Finden User auf deiner Webseite Antworten auf Fragen?
Finden Sie Lösungen für Probleme, die sie gegoogelt haben?

In Sachen Google Ranking sind vor allem die letzten beiden Punkte relevant: Finden Userinnern und User auf deiner Webseite Antworten auf Fragen und/oder eine Lösung für ihr Problem? Tatsache ist nämlich, dass Max und Erika Mustermann schon 10 bis 20 x nach konkreten Informationen und Lösungswegen für ihr Anliegen gesucht haben, ehe sie anfangen, über Google konkret nach einem Dienstleister zu suchen. Das heißt also:

Wenn deine Webseite keinen Content bietet, der diese Suchanfragen (sog. informationelle Suchanfragen) bedient, wirst du von Google auch nicht ausgespielt. Du verpasst also 10 bis 20 mögliche Berührungspunkte mit potenziellen Kund:innen.

Content im richtigen Format bereitstellen

Wenn du dein Google Ranking verbessern willst, indem du (mehr) informationelle Suchanfragen bedienst, brauchst du einen Blog bzw. einen Ratgeber. WordPress und andere CM-Systeme bieten dir standardmäßig zwei Typen von Format an: Seiten und Beiträge. Content, der informationelle Suchanfragen bedient, erfordert das Beitragsformat.

In meinem Blogartikel Unternehmensblog erstellen verrate ich dir, warum der Blog als Marketinginstrument so gut funktioniert, und wie du bei der Planung vorgehen solltest. Wenn du möchtest, unterstütze ich dich natürlich auch sehr gerne beim Blog-Aufbau (hier geht’s zu meinem Angebot).

Titelbild eines Artikels darüber, warum Unternehmen einen Unternehmensblog erstellen sollten.
Nein, ein Blog ist nicht „ein bisschen Content on top“. Ein professioneller Ratgeber ist ein mächtiges Marketinginstrument!

4. Technische Performance verbessern

Manchmal ignoriert Google eine Webseite nicht aufgrund schlechten oder fehlenden Contents, sondern aufgrund einer miesen technischen Performance. Der technische Unterbau einer Seite hat Einfluss auf das Google Ranking, weil er die User Experience beeinflusst:

Wie lange dauert es, bis die Startseite geladen ist? (Page Speed)
Ist der Verbindungsaufbau sicher? (SSL-Zertifikat)
Ist die Seite für die mobile Suche optimiert? (Responsiveness)
Lässt sich die Seiten in allen Ebenen gut crawlen? (Barrierefreiheit)

Alle diese Faktoren fallen in den Bereich der technischen Suchmaschinenoptimierung oder Technical SEO. In meinem Blogartikel findest du eine Übersicht der wichtigsten technischen Stellschrauben, an denen du drehen kannst, um dein Google Ranking zu verbessern.

Performance verbessern mithilfe eines SEO-Plugins

Wenn deine Webseite langfristig organischen Traffic generieren (= User über die Google-Suche anziehen) soll, solltest du darüber nachdenken, in ein SEO-Plugin zu investieren. Im Artikel WordPress Keywords eintragen habe ich dir unter der Unterschrift „YOAST SEO Premium“ zusammengefasst, wie die OnPage-Optimierung mit diesem Plugin funktioniert. Im Blogartikel WordPress SEO stelle ich dir noch zwei andere SEO-Plugins für WordPress vor.

Damit du dein Google Ranking nachhaltig verbessern kannst, solltest du in deinem CMS aber folgende Möglichkeiten haben:

  • manuelle Weiterleitungen von URLs
  • freie Wahl in der URL-Benennung
  • Bearbeitung von Meta-Daten (SEO-Title und Description)
  • Erstellen (und Einreichen) von XML-Sitemaps

5. Verkäufe durch Google Ads pushen

Mein letzter Tipp zielt nicht so sehr darauf ab, wie du dein Google Ranking verbessern kannst, sondern mehr darauf, wie du in der Zwischenzeit Verkäufe generierst. Tatsache ist nämlich: Suchmaschinenoptimierung (= deine Webseite so umbauen, dass Google sie liebt) braucht Zeit.

Wenn du aber darauf angewiesen bist, so schnell wie möglich Kund:innen zu finden und/oder Verkäufe zu generieren, solltest du darüber nachdenken, bezahlte Anzeigen bei Google (Google Ads) und/oder anderen Suchmaschinen zu schalten. Wenn du es richtig machst, kannst du auf diese Weise in sehr kurzer Zeit viele Google-User auf deine Seite holen.

Achtung! Damit Google Ads auch wirklich Verkäufe generieren (= der Website-Besucher eine Conversion auslöst), müssen deine Anzeigen den User Intent sehr gut treffen. Außerdem muss der Content auf deiner Seite so überzeugend sein, dass aus den Website-Besuchern neue Kunden werden (Stichwort SEO Copywriting).

Google Ranking verbessern mit Profi

Nur ruhig Blut: Eine Webseite zu kreieren, die über Google gut performt, ist keine leichte Aufgabe. Und es ist vor allem work-in-progess, weil es immer wieder Optimierungsbedarf gibt. Falls du keine Zeit hast, um dein Google Ranking im DIY-Modus zu verbessern, oder bestimmte Bereiche gerne auslagern würdest, bin ich dir dabei sehr gerne behilflich!

Brauchst du SEO-Hilfe?

Keine Angst vor Sichtbarkeit, du hast sie dir verdient!
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WordPress ist ein großartiges CMS. Und du hast sicher großartige Inhalte anzubieten. Trotzdem wirst du für deine Keywords nicht von heute auf morgen Top-Platzierungen erreichen. Es kann sogar sein, dass Google deine Seite überhaupt nicht findet. Das liegt daran, dass WordPress-SEO nicht mit der Installation von ein paar Plugins erledigt ist. DIY-Suchmaschinenoptimierung für WordPress ist ein langer, manchmal mühsamer Weg. Aber wenn du gelesen werden und/oder KundInnen über Google gewinnen willst, lohnt es sich, ihn zu gehen! Wenig Zeit? Hier geht’s zur Zusammenfassung!

Inhaltsverzeichnis

Ist WordPress SEO-freundlich?

Tatsächlich hat WordPress den Ruf, ganz besonders SEO-freundlich zu sein. Deshalb denken auch viele frischgebackene Blogger und Webseitenbetreiber, dass sie ihre Seite einfach nur auf WordPress aufsetzen müssen – und das gute Ranking kommt dann von ganz alleine. Gar so einfach ist es, wie so vieles im Marketing, aber leider nicht. Denn um bei Google nach ganz oben zu kommen, musst du deine WordPress-Seite von Grund auf für Suchmaschinen optimieren.

Im folgenden Tutorial lernst du WordPress SEO Schritt für Schritt, von der ersten Konfiguration bis zum Content-Feinschliff. Screenshots, Checklisten und Profi-Tipps sorgen dafür, dass du später alle Schritte auf deiner eigenen WordPress-Seite umsetzen kannst.

WordPress SEO – Hosting & Theme

(1) Bestes Hosting für WordPress SEO

Natürlich ist es möglich, „irgendein“ Hosting für deine WordPress-Seite auszuwählen. Es ist allerdings nicht sehr langfristig gedacht. Denn das Hosting spielt in Sachen Performance und Sicherheit eine sehr wichtige Rolle. Und hast du deine Seite erst einmal aufgesetzt und mit Content befüllt, bedeutet der Umzug zu einem anderen Hoster einen erheblichen Mehraufwand.

Aus diesem Grund solltest du dich von Anfang an für einen Hosting-Service entscheiden, der eine optimale Performance für deine WordPress-Seite garantiert. Managed WordPress-Hosting ist nicht nur für WP-Neulinge eine hervorragende Option. Ich kenne viele Unternehmen, die schon seit Jahren mit WordPress arbeiten und das Hosting mit großem Erfolg Profis überlassen.

Was ist Managed WordPress Hosting?

Managed WordPress-Hosting ist genau das, wonach es klingt: Du übergibst sämtliche Aufgaben, die mit Webhosting verbunden sind, einem Anbieter, der auf WordPress spezialisiert ist. Der Server, auf dem deine Website dann gehostet wird, ist speziell für WordPress konfiguriert und du musst dich weder um Wartungsarbeiten, noch um wichtige Sicherheitspatches kümmern.

Optimaler Support für deine Website

Früher oder später wirst du für deine WordPress-Seite Support benötigen. Und spätestens dann wirst du es sehr zu schätzen wissen, wenn am anderen Ende der Leitung jemand sitzt, der das Problem nicht erstmal selbst googeln muss. Der Support von Managend-Wordpress-Hostern ist schnell und effizient, weil es kaum ein WordPress-Problem gibt, das die Profis vor Ort nicht schon einmal gelöst haben.

Managed Hosting für WordPress kannst du z.B. bei folgenden Anbietern bestellen:

Gerade zu Beginn ist das Budget oft knapp. Keine Panik! Natürlich gibt es auch günstigere WordPress-Hoster (z.B. Webgo ab 7,95 €/Monat), und zweitens gibt es immer noch die Möglichkeit, das Hosting für deine Seite zu einem späteren Zeitpunkt zu wechseln (mehr Informationen).

(2) WordPress Theme auswählen

Das Theme (Design) ist das Herzstück deiner WordPress-Seite, denn hier entscheidest du, wie du deine Inhalte präsentieren möchtest. Trotzdem solltest du das Theme nicht (nur) nach ästhetischen Gesichtspunkten auswählen. Das falsche Theme kann deine Seite nämlich erheblich verlangsamen – und das mag Google gar nicht.

Außerdem ist es ein sehr aufwändig, das WordPress-Theme später zu wechseln. Du solltest deine Favoriten also auf Herz und Nieren prüfen, bevor du eine Entscheidung triffst.

Aus SEO-Sicht gibt es ein paar Voraussetzungen, die ein Theme für eine gute Performance in der Google-Suche erfüllen muss. Ob dein favorisiertes Theme diese Voraussetzungen erfüllt, kannst du anhand der jeweiligen Demo-Seite testen. Es folgt die Checkliste für SEO-konforme WordPress-Themes:

  • Responsive Design: Ob das Theme responsive und damit mobile friendly (für mobile Endgeräte optimiert) ist, kannst du hier überprüfen.
  • Ladezeit & Performance: Wie schnell eine Webseite lädt und wie gut sie für den User performt, kannst du über Webpagetest.org oder die Google PageSpeed Insights prüfen.
  • Editor: Es ist wichtig, dass dein Theme vollständig mit dem Editor kompatibel ist, mit dem du deine Inhalt erstellen und bearbeiten wirst. Ich persönlich bin ein Fan des Gutenberg-Editors und habe zuvor auch gerne mit dem Klassischen Editor gearbeitet.
  • Page Builder: Wenn du Wert darauf legst, dein Theme umfassend nach deinen Wünschen gestalten zu können, ist ein Page Builder erforderlich (mehr Informationen über WordPress Page Builder). Auch hier musst du darauf achten, dass Builder und Theme kompatibel sind.
  • Korrekte HTML-Überschriftenstruktur: Mit Überschriften (h1 bis h6) hilfst du sowohl dem User als auch der Suchmaschine, die Struktur deiner Seite besser zu verstehen (mehr Informationen). Damit hier keine widersprüchlichen Signale gesendet werden, ist es wichtig, dass die Überschriften in deinem Theme der korrekten Hierarchie folgen. Ob dies der Fall ist, kannst du überprüfen, indem du die Chrome-Erweiterung SEO Meta in 1 Click installierst.

Achte auf Aktualität und Erweiterungen

Wordpess-Themes gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht alle sind gleich gut. Es gibt sogar Designs, die immer noch zum Kauf angeboten, obwohl sie seit Jahren weder weiterentwickelt noch gepatcht werden. Deshalb ist es wichtig, dass du bei der Auswahl deines Themes folgende Fragen berücksichtigst:

  • Hat das Theme alle Funktionen, die ich mir für meine Webseite wünsche?
  • Falls nicht: Gibt es für diese Funktionen Plugins, die mit dem Theme kompatibel sind?
  • Wird das Theme noch weiterentwickelt? Wie alt ist die aktuelle Version?
  • Beinhaltet das Theme Support bzw. gibt es ein Support-Forum?
  • Wie beliebt ist das Theme? Gibt es eine Community, mit der ich mich austauschen kann?

Tipp! Für einen ersten Überblick in Sachen SEO-freundliche WordPress-Themes empfehle ich dir diesen Artikel von athemes.com. Falls du angehende/r Blogger/in bist, interessiert dich sicher auch der Beitrag 29 geniale WP-Themes für deinen Blog von Blogmojo.de.

WordPress SEO-Plugins

Ohne SEO-Plugin kein WordPress SEO. Aber welches SEO-Plugin ist das Beste? Nun, das kommt natürlich darauf an, wie tief du in die Suchmaschinenoptimierung einsteigen willst bzw. wie gut du dich bereits auskennst. Wir schauen uns die drei derzeit beliebtesten SEO-Plugins einmal genauer an.

1. Yoast SEO (Premium)

Yoast SEO ist das SEO-Plugin für WordPress, das am häufigsten installiert wird. Es ist einfach zu verwenden, eignet sich hervorragend für Einsteiger*innen, und es gibt eine enorm große Community, die Support bei allen Problemfällen bietet. Fortgeschrittene SEOs beschweren sich jedoch häufig darüber, dass Yoast die Performance verschlechtern kann, da manche der Funktionen zu viel Ladezeit fressen. Außerdem brauchst du für die volle SEO-Leistung die kostenpflichtige Premium-Version.

Trotz der Einschränkungen halte ich Yoast nach wie vor für das beste Einsteiger-SEO-Plugin für WordPress. Es ist schnell konfiguriert und bietet alle wichtigen Funktionen. Für schlank aufgesetzte Seiten ist die etwas verlängerte Ladezeit normalerweise auch kein Problem.

2. Rank Math

Rank Math gilt bei Vielen als Nachfolger von Yoast, weil es so ziemlich alle Funktionen, die Yoast Premium bietet, schon in der kostenlosen Version mitbringt. Darüber hinaus bietet es aber auch noch einige Funktionen, die für fortgeschrittene SEOs auf jeden Fall sehr interessant sind:

  • Modul für Local SEO (lokale Suchmaschinenoptimierung)
  • Schnittstelle zur Google Search Console
  • eingebautes Markup für Rich Snippets bzw. für die Verwendung strukturierter Daten
  • Monitoring für 404-Fehler
  • Möglichkeit, Beiträge auf bis zu 5 Fokus-Keywords gleichzeitig zu optimieren

3. The SEO Framework

The SEO Framework ist ein SEO-Plugin, das sich mehr an erfahrene SEOs richtet. Das Plugin ist sehr „leicht“, weil die Grundversion nur die wichtigsten Funktionen liefert. Es gibt eine ganze Reihe von kostenlosen Erweiterungen. Für Funktionen wie Local SEO sind Premium-Erweiterungen notwendig.

Da das SEO Framework auf eine Menge der Basis-SEO-Funktionen, die Yoast und Rank Math bieten, verzichtet, braucht das Plugin weniger Ressourcen, wodurch sich die Performance der Seite verbessert. Das ist für kleinere Webseiten unwichtig, aber WordPress-Seiten mit mehreren hundert Unterseiten profitieren enorm von diesem Ressourcengewinn.

Fazit zum SEO-Plugin: Mit Yoast oder Rank Math kannst du als Einsteiger*in in WordPress SEO definitiv nichts falsch machen. Falls du mehr Informationen brauchst: Kinsta hat eine sehr ausführliche Übersicht über 9 gängige SEO-Plugins für WordPress zusammengestellt.

Plugins für eine bessere Performance

Neben dem SEO-Plugin gibt es noch ein paar Erweiterungen, die für die optimale Performance deiner Seite bei Google & Co. sorgen. Diese betreffen u.a. die Ladezeit, die Auslieferung der Medien (z.B. Bilder) und die „Crawlbarkeit“ der Webseite. Dies alles Faktoren, die im Rahmen der sog. Technischen Suchmaschinenoptimierung oder Technical SEO eine wichtige Rolle spielen.

Für die optimale Performance gibt es nicht DAS eine Setup, das für jede Seite funktioniert. Am besten ist es, du informierst dich selbst und probierst ein paar verschiedene Plugins aus (die meisten Performance-Plugins sind kostenlos). Tipp: Auf Blogmoojo.de gibt es einen sehr guten und übersichtlichen Artikel über die besten Performance-Plugins für WordPress.

WordPress SEO Basics – step by step

WordPress SEO endet nicht mit der Installation des SEO-Plugins. Einige Faktoren, wie z.B. der Domain-Name und die SSL-Verschlüsselung, sind sogar vollkommen unabhängig vom SEO-Plugin, beeinflussen aber trotzdem die Performance deiner Seite. Wir schauen uns Schritt für Schritt die Basis-Einstellungen an, die du für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung deiner WordPress-Seite auf jeden Fall vornehmen solltest.

www-Domäne oder nicht?

Was ist aus SEO-Sicht eigentlich besser: www oder nicht www? Tatsächlich ist es den Suchmaschinen völlig wurscht, ob deiner Domäne ein www vorangestellt ist oder nicht. Wichtig ist aber, dass du eine Entscheidung triffst und dann auch dabei bleibst. Einfach irgendwann wechseln produziert jede Menge 404-Fehler, wenn du nicht sofort die nötigen Weiterleitungen einrichtest. Und selbst dann riskierst du noch einen Sichtbarkeits- und Trafficverlust.

Für www spricht natürlich, dass der User daran gewöhnt ist. Und es ist wichtiger Teil einer guten User Experience, dass Erwartungshaltungen erfüllt werden – selbst bei vermeintlichen Kleinigkeiten. Du bist noch unsicher? Dann lege ich dir diesen Artikel ans Herz.

SSL und HTTPS

Google hat schon 2014 bestätigt, dass HTTPS ein Rankingfaktor ist. Seit 2021 ist das SSL-Zertifikat nun tatsächlich für jede Webseite Pflicht. Das bedeutet, dass Chrome jene Seiten, die nicht durch SSL bzw. TLS verschlüsselt sind, als „nicht sicher“ kennzeichnet. Und nicht sichere Webseiten werden von Nutzern in den SERPs nachweislich seltener angeklickt als sichere Webseiten. Allerdings ist aus SEO-Sicht nicht jedes SSL-Zertifikat gleich gut. Und manche Zertifikate erkennt Google tatsächlich nicht einmal an.

Wie du ein SSL-Zertifikat für deine Webseite einrichtest, erfährst du in diesem sehr ausführlichen Beitrag von Ryte. Zuvor möchte ich dir aber noch das folgende Video von Evergreen Media ans Herz legen, in dem Geschäftsführer Alexander Rus erklärt, worauf du bei der Auswahl des SSL-Zertifikat aus SEO-Sicht achten musst:

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Website für Suchmaschinen freigeben

WordPress-Websites bieten die Möglichkeit, Suchmaschinen auszusperren. Und das ist auch sehr wichtig, denn du möchtest auf keinen Fall, dass Google, Bing, Yahoo! und Co. von Anfang an alles sehen.

Denk an den berühmten ersten Eindruck! Wenn du beim Essen permanent rülpst, den Wein verschüttest und so chaotisch futterst, dass deinem Date der Rucola ins Gesicht fliegt, wirst du arge Probleme haben, sie oder ihn zu einem zweiten Date zu überreden. Mit deiner Webseite ist es ähnlich.

Solange deine Struktur noch nicht endgültig feststeht, du noch häufig URLs veränderst oder Inhalte zwischen dem Seiten- und dem Beitrags-Bereich hin und herschiebst, solltest du die Suchmaschinen ausgesperrt lassen. Warte lieber, bis dein Setup steht und deine Landingpages inklusive CTAs für die Conversion-Möglichkeit fertig sind.

Wie gebe ich die Seite für Suchmaschinen frei?

Erst, wenn du den Suchmaschinen Zugriff gewährst, können Google & Co. deine Webseite crawlen, indexieren und für deine relevanten Keywords ranken. Wenn du soweit bist, gehst du zu Einstellungen > Lesen und entfernst das Häkchen bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren„:

Screenshot von WordPress zum Entfernen der robots.txt-Datei.
Zu erfolgreichem WordPress SEO gehört auch, deine Website zum richtigen Zeitpunkt für Google freizugeben.

Solange du an dieser Stelle ein Häkchen gesetzt hast, sperrt WordPress Suchmaschinen über robots.txt aus. Du musst das Häkchen also entfernen, wenn du möchtest, dass Google & Co. deine Website crawlen und deine Inhalte in ihren Index aufnehmen können.

Vergiss Subdomains!

Über Subdomains sprechen wir jetzt nur, damit du es mal gehört hast. WordPress bietet die Möglichkeit, deine Inhalte entweder über Verzeichnisse zu organisieren oder über Subdomains. Subdomains sind quasi eigenständige Untereinheiten einer Domäne, die eingesetzt werden, um Inhalte besser strukturieren zu können. Das macht aber nur Sinn, wenn man die Inhalte wirklich trennen MUSS.

Ein klassisches Beispiel wäre ein großes Unternehmen mit mehreren Standorten, wo die jeweilige Subdomain gezielt Informationen zu einem bestimmten Standort liefert (mehr Informationen über Subdomains aus SEO-Sicht). Für die meisten KMUs und Solo-Selbstständigen ist die Arbeit mit normalen Verzeichnissen vollkommen ausreichend. Möchtest du auf deiner Seite z.B. einen Webshop integrieren, kannst du dies ohne Probleme über ein Verzeichnis lösen:

Verzeichnis: deinewebseite.com/shop/

Zum Vergleich die Subdomain: shop.deinewebseite.com

Permalink-Struktur festlegen

Der Permalink ist der Link, unter dem eine Seite, z.B. ein Blogeintrag, dauerhaft zu erreichen ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie WordPress Permalinks generieren kann. Du stellst deine präferierte Variante im Backend unter Einstellungen > Permalinks ein. Die aus SEO-Sicht beste Variante, insbesondere für Neulinge des WordPress SEO, ist die vorletzte Struktur. Hier hast du die meiste Flexibilität:

Screenshot vom WordPress-Backend, der die Einstellungen der Permalink-Struktur zeigt. WordPress SEO.
WordPress erzeugt die Permalinks automatisch, aber du kannst im Backend festlegen, nach welcher Struktur sie erzeugt werden sollen.

Wenn du diese Einstellung vorgenommen hast, nimmt WordPress automatisch die H1 deiner Seite oder deines Beitrags und erzeugt daraus den Permalink:

Screenshot eines SEO-Plugins in WordPress, das den Permalink erzeugt.
WordPress erzeugt den Permalink automatisch, aber du kannst (und solltest) ihn jeweils anpassen.

Je nachdem, wie lang deine H1 ist, kann auch die URL extrem lang werden, was aus SEO-Sicht nicht optimal ist. Du kannst die URL aber jeweils anpassen. Die Richtlinien für Google-freundliche URLs habe ich dir unten zusammengeschrieben. Bearbeitet sieht das Ganze dann z.B. so aus:

Screenshot eines SEO-Plugins in WordPress, auf dem zu sehen ist, wie man den Permalink bearbeitet.
Je kürzer und aussagekräftiger eine URL ist, desto besser gefällt sie sowohl dem User als auch Google.

URLs richtig benennen

Google liebt kurze, prägnante URLs. Wichtig ist, dass du deine URLs so benennst, dass sie das Thema deiner Seite widerspiegeln. Gewinnt der Leser/die Leserin anhand der URL bereits einen Eindruck davon, worum es auf der Seite geht? Wenn nicht: Ändere es! URLs sollten

  • so kurz wie möglich und so lang wie nötig sein.
  • keine UmlauteSonderzeichen oder Füllwörter (und, der, die etc.) enthalten.
  • ausschließlich Wörter in Kleinschreibung enthalten.
  • keine Leerzeichen, sondern ein „-“ zwischen den einzelnen Wörtern haben.
  • das jeweilige Fokus-Keyword enthalten, aber
  • ohne Keyword-Stuffing auskommen.

Profi-Tipp: Verwende in deinen URLs KEINE Eltern! Diese machen dir nachträgliche Änderungen nämlich nur unnötig schwer. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Search Console einrichten

Das Einrichten der Google Search Console ist streng genommen zwar kein Teil von WordPress SEO, aber wenn es dir darum geht, organische Reichweite aufzubauen und die Sichtbarkeit deiner Seite strategisch auszubauen, gibt es (aus meiner Sicht) kaum ein wichtigeres Tool als die Search Console. Die SC zeigt dir exakt, wie viele Zugriffe deine Webseite für welche Keywords über Google generiert.

Mit ein bisschen Übung kannst du diese Daten verwenden, um gezielte OnPage-Optimierungsmaßnahmen durchzuführen. Lunapark hat einen sehr guten Artikel darüber veröffentlicht, wie man die Google Search Console einrichtet.

WordPress-Seite für SEO strukturieren

Google bevorzugt Seiten, die so einfach wie möglich und so komplex wie nötig sind. Du solltest also darauf achten, eine logische Struktur mit einer sinnvollen Hierarchie aufzubauen, damit Google und andere Suchmaschine sie problemlos crawlen können. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von der sog. Website-Architektur, die ein wichtiger Bestandteil von WordPress SEO ist.

Seiten und Beiträge

Zu einer SEO-freundlichen Struktur gehört, dass du das richtige Format für deine Inhalte wählst. WordPress bietet dir out-of-the-box zwei Formattypen: Seiten und Beiträge. Landingpage-Content, der z.B. deine Dienstleistungen beschreibt, solltest du im „Seiten“-Format anlegen. Das „Beitrags“-Format ist dem SEO-Content vorbehalten, mit dem du später deine Reichweite aufbauen wirst.

Eine Seite kannst du z.B. als Startseite setzen (Stichwort „statische Seite“), dafür kannst du in den Beiträgen mit Kategorien und Tags arbeiten. Mehr Informationen über die Unterschiede zwischen Seiten und Beiträgen in WordPress findest du in diesem Artikel von Elbnetz.com.

Kategorien und Tags in WordPress

Die Kategorien helfen dir dabei, deinen Blog/Ratgeber zu strukturieren. Deinen Leser*innen helfen sie, sich besser in deinem Ratgeber zurechtzufinden und schneller zu den Beiträgen zu gelangen, die für sie interessant sind. In meinem Blog z.B. geht es allgemein um Suchmaschinenoptimierung. Im Speziellen habe ich drei Themen, in die sich jeder meiner Artikel einordnen lässt:
(1) SEO lernen (2) Online sichtbar werden (3) Copywriting lernen

Tags, auch Schlagwörter genannt, können dir dabei helfen, bestimmte Blogartikel untereinander zu verbinden, wenn sie z.B. eine ähnliche Thematik behandeln. Die Tags, die ich für den Beitrag angelegt habe, den du gerade liest, sind z.B. die folgenden:

Screenshot der gesetzten Tags im Backend von WordPress.
Mit Tags kannst du bestimmte wichtige Faktoren deiner Beiträge hervorheben.

Tags sind, anders als die Kategorien, nicht hierarchisch. Während du theoretisch Unterkategorien anlegen kannst, kannst du keine „Unter-Tags“ anlegen.

Profi-Tipp: Achtung! WordPress erstellt sowohl für Tags als auch für Kategorien automatisch URLs, die von Google gecrawlt und indexiert werden. Da diese URLs in der Regel aber keinen Content enthalten, stuft Google sie als Thin Content ein. Um dies zu vermeiden, kannst du Kategorien und Tags über dein SEO-Plugin auf noindex,nofollow setzen (dazu unten mehr).

Breadcrumbs

Ein sog. Breadcrumb-Menü, ach Breadcrum Trail genannt, ist eine Art Orientierungshilfe für den User. Es zeigt ihm an, an welcher Stelle der Navigation er sich gerade befindet. Breadcrumbs platziert man entweder oben oder unten auf der Seite. Sie ermöglichen es dem User, zur vorherigen Seite zurückzukehren, ohne dafür den “Zurück-Button” benutzen zu müssen. Bei einem meiner Kunden aus dem Software-Bereich sieht das Ganze z.B. so aus:

Screenshot eines Breadcrumbs-Menüs auf einer Kundenwebseite.
Breadcrumbs können dabei helfen, den User*innen die Navigation auf der Webseite zu erleichtern.

Breadcrumbs erleichtern nicht nur dem User das Navigieren, sondern auch Google das Crawlen. Allerdings sind sie bei kleinen, schlank aufgesetzten Webseiten normalerweise nicht notwendig. Webseiten, auf denen sehr viel Inhalt hierarchisch organisiert ist, profitieren aber durchaus von dieser zusätzlichen Orientierungshilfe.

Noindex, nofollow (robots.txt)

Mithilfe der robots.txt-Datei sagt WordPress den Suchmaschinen, wie sie sich in der Domäne verhalten sollen. Das bedeutet, du kannst mithilfe dieser Datei, die du über dein SEO-Plugin einstellst, z.B. einzelne Seiten von der Indexierung ausschließen, indem du sie auf noindex setzt. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit nofollow.

noindex: Dem Bot wird verboten, diese Seite in den Index aufzunehmen.
nofollow: Dem Bot wird verboten, den Links, die auf dieser Seite gesetzt sind, zu folgen.

Diese Möglichkeit ist wichtig, weil du so z.B. Duplicate Content vermeiden kannst. Wenn du z.B. mehrere Seiten mit sehr ähnlichen Inhalten hast, solltest du nur eine davon indexieren lassen. In diesem Fall würdest du die anderen Seiten auf noindex, aber follow setzen, damit der Bot trotzdem die Möglichkeit hat, allen Links auf der nicht-indexierten Seite zu folgen. Das sähe im Yoast Plugin dann so aus:

Screenshot, auf dem zu sehen ist, wie man einen Text auf noindex setzt und vom Crawling ausschließt.
Noindex, aber dofollow: Gängig bei Seiten, die keinen SEO-Mehrwert oder ein Risiko von Duplicate Content haben.

WordPress: Content für SEO optimieren

An dieser Stelle haben wir den „technischen Unterbau“ für erfolgreiches WordPress SEO abgeschlossen und widmen uns nun dem Herzstück der OnPage-Optimierung: dem Content. Ohne guten und professionell optimierten Content hast du keine Chance, deine Wettbewerber dauerhaft von den Spitzenpositionen zu verdrängen.

Finde deine relevanten Keywords

Du betreibst WordPress SEO, damit deine Webseite bei Google & Co. die besten Rankings für deine relevanten Keywords erreicht. Dafür musst du natürlich erst einmal herausfinden, welche Keywords das eigentlich sind: Wer ist deine Zielgruppe und wie sucht deine Zielgruppe online nach deiner Dienstleistung und/oder deinen Produkten? Um diese Fragen zu beantworten, musst du zunächst eine sorgfältige Keyword-Recherche durchführen.

Keywords korrekt klassifizieren

Wenn du die Keyword-Recherche abgeschlossen und eine Liste mit deinen relevanten Keywords erstellt hast, musst du zunächst einmal überprüfen, ob die Suchanfragen, die du ausgewählt hast, sich auch als Fokus-Keywords eignen. Diese musst du nämlich definieren, weil du jede Seite und jeden Beitrag auf deiner Website nur für EIN Fokus-Keyword optimieren solltest (Stichwort Duplicate Content).

Anschließend klassifizierst du deine Keywords, denn nicht jedes Fokus-Keyword eignet sich für einen Blogbeitrag. Alternative Formate sind die Seiten und das Format „Glossar“ oder „Wiki“, wofür du ein entsprechendes Plugin installieren musst.

Die Frage, in welchem Format du welchen Content präsentierst, sollte Teil deiner Content-Strategie sein. Josefa Niedermaier von Evergreen Media hat dazu einen sehr ausführlichen, großartig recherchierten Artikel geschrieben, den ich dir sehr ans Herz lege.

SEO-Content schreiben

Wie zum Teufel schreibt man denn nun einen richtig guten SEO-Text? Diese Frage kann ich unmöglich in ein paar Absätzen beantworten. Aus diesem Grunde empfehle ich dir meine Step-by-step-Anleitung zum SEO-Texten. Und wenn du in Sachen Content Creation so richtig den Vogel abschießen willst, dann solltest du dich außerdem mit dem Skyscraper-Prinzip vertraut machen. 😀

Wenn deine Webseite schnell Reichweite aufbauen soll und du schnell Leads über Google genieren willst, solltest du darüber nachdenken, professionellen SEO-Content zu kaufen.

Keywords richtig eintragen

SEO-Texte müssen nicht nur sehr gut geschrieben sein, sondern es geht auch darum, deine Keywords an strategisch wichtigen Positionen zu platzieren (z.B. in den Zwischenüberschriften H1-H6, im SEO-Title, in Bildunterschriften usw.), um Google die richtigen Signale zu senden.

Das YOAST-Plugin bzw. Rank Math hilft dir dabei, indem du in der SEO-Analyse unten auf der Seite immer nachschauen kannst, wie gut deine Keyword-Abdeckung bereits ist. Für den Artikel, den du gerade liest, sieht das z.B. so aus (SEO-Analyse von Yoast Premium):

Screenshot der SEO-Analyse von Yoast SEO Premium.
Dein SEO-Plugin für WordPress gibt dir einen Hinweis, wenn du dein Keyword nicht an allen wichtigen Stellen eingetragen hast.

Ich habe einen Artikel mit einer ausführlichen Anleitung und vielen Screenshots geschrieben, in dem du nachlesen kannst, wo genau du deine WordPress Keywords eintragen musst, um bei Google & Co. die besten Ergebnisse zu erzielen. Diese Anleitung gilt sowohl für das Beitrags- als auch für das Seiten- und das Glossar/Wiki-Format. In dem Artikel lernst du unter anderem, wie du

  • SEO-Titel und die Meta Description für Google optimierst (daraus setzt sich das Snippet zusammen, das später in den SERPs, den Suchergebnisseiten, ausgespielt wird). Zeig’s mir!
  • Bilder benennen und Bildunterschriften schreiben solltest (Bilder SEO). Zeig’s mir!
  • deine Keywords in Überschriften (H1), Zwischenüberschriften (H2-H6), im Fließtext, im Permalink (URL) und im Teaser einsetzen solltest.

Linkstruktur aufbauen

Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen sind Links zu anderen Beiträgen auf deiner WordPress-Seite. Die interne Linkstruktur ist sehr wichtig, weil du Google dadurch nicht nur mitteilen kannst, welche Beiträge besonders wichtig sind (Stichwort Cornerstone-Content), sondern du bietest damit auch einen deutlichen Mehrwert für den Leser/die Leserin. Das wiederum führt zu einer längeren Verweildauer auf deiner Seite und das wirkt sich positiv auf dein Google-Ranking aus. Mehr Informationen über den Aufbau der internen Linkstruktur findest du in diesem Artikel.

Externe Verlinkungen

Keine Angst vor fremden Inhalten! Externe Links sind Links, die von deiner Webseite auf eine andere Website führen. Solche Links setzt du z.B., um deinen Leser*innen weiterführende Informationen anzubieten, die in deinem eigenen Artikel den Rahmen sprengen würden.

Manche Webmaster setzen externe Links konsequent auf nofollow, weil sie vermeiden wollen, dass die Bots die externe Webseite crawlen und bewerten. Mit anderen Worten: Weil sie der externen Webseite den Linkjuice und das positive PageRank-Signal nicht gönnen. 😉

Ich sehe das so: Wenn eine andere Website so gute Inhalte bietet, dass du sie deinen Leser*innen als zusätzliche Informationsquelle zu Verfügung stellen möchtest, dann solltest du auch so fair sein, dieser Seite einen „echten“ Link (dofollow) zu schenken. Außerdem bewertet Google auch deine eigene Seite besser, wenn du Links zu hochwertigen anderen Seiten bereitstellst.

Unterstützung für WordPress SEO

Du willst einen Blog aufbauen oder deine Webseite als Sales-Channel nutzen? Ich unterstütze dich gerne dabei, von Anfang an alles mit SEO-Fokus einzurichten! Falls deine WordPress-Seite schon fertig ist und über Google & Co. nicht gut genug gefunden wird, unterstütze ich dich gerne im Rahmen eines Performance-Projektes und überarbeite deine Inhalte für eine optimale Sichtbarkeit.

Schreib mir einfach eine Nachricht und wir vereinbaren einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch. Gemeinsam bringen wir deine Webseite nach ganz oben!

Brauchst du SEO-Hilfe?

Keine Angst vor Sichtbarkeit, du hast sie dir verdient!
Select SEO

WordPress SEO – Zusammenfassung

WordPress gilt grundsätzlich als sehr SEO-freundliches CMS. Trotzdem bringt dich deine WordPress-Seite alleine nicht an die Spitze der SERPs. Wer seine WordPress-Website für Suchmaschinen optimieren will, muss dies bei jedem Schritt berücksichtigen: Von der Auswahl des Hostings und des Themes über die richtigen Plugins und den Aufbau der Seitennavigation bis hin zur SEO-Optimierung des Contents.

Selbst Kleinigkeiten wie die Optimierung der Bilder bzw. die Benennung der Bilder zählen zu WordPress SEO. Mit anderen Worten: Die Optimierung einer WordPress-Seite für Google & Co. ist ein großes Projekt, das mehrere Wochen und manchmal sogar Monate dauern kann. Aber er lohnt sich, wenn du nachhaltig Traffic und Leads generieren willst.

Zusammenfassende Grafik für einen Artikel über WordPress SEO Checkliste.
WordPress SEO ist ein langer, manchmal mühevoller Weg. Aber er lohnt sich, wenn du nachhaltig Traffic und Leads generieren willst.

Alexa, welcher Friseur hat gerade geöffnet? Siri, gibt es ein persisches Restaurant in meiner Nähe? Laut dem Digital 2020 Global Digital Overview verwendet mittlerweile jeder dritte Internetnutzer weltweit Sprachschnittstellen auf dem Mobiltelefon, um Suchanfragen abzusetzen. Unternehmer, die in diesem Trend nicht untergehen wollen, müssen ihre Marketingstrategie entsprechend anpassen. Wir schauen uns an, wie Voice Search SEO funktioniert. Wenig Zeit? Hier geht’s zur Zusammenfassung!

Inhaltsverzeichnis

Voice Search SEO – 6 Tipps für bessere Rankings

Sprachsuche verschärft den Konkurrenzdruck

Es gibt einen weiteren Grund, warum Unternehmen und selbstständige Dienstleister ihre Webseite dringend für Sprachsuche optimieren müssen: Während die Sprachsuche am Handy oder Tablet nach wie vor eine Liste der besten Ergebnisse (SERPs) zu Tage fördert, unter denen der User auswählen kann, hat die Sprachausgabe eines digitalen Assistenten wie Amazon Echo es ausschließlich auf das beste, d.h. das erste Ergebnis abgesehen. Der Assistent liest dir also nur jenes Ergebnis vor, das die Suchmaschine auf Platz 1 ausgespielt hat. Alle anderen verlieren.

Bild von Businessmännern auf Leitern, von denen einer den besten Platz hat. Sinnbildlich für Voice Search Optimierung.
Um die Sprachsuche zu gewinnen, hast du nur einen einzigen Versuch! Wer nicht Platz 1 erreicht, verliert.

(1) Konzentrieren Sie sich auf den richtigen Sprachassistenten

Laut einer Semrush-Studie nehmen Google Assistant, Siri und Alexa derzeit vergleichbare Marktanteile ein. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass Sie Voice Search SEO für jene Geräte und Sprachassistenten betreiben, die Ihre Zielgruppe überwiegend verwendet. Je nach Gerät kann im Hintergrund nämlich die eine oder die andere Suchmaschine angesprochen werden.

Der Google Assistant und Siri nutzen beide Google (Siri erst seit 2017), während Amazons Alexa Bing als Suchmaschine verwendet. Google und Bing haben allerdings stark unterschiedliche Suchalgorithmen. Die Optimierung für die eine Maschine muss also nicht zwingend auch gute Ergebnisse für die andere Maschine liefern.

Wenn Sie einen Webshop betreiben, bietet sich eine Optimierung für Alexa an, denn Amazons Echo kann Fragen zu Produkten treffender beantworten als andere Sprachassistenten. Bekommen Sie viel Traffic über informationelle Suchanfragen herein, dann sind Sie mit einer Optimierung für Siri und Google Assistant besser beraten.

(2) Optimieren Sie Ihre Website für lokale Suchanfragen

Voice Search wird überdurchschnittlich häufig für die Suche nach lokalen Unternehmen verwendet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Semrush über die Suchalgorithmen verschiedener digitaler Sprachassistenten. Laut Studienergebnissen nutzen fast 60 Prozent der User, die die Sprachsuche verwenden, diese Funktion für die Suche nach lokalen Anbietern. Typische Fragen, die Nutzer über Voice Search absetzen, sind z.B.

„Hey Siri, gibt es einen Blumenladen in der Nähe, der gerade geöffnet hat?“
„Ok Google, wo ist das nächste Running Sushi in meiner Nähe?“
„Alexa, welches ist die günstigste Reinigung in meiner Nähe?“

Voice Search Optimierung über Local SEO

Viele der Maßnahmen, die im Rahmen der lokalen Suchmaschinenoptimierung (Local SEO) wichtig sind, lassen sich auch für die Voice Search Optimierung nutzen. Dies betrifft z.B. das Nutzen von Branchenportalen und die Relevanz von Bewertungsplattformen wie Yelp oder TripAdvisor. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der Google-My-Business- oder GMB-Eintrag.

Google my Business ist ein riesiges Branchenverzeichnis, das seine Informationen aus diversen anderen Verzeichnissen zieht. Unternehmen landen zwar automatisch im Index, aber solange diese Unternehmen ihre Einträge nicht verifizieren, können sie sie auch nicht bearbeiten oder optimieren.

Wie Sie Ihren GMB-Eintrag verifizieren und für die lokale Suche optimieren können, erfahren Sie im Artikel Google My Business – lokal besser gefunden werden.

(3) Nutzen Sie Branchenportale

Die Sprachassistenten bedienen sich bei Partnern wie Wikipedia, GMB oder größeren Branchenverzeichnissen, weil diese die wichtigen Daten übersichtlich und schnell zur Verfügung stellen. Voice Search Optimierung bedeutet also u.a., dafür zu sorgen, dass Ihre Unternehmensdaten überall aktuell und vollständig auffindbar sind. Bei vielen Unternehmen fehlen z.B. die Öffnungszeiten oder die Ortsangaben. Das bedeutet, dass diese Anbieter bei typischen lokalen Sprachsuchen keine Chance haben, als bestes Ergebnis ausgespielt zu werden:

Ok Google! Welches Nagelstudio in meiner Nähe hat am Montag geöffnet?“
„Siri, welcher Friseur im 23. Bezirk ist auf Blondierungen spezialisiert?“
„Alexa, wo kann ich für kommendes Wochenende ein veganes Catering bestellen?

All dies sind Suchanfragen, für die die Suchmaschine verschiedene Datenbänke durchsucht und dem User lokal personalisierte Suchergebnisse ausspielt. Um in diesen Suchergebnissen präsent zu sein, müssen Anbieter ihre aktuellen Daten nicht nur auf der Webseite bereitstellen, sondern auch dafür sorgen, dass sie in allen relevanten Branchenverzeichnissen wie

  • Google My Business,
  • Gelbe Seiten (Deutschland),
  • HEROLD.at (Österreich),
  • Bing, Yelp oder TripAdvisor präsent sind.

(4) Die richtigen Keywords für Sprachsuche recherchieren

Wie wir schon gesehen haben, verwenden die User in der Sprachsuche andere Suchbegriffe als in der traditionellen Suche. Das bedeutet, dass sich auch die Keyword-Recherche verändert. Sie sollten sich also weniger auf einzelne Schlagwörter konzentrieren, sondern eher

  • auf Longtail-Keywords setzen: Longtail-Keywords sind viel näher an der natürlichen Sprache als traditionelle Short- oder Midtail-Keywords. Sie bestehen aus mehreren Wörtern (meistens zwischen drei und fünf).
  • in Frageform denken: Da die meisten Sprachsuchen Fragen sind, sind Fragepronomen (wie, was, wann, warum, wo usw.) wichtig.
  • einen Konversationsstil nachahmen: Scheuen Sie sich nicht, „Füllwörter“ zu verwenden. Sie verleihen ihren Keywords den natürlichen Stil, den sie für die Voice Search Optimierung brauchen.

SEO-Tools wie Answerthepublic, der Keyword Shitter oder das W-Fragen-Tool können Ihnen bei der Suche nach diesen Voice-Search-tauglichen Keywords behilflich sein.

(5) Strukturieren Sie Fragen und Antworten

Die Sprachsuche ist eine Unterhaltung zwischen Nutzer und Sprachassistent. Der Nutzer stellt eine Frage, der Assistent scannt alle Inhalte im Index, wählt die beste Antwort aus und präsentiert sie entweder in Form einer Suchergebnisliste (SERPs) oder er liest sie direkt vor. Dabei bevorzugt er Ergebnisse, die informativ, aber nicht kompliziert sind. Schnörkellose Satzstrukturen und klare Angaben haben ganz klar den Vorzug gegenüber Schachtelsätzen und vielen Fremdwörtern.

Unternehmen stehen also vor der Herausforderung, einerseits mehr Informationen zur Verfügung zu stellen, aus denen sich der Sprachassistent bedienen kann, aber andererseits vollkommen klare Aussagen zu formulieren.

Außerdem ist es wichtig, dass Ihre Website-Texte die Regeln des Natural Language Processing (kurz: NLP) berücksichtigen. Webseiteninhaber, die selbst keine SEOs sind, sollten sich für diese Aufgabe professionelle Hilfe sichern.

Arbeiten Sie mit strukturierten Daten

Sie können den Sprachassistenten dabei helfen, Fragen und Antworten auf Ihrer Website besser zu erkennen. Das Zauberwort lautet „Strukturierte Daten“ bzw. Schema Markup und es kommt aus dem Machine Learning. SEO-Profis nutzen Strukturierte Daten, um der Suchmaschine zusätzliche Informationen über den Content mitzuteilen, die für den Leser unsichtbar sind. Diese Informationen können z.B. sein: Hey Suchmaschine,

… dieser Absatz sind die Kontaktdaten meines Unternehmens!
… hier stehen eine Frage und die passende Antwort dazu!
… dieser Content enthält eine Produktbeschreibung!

Die Suchmaschinen nutzen diese Zusatzinformationen u.a., um den Usern in den SERPs Featured Snippets anzuzeigen. Sie helfen Google, Bing & Co. aber auch dabei, zu erkennen, welcher Content als Antwort auf eine Sprachsuche qualifiziert ist, und welcher nicht. Wie Sie Schema Markups einsetzen, erfahren Sie in diesem Artikel

Voice Search liebt Featured Content

Google und die anderen Suchmaschinen bedienen sich in erster Linie am sog. Featured Content, um Sprachsuchen zu beantworten. Das ist auch nicht überraschend, denn „Featured Content“ sind jene Snippets in den SERPs, die besonders hervorgehoben werden, weil sie eine direkte Antwort auf die Frage geben. Das beste Beispiel ist das sog. Featured Snippet:

Screenshot eines Beispiel für Featured Content für Voice Search SEO.
Die Optimierung für Featured Content ist ein wichtiger Teil der Voice Search Optimierung.

Die Verwendung von strukturierten Daten steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Google & Co. Inhalte Ihrer Website als Featured Content ausspielen. Da die Suchmaschinen Featured Content hauptsächlich für informationsbasierte Inhalte ausspielen, ist es wichtig, dass Sie diesen Content auf Ihrer Seite anbieten. Eine gute Möglichkeit, informationelle Suchanfragen zu bedienen, ist z.B. ein SEO-fokussierter Unternehmensblog.

(6) Schaffen Sie die technischen Grundlagen für Voice Search SEO

Die meisten für Unternehmer relevanten Sprachsuchen werden mobil, also über das Smartphone, abgesetzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Ihre Webseite in der mobilen Suche ausgezeichnet performt. Schlechte mobile Rankings reduzieren die Chance, als bestes Ergebnis einer Sprachsuche ausgespielt zu werden, dramatisch.

Für ein gutes mobiles Ranking sind die technischen Grundlagen einer Webseite essenziell. Wer seine Webseite fit für Voice Search machen will, sollte sich auf folgende Aspekte der technical-SEO-Checkliste konzentrieren:

  • Page Speed: Suchmaschinen bevorzugen schnell ladende Seiten (PageSpeed Test).
  • Responsive Design: Webseiten, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, haben in Sachen Sprachsuche so gut wie keine Chance (mobile Test).
  • SSL-Zertifikat: Alle Suchmaschinen bevorzugen sichere Webseiten. Seiten ohne SSL-Zertifikat müssen mit schlechteren Rankings rechnen (mehr Informationen).

Voice Search – FAQ

Sprachsuche oder Voice Search beschreibt die Möglichkeit, eine Suchanfrage direkt in ein Gerät mit entsprechender Schnittstelle für Sprachverarbeitung einzusprechen. Der Sprachassistent wandelt die eingesprochene Anfrage in Text um, durchsucht die Suchmaschinen nach der besten Antwort, und liest uns diese Antwort vor. Die beliebtesten Sprachassistenten für die Informationssuche on the Go sind der Google Assistant, Siri oder Cortana am Smartphone. Daheim verlassen wir uns auf Sprachassistenten wie Google Home oder Alexa.

Die entscheidende Veränderung zur herkömmlichen Google-Suche ist, dass wir unsere Fragen jetzt nicht mehr ins Suchfeld eintippen, sondern sie einfach laut aussprechen. Und das verändert auch das Marketing. Genauer: Das Suchmaschinenmarketing (SEO und SEA).

Warum verändert Voice Search das Digitale Marketing?

Dass SEO für Unternehmen essentiell ist, um gute Rankings zu bekommen, ist keine Neuigkeit. Neu ist aber, dass dieser ohnehin schon harte Wettbewerb in Zukunft noch härter wird. Denn Suchanfragen, die via Voice Search gestellt werden, sehen anders aus als Suchanfragen, die wir in die Suchmaske tippen.

Mit anderen Worten: Das Suchverhalten verändert sich. Und das bedeutet, dass sämtliche Marketingmaßnahmen, die auf dem Suchverhalten der Zielgruppe aufbauen, sich ebenfalls verändern müssen. Für Unternehmer bedeutet das Zweierlei:

  1. Die bisherige SEO-Strategie muss an die Herausforderungen der Sprachsuche angepasst werden (Voice Search SEO).
  2. Zukünftig wird es nicht mehr genügen, „irgendwo“ auf Seite Eins zu erscheinen. Sprachassistenten wie Amazon Echo lesen nur ein einziges Ergebnis vor: das Erste.

Wer auf Voice Search SEO verzichtet, verzichtet auf Neukunden.

Wie funktioniert Sprachsuche?

Voice Search ist ein Dialogsystem. Es handelt sich also um ein Computersystem, das speziell dafür konfiguriert wurde, mit einem Menschen in einen Dialog zu treten. Diese muss nicht zwangsweise sprachlich sein, denn Dialogsysteme können auch andere Kommunikationssysteme wie Text oder Gesten verarbeiten. Sie analysieren den semantischen Inhalt und organisieren die Dialogstrategie. Während die Fehlerquote bei der Sprachverarbeitung vor ein paar Jahren noch bei rund 20 Prozent lag, werden Google & Co jetzt immer besser darin, gesprochene Sprache zu verarbeiten (Natural Language Processing).

In vielen Fällen ist es nicht einmal mehr nötig, den Sprachassistenten zu aktivieren: Sobald das jeweilige Gerät den Input empfängt, ermittelt es die Sprache, in der die Frage gestellt wurde, erfasst und analysiert die darin enthaltenen Keywords und gleicht diese Informationen in Sekundenschnelle mit dem Index der jeweils verwendeten Suchmaschine ab. Die Antworten erscheinen dann entweder auf dem Display oder werden im Konversationsstil abgegeben.

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Was unterscheidet Voice Search und traditionelle Suche?

Der größte Unterschied zwischen Sprachsuche und traditioneller Google-Suche sind die verwendeten Keywords bzw. Keyphrasen. Getippte Suchanfragen sind auf’s Wesentliche reduziert, z.B. „Kachelofen Kosten„. Nutzen wir aber einen Sprachassistenten, haben wir Zeit für ganze Sätze: „Alexa, wie teuer ist es, einen Kachelofen ganz neu einbauen zu lassen?“ Der Unterschied ist offensichtlich:

Die Sprachsuche ist

  • ist länger als die getippte Version.
  • besteht aus natürlich und alltäglich gesprochenen Wörtern.
  • ist nicht, wie die getippte Version, auf das Wesentliche reduziert und
  • klingt nach einer echten Konversation.

Mit dem Siegeszug der Sprachsuche verändern sich also die Keywords, für die Ihre Webseite bei Google ranken soll.

Warum alle Sprachsuche lieben

Es gibt noch nicht viele Nutzer, die ausschließlich Sprachsuche verwenden. Aber es gibt kaum noch Nutzer, die nicht hin und wieder Sprachsuche verwenden. Experten sind sicher: Früher oder später wird die Mehrheit jener User, die über Google nach Informationen und/oder Dienstleistern suchen, hierfür Voice Search verwenden. Und aus gutem Grund: Voice Search ist schnell, praktisch und effizient. Wer Sprachsuche verwendet,

  • hat die Hände frei (z.B. zum Autofahren, Kuchen backen oder mitschreiben).
  • kann seine Fragen von überall stellen, ohne eine App öffnen zu müssen.
  • muss nicht überlegen, wie er die Suchanfragen formuliert, sondern kann „frei Schnauze“ reden.
  • spart Zeit (muss nicht tippen).
  • hat häufig ein positiveres Sucherlebnis, weil die Sprachsuche mittlerweile sehr präzise Ergebnisse zutage fördert.

Mobile User bevorzugen Voice Search

Die Sprachsuche ist die natürliche Evolution der mobilen Nutzung. Dank unserer Smartphones können wir von überall online nach Produkten und Dienstleistern suchen. Und dank Voice Search müssen wir dafür jetzt nicht einmal mehr etwas eintippen. In den meisten Branchen liegen die mobilen Suchanfragen heutzutage deutlich vor den Desktop-Suchen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Webseiten für mobile Endgeräte optimiert sind.

In Zukunft werden die Optimierung für mobile Endgeräte und Voice Search SEO kaum noch trennbar sein, denn schon heute kommen gute 50% aller Sprachsuchen von Smartphones (Quelle: BrightLocal).

Voice Search SEO – Zusammenfassung

Die Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor die kosteneffizienteste Marketingstrategie für Unternehmer und Solo-Selbstständige. Das könnte sich allerdings ändern, wenn Sie den neuesten Trend verpassen: Immer mehr Nutzer gehen von der traditionellen Google-Search zur Sprachsuche oder Voice Search über. Da aber sämtliche SEO-Konzepte auf dem Suchverhalten der Nutzer aufbauen, und die Sprachsuche dieses Suchverhalten verändert, müssen auch die SEO-Strategien entsprechend angepasst werden.

Das bedeutet, dass die Inhalte nicht mehr „nur“ den Ansprüchen der Suchmaschinen und der Leser, sondern nun auch den Algorithmen der Sprachassistenten genügen müssen. Anbieter, die auf Voice Search SEO verzichten, werden es in Zukunft nicht mehr schaffen, bei Google & Co. nach oben zu kommen.

Website Voice-Search-fit machen mit Profi

In Sachen Voice Search Optimierung gilt: Je früher Sie einsteigen, desto größer ist Ihr Vorsprung vor der Konkurrenz. Schreiben Sie mir eine Nachricht und wir entwerfen einen Plan, wie wir Ihre Webseite so schnell wie möglich für den unvermeidlichen Siegeszug der Sprachsuche vorbereiten können!

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Noch mehr Marketing-Tipps

Selbstverständlich verändert die Sprachsuche nicht nur SEO, sondern auch die Suchmaschinenwerbung (SEA). Meine Kolleg*innen von thorit.de haben sieben Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre SEA-Kampagnen für Voice Search optimieren können. In diesem Zusammenhang interessieren Sie vielleicht auch folgende Beiträge:

SEO vs. SEA: Was ist besser, wie hängen sie zusammen?

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Höher! Besser! So schaffst du den besten Content deines Lebens

Dass es „nur“ guten Content braucht, um bei Google nach oben zu kommen, ist ein fataler Irrtum. Fatal, weil viele Unternehmen deshalb glauben, Content Marketing „funktioniere für sie nicht“. Dabei haben sie schlicht und ergreifend vergessen, die technischen Grundlagen für eine optimale Content-Performance zu schaffen. Wir schauen uns an, warum die technische Suchmaschinenoptimierung so wichtig ist, und wie technisches SEO funktioniert. Anschließend gebe ich dir eine Technical-SEO-Checkliste an die Hand, mit der du deine Webseite fit machen kannst. (Ungeduldig? Hier geht’s direkt zur Checkliste.)

Inhaltsverzeichnis

Technisches SEO – was ist das?

Technisches SEO, technical SEO oder technische Suchmaschinenoptimierung ist jener Bereich der OnPage-Optimierungen, bei dem es NICHT um Content geht. Technical SEO schafft sozusagen die technische Infrastruktur für alle weiteren OnPage-Maßnahmen, indem sie die Voraussetzungen dafür schafft, dass Suchmaschinen wie Google, Bing und Duckduckgo den Content problemlos lesen und entsprechend schnell indexieren können.

Du kannst dir das technische SEO wie den Estrich beim Hausbau vorstellen:

Sie sorgt für ein stabiles Fundament und schafft die Basis für den weiteren Fußboden- bzw. Websiteaufbau. Ohne den Estrich bekommt dein Haus früher oder später Probleme mit der Statik – und deine Webseite mit dem Google-Ranking.

WICHTIG! Du kannst noch so gute SEO-Texte kaufen – solange deine Webseite technisch nicht für Suchmaschinen optimiert ist, KANN dein SEO-Content keine optimale Performance liefern! Professionelle SEO-Texter:innen bzw. eine seriöse Agentur weist dich auf diesen Umstand hin.

Warum ist technisches SEO notwendig?

Dank Homepage-Baukästen, Content Management Systemen und günstigem Webspace kann sich heute jeder eine attraktive Webseite basteln, ohne die geringsten Programmierkenntnisse zu besitzen. Diese neue Freiheit kommt jedoch mit Konsequenzen: Um das Webdesign für jedermann und jederfrau zugänglich zu machen, passiert alles nur auf der Oberfläche.

Wir suchen uns alle Elemente per Drag & Drop aus und gestalten unsere Homepage nach unseren persönlichen Vorlieben. Was unterhalb unserer Benutzeroberfläche passiert, wissen wir nicht.

Sofern beim Bau der Website also kein Webdesign- und/oder SEO-Spezialist involviert ist, entwickeln sich unter der Oberfläche häufig Strukturen und Codes, die das Crawling der Webseite erschweren und im schlimmsten Fall sogar Fehler beim Laden der Seite verursachen. Google bestraft Webseiten mit solchen Problemen seit dem Core-Web-Vitals-Update im Juni 2021 mit schlechteren Rankings.

Page Experience ist ein neuer Rankingfaktor

Google hat nie bestritten, dass die technischen Komponenten einer Webseite (Ladezeit, SSL-Zertifikat, URL-Struktur usw.) Einfluss darauf haben, wie die Seite bewertet wird. Seit Juni 2021 gelten die Core Web Vitals nun aber offiziell als Rankingfaktoren und beeinflussen, wie der Google-Algorithmus Ergebnisse in den SERPs ausspielt. Google fasst die Core Web Vitals, gemeinsam mit HTTPS-Nutzung, Safe Browsing und Mobile-Friendliness, nun unter dem Ranking-Faktor Page Experience zusammen.

Ob eine Website die Core-Web-Vitals erfüllt oder nicht, soll künftig allerdings nicht nur Einfluss auf das Ranking haben. Google plant darüber hinaus, Webseiten, die die Kriterien erfüllen, in den SERPs zu kennzeichnen und hervorzuheben:

Visual indicators on the results are another way to do the same, and we are working on one that identifies pages that have met all of the page experience criteria. 

Technische Suchmaschinenoptimierung – To Dos

Von ungenutzten Meta-Daten über den falschen Umgang mit Bildern und anderen Medien bis hin zu 404er-Fehlern aufgrund fehlender Weiterleitungen: Es gibt viele Gründe, warum eine Webseite trotz gutem Content einfach nicht an die Google-Spitze klettert. Als Spezialistin für Conversion-Content und Suchmaschinenoptimierung ist es meine Aufgabe, dieser Fehlerquellen ausfindig zu machen und zu beseitigen.

Denn eine Content-Marketing-Strategie kann nur dann erfolgreich sein, wenn die technischen Voraussetzungen passen. Anderenfalls kann es passieren, dass Google eine Webseite einfach nicht findet. Folgende Maßnahmen sind im Rahmen des technischen SEOs wichtig.

(1) Core Web Vitals optimieren

Die Core Web Vitals – so nennt Google eine Reihe von Metriken, die die User Experience einer Seite messbar machen sollen. Da es sich bei diesen Werten ausschließlich um technische Performance-Daten handelt, fällt ihre Verbesserung in den Aufgabenbereich der technischen Suchmaschinenoptimierung.

Ansehen kannst du dir die Core Web Vitals deiner Webseite über die Google Search Console. Falls die Search Console noch über zu wenig Daten verfügt, weil deine Seite sich z.B. noch im Aufbau befindet, kannst du die Daten auch über Tools wie die Google PageSpeed Insights abfragen.

Um eine Aussage über die Userfreundlichkeit einer Webseite treffen zu können, zieht Google die folgenden drei Messwerte heran:

Largest Contentful Paint (LCP)

Das erste Core Web Vital misst, wie lange es dauert, bis der Hauptcontent der Webseite für den Nutzer im Browser sichtbar wird. Gemessen wir in Sekunden. Ein guter Wert ist, wenn der Hauptcontent innerhalb von weniger als 2,5 Sekunden sichtbar ist. Bis zu 4 Sekunden gilt als verbesserungswürdig, ab 4 Sekunden bewertet Google als „schlecht“.

Du kannst dir die Web Vitals sowohl für die Desktop- als auch für die mobile Variante deiner Seite anzeigen lassen. Meine Webseite ist aktuell noch sehr jung, weshalb ich mir die Core Web Vitals für www.snippet-hunter.de via PageSpeed Insights anzeigen lasse:

Screenshot der Core Web Vitals via PageSpeed Insights als Beispiel für technisches SEO.
Die Core Web Vitals sind ein wichtiger Teil der technischen Suchmaschinenoptimierung.

First Input Delay (FID)

Der Messwert First Input Delay (FID) zeigt an, wie schnell der Nutzer mit der Seite interagieren kann. Interagieren kann heißen: ein Bild vergrößern, eine Nachricht senden, einen Kommentar schreiben oder einfach auf einen Link klicken.

Gemessen wird die Zeitspanne zwischen der Interaktion (Nutzer klickt z.B. auf einen Link) und dem Zeitpunkt, an dem der Browser auf diese Interaktion reagiert (Unterseite öffnet sich). Ein guter Wert wäre unter 0,1 Sekunden, bis zu 0,3 Sekunden sieht Google als verbesserungswürdig an, und mehr als 0,3 Sekunden wäre ein schlechter Wert.

Cumulative Layout Shift (CLS)

Komplexe Webseiten laden Teile des Layouts und Contents im Hintergrund, um die (sichtbare) Ladezeit für den Nutzer und die Nutzerin zu reduzieren. Manchmal überlappen diese Ladevorgänge einander jedoch, wenn z.B. mehrere Optimierungs-Plugins dieses Feature nutzen. In solchen Fällen kann es passieren, dass die Inhalte auf der Seite springen und/oder sich verschieben, wenn sie für den/die Nutzer/in bereits sichtbar sein sollten. Google misst, wie oft das passiert, und wie weit die Elemente verschoben werden.

ACHTUNG! Die Messung der Core Web Vitals gilt noch nicht als fehlerfrei und die SEO-Community geht davon aus, dass Google noch weitere Änderungen vornehmen wird.

Wenn du dich trotzdem darüber informieren möchtest, wie du deine Core Web Vitals gezielt verbessern kannst, lege ich dir den SISTRIX-Blogartikel Core Web Vitals: Googles Maßstab für die Page Experience ans Herz.

(2) URL-Struktur optimieren

Google bevorzugt Seiten, die eine logische Struktur haben und hierarchisch aufgebaut sind. Idealerweise ist jede URL so eindeutig benannt, dass kein Zweifel über den Inhalt der Seite besteht. Darüber hinaus gilt es, „leere“ URLs und zu viele Weiterleitungen zu vermeiden. URLs, die einen 404-Fehler produzieren, sind ein Hinweis an Google, dass eine Webseite nicht ordentlich gewartet wird. Und zu viele interne Weiterleitungen (301 – dauerhaft verschoben) können wertvolle Ladezeit kosten.

URLs richtig benennen

Google liebt kurze, prägnante URLs, die das Thema einer Seite widerspiegeln. Gewinnt der Leser/die Leserin anhand der URL bereits einen Eindruck davon, worum es auf der Seite geht? Wenn nicht: Ändere es! URLs sollten

  • so kurz wie möglich und so lang wie nötig sein.
  • keine Umlaute, Sonderzeichen oder Füllwörter (und, der, die etc.) enthalten.
  • das jeweilige Fokus-Keyword enthalten, aber
  • ohne Keyword-Stuffing auskommen.

Achte außerdem darauf, in deinen URLs keine „Eltern“ zu verwenden. Ein Beispiel: Vor ein paar Monaten habe ich einen Blogartikel zum Thema Seo Texte schreiben verfasst. Dieser Artikel gehört in die Kategorie „Copywriting lernen“. Dieses „Elternteil“ habe ich aber NICHT in die URL aufgenommen. Anstelle von https://www.select-seo.at/copywriting-lernen/seo-texte-schreiben/ sieht meine URL also so aus: https://www.select-seo.at/seo-texte-schreiben/. Dadurch, dass ich den Mittelteil ausgelassen habe, kann ich den Artikel jederzeit in eine andere Kategorie schieben, ohne die URL ändern zu müssen.

404-Fehler vermeiden bzw. 404-Seiten optimieren

Ein 404-Fehler wird von Suchmaschinen ausgespielt, wenn eine Seite nicht (mehr) existiert. Dies ist z.B. der Fall, wenn die ursprüngliche Seite gelöscht oder die URL geändert wurde. Für den Umgang mit 404-Seiten gibt es zwei Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit ist die Installation eines SEO-Plugins (z.B. YOAST für WordPress), das automatisch eine Weiterleitung einrichtet, wenn du die URL einer Seite veränderst. Löschst du eine Seite, kannst du für die alte URL eine manuelle Weiterleitung auf eine andere Content-Seite einrichten.

Die zweite Möglichkeit ist es, keine Weiterleitung einzurichten, sondern eine personalisierte 404-er anzulegen. Diese Möglichkeit bietet sich z.B. an, wenn du eine Seite gelöscht hast, dem Nutzer aber keinen ähnlichen Content als Alternative anbieten kannst. In diesem Fall solltest du auf der 404-Seite erklären, warum der Content nicht mehr existiert, und z.B. einen Button integrieren, der den Nutzer/die Nutzerin zur Startseite zurückbringt.

Bild einer 404-Fehler-Anzeige.
Ein 404-Fehler kann dir schnell ein schlechteres Ranking einbrocken ist ein Fall für die technische Suchmaschinenoptimierung.

Wichtige Plugins für URL-Optimierung

Je nach Content Management System kann es sein, dass du ein kostenpflichtiges Plugin benötigst, um die URL-Struktur deiner Seite zu optimieren. Für Webseiten, die mit WordPress aufgesetzt sind, empfehle ich das YOAST Premium Plugin. Ein SEO-Plugin wie YOAST ist ein Muss für alle, die ihre WordPress-Seite kommerziell nutzen und/oder Wert darauf legen, wirklich gelesen zu werden. 

Ohne YOAST Premium kannst du URLs nach der Veröffentlichung einer Seite nicht mehr ändern, ohne einen 404er-Fehler zu produzieren. Und du kannst auch keine Weiterleitungen für Seiten einrichten, die du offline genommen hast. Das bedeutet, dass im Netz eine „leere“ Seite zurückbleibt. Und das ist ein Signal an Google, dass deine Webseite nicht gut gepflegt wird.

Worauf es bei der SEO-Optimierung in WordPress noch ankommt, kannst du in meinem Artikel über WordPress SEO nachlesen. Wo genau du die Keywords im WordPress-Backend eintragen musst, erfährst du in diesem Artikel.

XML-Sitemap anlegen

Zur Optimierung der URL-Struktur gehört auch, Google und anderen Suchmaschinen das Auslesen der URLs und anderer Daten so einfach wie möglich zu machen. Zu diesem Zweck solltest du im Rahmen der technischen Suchmaschinenoptimierung eine XML-Sitemap für deine Webseite anlegen.

Diese listet alle verfügbaren Unterseiten einer Homepage auf und stellt darüber hinaus Informationen wie die Erstveröffentlichung und das Datum der letzten Aktualisierung zur Verfügung. Google und andere Suchmaschinen lesen diese Informationen aus und können dadurch neu veröffentlichte Unterseiten oder aktualisierten Content besser erkennen und schneller indexieren.

(3) Website-Struktur optimieren

User und Userin sollten sich auf deiner Webseite intuitiv zurechtfinden können. Die Navigation sollte möglichst einfach und die Inhalte sollten nicht in zu vielen Ebenen „verschachtelt“ sein. Für den Nutzer/die Nutzerin muss klar sein, warum welche Unterseite auf welcher Ebene liegt.

Es würde z.B. keinen Sinn machen, das Kontakt-Formular in den Ratgeber-Reiter einzubetten. Betrachte deine Webseite mit User-Augen: Kann er alle wichtigen Seiten problemlos finden? Ist die Seite gut navigierbar? Findet man die Zielseite, ohne vorher 10 andere Seiten besuchen zu müssen?

Denk dir deine Webseite wie IKEA: Deine potenzielle Kundschaft will Kerzen kaufen. Willst du sie wirklich erst noch an Vorhängen, Klobürsten und Plastikpflanzen vorbeischeuchen? Möglicherweise haben sie nach dieser Odyssee nämlich gar keine Lust mehr auf deine Kerzen.

Je leichter die User*innen sich auf deiner Webseite zurechtfinden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie lange auf der Seite bleiben, viele Unterseiten besuchen und am Ende eine Conversion auslösen. Dieses Verhalten fließt als sogenannte „User-Metrik“ ebenfalls in die Bewertung deiner Webseite ein und kann das Ranking erheblich verbessern.

Eine gute Struktur erleichtert das Crawling

Aus technischer Sicht ist eine einfache Website-Struktur wichtig, weil sie den Suchmaschinen das Crawling erleichtert. Je tiefer Inhalte „vergraben“ sind, desto länger brauchen die Google-Bots und -Spiders, um alle Unterseiten zu crawlen und zu indexieren. Je komplexer eine Website strukturiert ist, desto länger dauert es außerdem, bis die Suchmaschinen Aktualisierungen und Verbesserungen an der Webseite bemerken und entsprechend würdigen.

Zur optimalen Website-Struktur gehört es übrigens auch, die richtigen Formate für deinen Content zu wählen. Ratgeber/Blogs sind zum Beispiel am besten dazu geeignet, informationelle Suchanfragen zu bedienen, während Landingpages das passende Format sind, um deine Produkte/Dienstleistungen in den Vordergrund zu rücken.

Welche Keywords welches Format erfordern, findest du im Rahmen der Keyword-Recherche heraus. Wie du vorgehen musst, um einen Unternehmensblog aufzubauen, verrate ich dir hier.

(4) Leserführung verbessern mit Breadcrumbs

Manche Seitenbetreiber nutzen ein sog. Breadcrumb-Menü, um User*innen die Navigation auf der Seite zu erleichtern. Diese Breadcrumbs platziert man oben oder unten auf der Seite. Sie ermöglichen es dem User, zur vorherigen Seite zurückzukehren, ohne dafür den „Zurück-Button“ benutzen zu müssen. Breadcrumbs verlinken in der Regel auf eine Übersichtsseite bzw. eine übergeordnete Kategorien-Seite. Bei einem meiner Kunden aus dem Software-Bereich sieht das Ganze z.B. so aus:

Screenshot eines Breadcrumbs-Menüs auf einer Kundenwebseite.
Breadcrumbs können dabei helfen, den User*innen die Navigation auf der Website zu erleichtern.

Breadcrumbs helfen nicht nur den Nutzern und Nutzerinnen, sondern sie helfen auch Google, Bing & Co. dabei, zu verstehen, wie die Webseite aufgebaut ist. Das macht sie zu einer sinnvollen Maßnahme im Rahmen der technischen SEO. Allerdings sind sie, rein ästhetisch betrachtet, nicht jedermanns Sache.

Gerade in einem ansonsten sehr modernen Layout können Breadcrumbs etwas fehl am Platze wirken. Ich erwähne die Breadcrumbs der Vollständigkeit halber, aber meiner Meinung nach sind sie nicht unbedingt notwendig. Sofern deine Website strukturell einfach und deine Navigation intuitiv ist, sollte dir die Leserführung auch ohne Hilfe von Hänsel und Gretel gut gelingen.

Viel wichtiger ist in meinen Augen die interne Verlinkung. Die Unser*innen sollten nicht nur von jeder Unterseite einfach in dein Hauptmenü zurückfinden, du solltest auch sicherstellen, dass deine wichtigsten Seiten (Cornerstone-Content) an allen relevanten Stellen verlinkt sind.

(5) Pagespeed optimieren

Die Ladegeschwindigkeit einer Website zählt zu den Core Web Vitals. Sie war allerdings auch schon vor dem jüngsten Google-Update, das die Page Experience zum Rankingfaktor erhoben hat, ein wichtiges Kriterium für den Google-Algorithmus. Als „gut“ gilt eine Ladezeit von maximal 4 Sekunden. Dauert es länger, springen die meisten User*innen schon an dieser Stelle ab.

ACHTUNG! Da Google seit Anfang 2021 den Kurs „Mobile Only“ fährt, zählt ausschließlich die Ladezeit der mobilen Website als Rankingsignal. Für die meisten Websitenbetreiber ist dies eine kritische Neuerung, da die Ladezeiten auf mobilen Endgeräten fast immer langsamer sind als am Desktop.

Wenn du deine Webseite mithilfe der PageSpeed Insights testest, gibt das Tool dir entsprechende Verbesserungsvorschläge. Diese betreffen in der Regel die Komprimierung von Bildern und anderen Medien, die Installation von Optimizer-Plugins (z.B. WP Optimizer und Lazy Loading) und das Entfernen von nicht genutztem Code. Für meine eigene Website sehen die Vorschläge folgendermaßen aus:

Screenshot aus den PageSpeed Insights im Rahmen der technischen Suchmaschinenoptimierung.
Beim Klick auf den Pfeil auf der rechten Seite erhältst du detaillierte Verbesserungsvorschläge, um die Ladezeit zu verbessern.

Du hast keine Zeit, um dich durch die Vielzahl von Anweisungen zu arbeiten? Dann konzentrierst du dich am besten auf ein gutes Caching-Plugin. Je mehr Inhalte aus dem Cache geladen werden können, desto mehr Ladezeit kannst du sparen. In den Core Web Vitals nennt sich dieser Messwert Time to First Byte (TTFB). Darüber hinaus spielt auch das Hosting eine wichtige Rolle. Je langsamer der Server ist, auf dem deine Seite gehostet wird, desto langsamer lädt auch deine Seite. Es ist also wichtig, den Hosting-Anbieter gut auszuwählen.

(6) Verbindung absichern mit SSL-Zertifikat

Google hat schon 2014 offiziell bestätigt, dass SSL ein Ranking-Faktor ist. Webseiten mit gültigem SSL-Zertifikat werden nicht-zertifizierten Websites mit ähnlichem Inhalt gegenüber also klar bevorzugt. SSL stellt sicher, dass Informationen niemals unverschlüsselt zwischen zwei Seiten ausgetauscht werden. Zertifizierte Webseiten erkennst du an dem Vorsatz „https“ in der URL-Leiste. Webseiten ohne Zertifikat haben den Vorsatz „http“.

Standard-Browser wie Chrome weisen die Nutzer*innen mittlerweile darauf hin, wenn sie im Begriff sind, eine nicht verschlüsselte Verbindung zu öffnen. Im Artikel Kein SSL-Zertifikat? Ziemlich mutig! kannst du nachlesen, wie du ein SSL-Zertifikat für deine Webseite erhältst, und warum SSL nicht nur bei Google, sondern auch beim User Vertrauen schafft.

(7) Technisches SEO für mobile Suchen

Aus „mobile first“ ist Anfang 2021 „mobile only“ geworden. Das bedeutet, dass Google seit Kurzem nur noch die mobile Ausgabe von Webseiten indexiert und rankt. Für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets eine „abgespeckte“ Version der eigentlichen Webseite auszuspielen, wie viele Unternehmen es aufgrund von „Mobile first“ gemacht haben, ist vor diesem Hintergrund keine sinnvolle Strategie mehr.

Stattdessen solltest du dafür sorgen, dass deine Webseite sowohl mobil als auch am Desktop schnell lädt und userfreundlich ist. Das bedeutet in erster Linie, dass deine Website ein responsives Design haben muss. Wie gut deine Seite für mobile Endgeräte optimiert ist, kannst du hier überprüfen. (Mehr Informationen über Mobile SEO).

(8) Meta Tags nutzen und optimieren

Meta-Tags sind die unsichtbaren Informationen, die der Suchmaschine den Inhalt eines HTML-Dokuments (einer Website) beschreiben. Die für das technische SEO wichtigsten Meta-Tags sind jene für den SEO-Title, das Fokus-Keyword (in WordPress auch Fokus-Keyphrase genannt) und die Meta Description. Sie entscheiden darüber, wie Google & Co. deine WordPress-Seite in den SERPs darstellen. Wichtig ist, dass dein SEO-Titel und deine Meta-Beschreibung

  • das Fokus-Keyword oder eine Variable des Fokus-Keywords enthalten.
  • die User*innen neugierig auf den Inhalt machen.
  • nichts versprechen, was die Zielseite nicht halten kann.
  • einen gewissen Klickreiz haben.

Meta-Tags werden im Backend gesetzt und erfordern in der Regel den Einsatz eines SEO-Plugins. Ich verwende WordPress und das YOAST Premium Plugin. Mein SEO-Title und die Meta-Beschreibung für den Artikel, den du gerade liest, sehen folgendermaßen aus:

Screenshot der Meta Description im WordPress Backend.
Mithilfe von Meta-Tags kannst du Einfluss auf das Snippet nehmen, das Google für deine Webseite auf den Suchergebnisseiten ausspielt.

(9) Technisches SEO für Bilder

Wusstest du, dass auch Bilder Einfluss auf das Ranking deiner Webseite haben können? Aus diesem Grund gehört der korrekte Umgang mit Medien-Dateien ebenfalls zur technischen Search Engine Optimization. Mittlerweile reicht es nicht mehr, Bilddateien „nur“ zu komprimieren. Für ein gutes Google-Ranking ist es auch wichtig, deine Bilder in modernen, Web-freundlichen Formaten wie WebP, JPEG 2000 oder JPEG XR bereitzustellen.

Darüber hinaus solltest du den Bildern auf deiner Website Benennungen geben, die das Fokus-Keyword beinhalten, und sie im Backend mit Meta-Tags (genauer: Alt-Tags) auszeichnen. Alt-Tags beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Wenn es passt, kannst du auch hier das Fokus-Keyword unterbringen. Achte aber darauf, kein Keyword-Stuffing zu betreiben. Das Bild unter Abschnitt (8) habe ich im Backend folgendermaßen benannt:

Screenshot einer Mediendatei im WordPress Backend im Rahmen der technischen Suchmaschinenoptimierung.
Technisches SEO für Bilder: Unter „Alternativtext“ und „Beschreibung“ steht der gleiche Inhalt.

(10) Strukturierte Daten/Schema.org nutzen

Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Webseiten ein Featured Snippet bekommen oder häufig in den „Ähnlichen Fragen“ angezeigt werden, und andere nicht? Oder warum es manchen Webseitenbetreibern gelingt, dass ihre Inhalte in Form von Rich Snippets (z.B. inklusive Bewertungen) ausgespielt werden, und anderen dieses Glück trotz gutem Content niemals vergönnt ist?

Die Antwort ist: Das hat mit Glück rein gar nichts zu tun. Manche Seitenbetreiber wissen einfach nur, wie man Google mitteilt, welcher Content hervorgehoben werden soll. Mithilfe von Strukturierten Daten bzw. Schema.org. SEO-Profis nutzen Strukturierte Daten, um der Suchmaschine zusätzliche Informationen über den Content mitzuteilen. Diese Informationen können z.B. sein:

Hey Google, dieser Absatz sind die Kontaktdaten eines Unternehmens!
Hallo Google, dieser Absatz besteht aus einer Frage und der passenden Antwort!
Moin Google, bei diesem Absatz handelt es sich um eine Jobanzeige!
Servus Google, bei diesem Content handelt es sich um Produktbeschreibungen!

Bei den passenden Suchanfragen wird Google diese Zusatzinformationen nutzen, um den User*innen in den SERPs ein Rich Snippet/Enriched Snippet für diesen Content anzuzeigen. Dabei handelt es sich um Snippets, die sich durch spezielle Elemente wie Preisangaben, Bewertungssterne oder eingebundene Bilder von normalen Snippets unterscheiden. Studien haben gezeigt, dass hervorgehobene Suchergebnisse deutlich häufiger geklickt werden als Snippets ohne spezielle Elemente.

Was ist Schema.org?

Die Auszeichnung bestimmter Content-Elemente mit Strukturierten Daten bezeichnen wir auch als Markup bzw. Schema Markup. Schema.org ist die Community, die hinter den Markups steht. Es gibt unterschiedliche Markups für unterschiedliche Branchen bzw. für die verschiedenen Content-Typen. Ein Webshop tut z.B. gut daran, das Product-Schema auf sämtlichen Produktseiten zu verwenden.

Lokale Dienstleister können das Local-Business-Markup verwenden und dadurch ihre Chancen erhöhen, für relevante lokale Suchanfragen in Google Maps ausgespielt zu werden. Wie du Schema Markups am besten für dein technisches SEO nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel. Du arbeitest bereits mit Strukturierten Daten? Dann kannst du hier überprüfen, ob Google diese korrekt ausliest.

Technisches SEO – die Checkliste

Das waren jetzt sehr viele Informationen auf einmal. Wenn du technical SEO anwenden möchtest, um die Grundlage für erfolgreiches Content Marketing zu legen, solltest du es wie Beppo Straßenkehrer halten: Schau niemals auf den ganzen Weg, sondern mach immer einen Schritt nach dem anderen. Die folgende technical-SEO-Checkliste hilft dir dabei, die SEO-Schwachstellen deiner Website zu identifizieren:

  • Core Web Vitals überprüfen und ggf. optimieren
  • notwendige SEO-Plugins für dein CMS recherchieren und installieren
  • URL-Struktur optimieren
  • URLs korrekt und Google-freundlich benennen
  • Weiterleitungen einrichten, um 404-Fehler zu vermeiden
  • ggf. 404-Seiten optimieren und personalisieren (wenn Weiterleitung nicht möglich)
  • XML-Sitemap anlegen
  • Webseiten-Struktur optimieren, um das Crawling zu verbessern
  • Breadcrumbs-Menü anlegen bzw. auf eine optimale interne Linkstruktur achten
  • Pagespeed optimieren
  • SSL-Zertifikat hinzufügen, falls noch nicht vorhanden
  • Webseite für mobile Endgeräte (Tablet, Smartphone etc.) optimieren
  • Meta-Tags nutzen
  • Bilddateien für Google optimieren (Alt-Tags)
  • Strukturierte Daten/Schema Markups verwenden

Technisches SEO & Marketing

Im Marketing, insbesondere im Content Marketing, ist immerzu die Rede von Keywords. Genauer: von den „richtigen“ Keywords. Denn nur, wenn ich weiß, wie meine Zielgruppe im Internet nach meinen Dienstleistungen und/oder Produkten sucht, kann ich die richtigen Maßnahmen setzen, um aus Website-Besuchern Kund*innen zu machen. Zu diesem Zweck binden viele Webseitenbetreiber einen Blog bzw. einen Ratgeber-Bereich in ihre Website ein, um v.a. informationelle Suchanfragen, die den größten Teil der gegoogelten Keywords ausmachen, bedienen zu können.

Grundsätzlich ist ein Blog ein sehr gutes Instrument, um die Reichweite einer Website zu steigern. Der Erfolg dieser Maßnahme ist aber ebenfalls an die technischen Voraussetzungen der Seite gebunden.

Lädt die Website zu langsam, ist sie schlecht strukturiert oder blockiert sie das Crawling, dann nützt auch die beste Content-Marketing-Strategie nicht viel.

Ich helfe dir bei der technischen Optimierung!

Du bist dir nicht sicher, ob du die technische Suchmaschinenoptimierung in Eigenregie durchführen kannst oder möchtest? Kein Problem, ich unterstütze dich sehr gerne dabei! Schreib mir am besten direkt eine Nachricht und erzähl mir, wo deine Herausforderungen liegen.

Ich bin seit mehr als sechs Jahren als SEO-Texterin tätig und coache Unternehmen und Selbstständige auf dem Weg zu hervorragenden Google-Rankings. Um die technischen Grundlagen deiner WordPress-Seite kümmere ich mich im Rahmen von Performance-Projekten, die nicht nur deine Rankings verbessern, sondern auch dafür sorgen, dass deine Website zuverlässig Anfragen generiert.

Brauchst du SEO-Hilfe?

Keine Angst vor Sichtbarkeit, du hast sie dir verdient!
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Noch mehr SEO-Tipps

Blut geleckt? Hervorragend! Denn wer bei allen Suchmaschinen an der Spitze ranken will, braucht vor allem eines: Leidenschaft. Und Zeit, um das Handwerk zu lernen. Es gibt zwar viele Tools, die dich unterstützen können, aber letzten Endes musst du für den Erfolg im Content Marketing sehr genau wissen, was du tust. Folgende Beiträge unterstützen dich auf deinem Weg an die Google-Spitze:

Darum wird deine Seite nicht in der Google-Suche angezeigt

So schreibst du einen verdammt guten SEO Text!

Bei Google nach oben kommen. Ohne Ads!

Der Sichtbarkeitsindex ist einer der umstrittensten Werte in der SEO-Community. Das liegt daran, dass er nicht für alle Arten von Webseiten die gleiche Aussagekraft hat. Das heißt aber nicht, dass Betreiber von Nischenseiten auf das Analysetool verzichten müssen. Du kannst nämlich auch einen eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen! Wir schauen uns an, wie man Nischenseiten in SISTRIX sichtbar macht, und eigene Keyword-Listen für die optimale Konkurrenzanalyse zusammenstellt.

Inhaltsverzeichnis

Eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen – warum?

Der morgendliche Blick auf die Sichtbarkeitswerte in SISTRIX ist ein bisschen wie der Gang auf die Waage: It makes or it breakes your day. Das liegt zum einen daran, dass die Werte sogar bei Webseiten mit großer Reichweite und „Mainstream-Content“ häufig starken Schwankungen unterworfen sind: Den einen Montag freust du dich über eine deutliche Spitze, eine Woche später fällt die Kurve in den Keller.

Manchmal sind Google-Updates Schuld an dieser Berg-und Talfahrt, manchmal spielt die Suchmaschine mit den Ranking-Faktoren, und manchmal investiert die Konkurrenz in professionelle SEO-Texte und verdrängt sämtliche Wettbewerber-Inhalte von der Spitze.

Du willst herausfinden, ob ein Sichtbarkeitsverlust für deine Seite problematisch ist? Die Antworten findest du in meinem Ratgeber-Artikel SISTRIX verstehen & richtig benutzen!

Wie sichtbar sind Nischenseiten bei Google?

Bevor wir darüber sprechen, warum der Sichtbarkeitsindex für Nischenseiten schwierig zu bewerten ist, müssen wir verstehen, wie dieser Wert überhaupt berechnet wird. Da das Bonner Unternehmen SISTRIX den Index nicht nur erfunden hat, sondern auch nach wie vor Marktführer ist, bleiben wir bei der SISITRX-Formel für Sichtbarkeit.

Der Sistrix-Index ist ein Wert von 0 bis 100, der Aufschluss darüber gibt, wie gut eine Webseite in der organischen Suche über Google auffindbar ist.

Experten für Suchmaschinenoptimierung nutzen diesen Wert u.a., um die Auswirkungen ihrer Optimierungsmaßnahmen (OnPage und Offpage) zu überprüfen. Um den Index zu errechnen, fragt SISTRIX 1 x wöchentlich die Top-100-Rankings für ein bestimmtes Set an Keywords ab. Pro Land sind es derzeit rund eine Million Keywords.

Die Sichtbarkeit einer x-beliebigen Webseite ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen den Keywords, für die die Seite aktuell rankt, sowie ihren aktuellen Positionen, zu den Werten, die das Tool für das von ihm überwachte Keyword-Set ermittelt hat.

Das Problem: Da Nischenseiten hochspezialisiert sind, ist die Überschneidung ihres Keyword-Pools mit dem durch SISTRIX „überwachten“ Keyword-Set in der Regel sehr gering. Dies führt zu Sichtbarkeitswerten von unter 1 und geringer.

Sichtbarkeit von Nischenseiten im Verhältnis

Die geringen Sichtbarkeitswerte für Nischenseiten kommen dadurch zustande, dass SISTRIX sich für den Keyword-Pool an einem Querschnitt häufiger Suchanfragen orientiert, die thematisch sehr heterogen sind. Außerdem bestehen etwa 10 Prozent des Pools aus Suchanfragen mit aktuellem Bezug, sprich Trend-Themen. Nischenseiten hingegen ranken in der Regel für Keywords mit sehr geringem Suchvolumen in einem stark abgegrenzten thematischen Bereich.

Wir schauen uns dieses Ungleichgewicht anhand der Sichtbarkeitswerte eines Snippet-Hunter-Kunden aus dem Software-Bereich an. Der Kunde vertreibt ein Nischenprodukt, das selbst innerhalb des Software-Bereichs sehr speziell ist. Innerhalb dieses Bereichs hat die Seite hervorragende Rankings und guten Traffic mit einem gesunden Wachstum. Allerdings liegt die Sichtbarkeit der Domain insgesamt unter Eins.

Screenshot von SISTRIX zum Thema eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen.
Nischenseiten erreichen selten eine Sichtbarkeit über eins.

Ein Sichtbarkeitsindex unter Eins bedeutet natürlich nicht, dass SISTRIX keine interessanten Daten liefert. Das Tool listet die aktuellen Rankings und etwaige Veränderungen auch für Nischenseiten sehr übersichtlich auf und du kannst dir die historische Entwicklung im Diagramm anschauen. Diese sieht für unsere Beispielseite so aus:

Screenshot von SISTRIX zum Thema eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen.
Die historische Entwicklung der Sichtbarkeit hilft SEO-Experten dabei, ihre On- und OffPage-Maßnahmen optimal zu planen.

Wirklich interessant wird es, wenn wir dieses Diagramm mit der Entwicklung eines Wettbewerbers vergleichen. Der Wettbewerber für unsere Beispielseite kommt ebenfalls aus dem Software- und IT-Bereich, deckt aber ein deutlich größeres thematisches Feld ab und hat laut SISTRIX eine Sichtbarkeit von über 17. Wie wir in der Analyse sehen, „verschwindet“ unsere Beispielseite mehr oder weniger von der Sichtbarkeitsskala:

Screenshot von SISTRIX zum Thema eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen.
Im direkten Vergleich sehen wir, wie verschwindend gering die Sichtbarkeit unserer Nischenseite (angeblich) ist.

Der Wettbewerber deckt ähnliche Keywords ab wie unsere Nischenseite. ZUSÄTZLICH rankt er aber auch für einen Haufen weiterer Suchbegriffe, die im SISTRIX-Keyword-Pool enthalten sind. Im direkten Vergleich wird deutlich, wie minimal die Sichtbarkeit unserer Beispiel-Domain tatsächlich ist.

Warum wir einen eigenen Sichtbarkeitsindex brauchen

Es geht hier nicht darum, was ein guter Sichtbarkeitswert ist, und was ein schlechter Wert ist. Um eine solche Aussage treffen zu können, musst du mehrere Faktoren zueinander ins Verhältnis setzen (mehr Informationen dazu). Uns geht es aktuell um die Frage, warum es sinnvoll ist, einen eigenen Sichtbarkeitsindex zu erstellen. Die Sichtbarkeit unserer Beispielseite ist offensichtlich sehr gering.

Der springende Punkt ist aber, aber ihre Sichtbarkeit im Verhältnis zu dem 1-Million-Keywords-Set, für das SISTRIX die Sichtbarkeit berechnet, gering ist. Von diesen eine Million Suchanfragen sind 99,5 Prozent für unsere Nischenseite aber auch gar nicht interessant!

Heißt das, dass der Sichtbarkeitsindex für Nischenseiten nicht funktioniert? Ganz und gar nicht! Die Rückschlüsse, die ich aus dem Index ziehen kann, sind für Webseiten in einer thematischen Nische ebenso wichtig wie für „große“ Seiten. Aber solange SISTRIX den Index zu 99,5 Prozent aus Suchanfragen berechnet, die für meine Nischenseite unwichtig sind, kann ich den Wert nicht sinnvoll verwenden. Ich muss also einen eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen.

Eigener Sichtbarkeitsindex mit eigenen Keywords

Je kleiner der Sichtbarkeitswert einer Domain ist, desto weniger Aussagekraft hat er. Deshalb müssen wir einen größeren Wert genieren. Und das gelingt, indem wir das Keyword-Set, aus dem das Tool den Index berechnet, verkleinern und aus jenen Suchanfragen aufbauen, die für uns WIRKLICH wichtig sind. Zu diesem Zweck bietet SISTRIX die Möglichkeit, einen Sichtbarkeitsindex auf Projektbasis zu erstellen.

Eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen – so geht’s!

Die Toolbox von SISTRIX bietet derzeit fünf verschiedene Module (plus ein Amazon-Modul in der Beta-Phase) an. Für einen eigenen Sichtbarkeitsindex benötigst du die Module SEO und OPTIMIZER. Sobald du eingeloggt bist, gehst du in den Optimizer-Bereich, und legst über den grünen Button ein neues Projekt an:

Screenshot von SISTRIX zum Thema eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen.
Die Toolbox stellt nur eine begrenzte Anzahl von Optimizer-Projekten für einen eigenen Sichtbarkeitsindex zu Verfügung.

Als nächstes erscheint eine Eingabemaske. Dort gibst du die Domäne an, für die du den individuellen Index erstellen möchtest. Du hast auch die Möglichkeit, bis zu sechs Wettbewerber anzugeben, deren Rankings du ebenfalls im Auge behalten möchtest. Das Tool zeigt dir auf Basis deiner eigenen Keywords dann regelmäßig die Vergleichsdaten an und du siehst ganz genau, wann und wie sich die Sichtbarkeit der Konkurrenz verändert hat.

Bei Nischenseiten ist es sinnvoll, keine zu großen Mitbewerber auszuwählen. Konzentriere dich stattdessen auf Wettbewerber in deiner Nische, die eine ähnliche Reichweite haben wie du. Als nächstes kannst du die für deine Seite relevanten Keywords eintragen und auswählen, für

  • welches Land und welche Sprache,
  • welches Endgerät (PC, Tablet, Handy) und welche
  • Stadt (optional, sinnvoll z.B. für Local SEO)

der Index berechnet werden soll. Du kannst außerdem auswählen, ob die Rankings wöchentlich (Standard) oder täglich abgefragt und mit den Wettbewerbern abgeglichen werden sollen.

Screenshot von SISTRIX zum Thema eigenen Sichtbarkeitsindex erstellen.
Nachdem du alle Einstellungen getroffen hast, kannst du die Keywords für deinen eigenen Sichtbarkeitsindex eintragen.

Keywords für den eigenen Sichtbarkeitsindex

Das Set an Suchanfragen für dein individuelles Keywordmonitoring sollte aus Search Terms bestehen, die für deinen speziellen Bereich wichtig sind. Vereinfacht gesagt: Es sollte alle Keywords enthalten, zu denen du mit deiner Webseite gerne ranken möchtest. Dies können alle Arten von Keywords sein (informationell, transaktional, navigational usw.) Hauptsache, sie sind für deine Nische relevant.

Du kannst bei den Keywords beginnen, für die deine Seite bereits Rankings hat. Hierzu gehst du im SEO-Modul ganz einfach auf „Keywords“ (Navigation linke Seite) und lässt dir alle Rankings in den Top 100 von Google (voreingestellt) anzeigen. Je nach Größe und Umfang deiner Webseite kann es sinnvoll sein, Filter zu verwenden. Sinnvolle Filter wären z.B. nach Position, Suchvolumen und/oder Wettbewerb.

Eigene Keyword-Listen für dein Projekt anlegen

Natürlich kannst du alle relevanten Keywords einzeln und händisch zu deinem neuen Sichtbarkeitsindex hinzufügen. SISTRIX bietet dir aber auch die Möglichkeit, eigene Keyword-Listen zu erstellen. Hierfür gehst du in der Toolbox auf „Start“ und klickst unter „Listen“ auf „neue Liste erstellen„. Anschließend kehrst du zu der Keyword-Anzeige im SEO-Modul (siehe oben) zurück.

Du kannst jetzt Suchanfragen markieren, indem du links im Kästchen einen Haken setzt. Dann kannst du sie über den Button oberhalb zu deiner Liste hinzufügen:

Screenshot vom SEO-Tool SISTRIX.
Erst fügst du die Keywords einer Liste hinzu, dann kannst du die komplette Liste zu deinem Optimizer-Projekt hinzufügen.

Nachdem du alle wichtigen Keyword aus deinen aktuellen Rankings in die Liste übernommen hast, kannst du sie um weitere Suchanfragen ergänzen, für die deine Seite im Moment noch nicht bei Google ausgespielt wird. Um diese Keywords zu identifizieren, kannst du dir z.B. anschauen, welche Rankings deine direkten Mitbewerber haben.

Hierfür gibst du die Konkurrenz-Domäne ganz einfach in die SISTRIX-Suchmaske ein und klickst anschließend auf „Keywords“ in der linken Navigation. Du kannst nun wieder nach Belieben Filter einsetzen und relevante Keywords für deine eigene Liste übernehmen.

Screenshot vom SEO-Tool SISTRIX.
Es ist wichtig, dass dein eigener Index auch Suchanfragen enthält, für die du ranken möchtest, es aktuell aber noch nicht tust.

Keyword-Listen in den Optimizer übernehmen

Du solltest versuchen, deine Keyword-Liste so vollständig wie möglich zu befüllen, bevor du sie in dein Optimizer-Projekt übernimmst. Stell sicher, dass sie alle Keywords enthält, die für deinen thematischen Bereich relevant sind, und für die

  • deine Seite bereits Rankings hat,
  • deine Seite Traffic generiert (hier kannst du die Daten aus der Google Search Console zur Hilfe nehmen),
  • du mit deiner Seite gerne ranken möchtest,
  • relevante Wettbewerber in deiner Nische ranken.

Sobald du sicher bist, den größten Teil der relevanten Keywords abgedeckt zu haben, kannst du die Liste vollständig in dein Projekt übernehmen. Hierfür musst du lediglich die Liste öffnen, alle Elemente gesammelt markieren und „Ausgewählte Keywords in Optimizer übernehmen“ anklicken. Et voilà: Du hast deinen eigenen Sichtbarkeitsindex generiert!

Screenshot vom SEO-Tool SISTRIX.
Eigene Keyword-Listen helfen dir dabei, dein Optimizer-Projekt schneller zu befüllen, und einen besseren Überblick zu behalten.

Dein eigener Sichtbarkeitsindex hat selbstverständlich keinen Einfluss auf den öffentlichen, über das SEO-Modul zugänglichen Index. Die Daten in deinem Optimizer-Projekt sind nur für dich sicht- und nutzbar.

Neue Keywords zum individuellen Index hinzufügen

Du kannst dein Optimizer-Projekt jederzeit um neue Keywords erweitern. Das ist z.B. sinnvoll, wenn du deinen Bereich thematisch erweiterst oder feststellst, dass wichtige Mitbewerber neue Keywords erobert haben, für die du ebenfalls ranken solltest, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ob eine Erweiterung notwendig ist, solltest du spätestens alle sechs Monate überprüfen. Wenn es Keywords gibt, die du hinzufügen möchtest, kannst du dies in den Projekt-Einstellungen (unter „Keyword hinzufügen“) machen.

Wichtig! Immer, wenn du neue Keywords zu deinem Set hinzufügst, wird dein individueller Index komplett neu berechnet und kann sich u.U. drastisch verändern. Du solltest dir also wirklich sicher sein, dass du die neuen Keywords in den Index aufnehmen möchtest.

Wann ist individuelles Keywordmonitoring sinnvoll?

Das individuelle Keywordmonitoring in SISTRIX wird am häufigsten für Nischenseiten genutzt. Es kann allerdings auch sinnvoll sein, einen eigenen Sichtbarkeitsindex zu erstellen, wenn deine Seite noch sehr klein ist und du gezielt verfolgen möchtest, wie sich die Auffindbarkeit bei Google entwickelt. In meinem Blogartikel zum Thema Sichtbarkeitsindex erhöhen findest du eine Übersicht aller Maßnahmen, die wichtig sind, um deiner Domain zu einer besseren Reichweite über Google & Co. zu verhelfen.

Auch, wenn du dich sehr gut mit Suchmaschinenoptimierung auskennst, und genau weißt, für welche Suchanfragen du Top-Positionen erreichen möchtest, kann dich das individuelle Keywordmonitoring dabei unterstützen.

Ich nutze individuelle Sichtbarkeitsanalysen z.B. für die laufende SEO-Betreuung von Stammkunden, mit denen ich im Vorfeld genau definiert habe, welche Rankings wir erreichen bzw. verbessern möchten. Wenn auch du deine Nischenseite bei Google sichtbar machen möchtest, schreib mir gerne eine Nachricht! Wir können sofort beginnen. 🙂

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Select SEO

Um mit deinem WordPress-Blog bei Google nach oben zu kommen, musst du nicht nur geil schreiben können. Du musst auch die Kunst der Suchmaschinenoptimierung (SEO) beherrschen und wissen, an welchen strategisch wichtigen Stellen du deine Keywords eintragen musst. Deshalb schauen wir uns heute an, warum die richtigen Keywords und Meta-Descriptions so wichtig für dein Google-Ranking sind, wo deine Keywords hingehören, und welche Plugins dich bei dieser Arbeit unterstützen. Ungeduldig? Hier geht’s zur Zusammenfassung!

Inhaltsverzeichnis

Keywords in WordPress eintragen

Die Frage, wo genau in einem WordPress-Beitrag die Keywords eingetragen werden, gehört zum sogenannten WordPress SEO (Suchmaschinenoptimierung für WordPress). WordPress SEO umfasst allerdings viel mehr als „nur“ den richtigen Umgang mit den für dich relevanten Keywords. Aus diesem Grund erkläre ich dir alles, was du über WordPress SEO wissen musst, in diesem Artikel.

Der Artikel, den du gerade liest, beschäftigt sich ausschließlich damit, wie du die richtigen Keywords für deine WordPress-Website findest, und wie du sie so einsetzt, dass Google und Co. deine Website an der Spitze der SERPs ranken!

Keywords & Meta Tags

Wer eine Website aufsetzt, ohne zuvor eine ausführliche Keyword-Recherche durchzuführen und sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinanderzusetzen, steht schon bald vor dem Problem, dass Google die Seite nicht findet. Warum? Ganz einfach: Es fehlen die Signale, die Google mitteilen, worum es auf der Seite überhaupt geht.

Und wenn Google nicht eindeutig identifizieren kann, welches Thema eine Website behandelt bzw. welche Dienstleistungen und/oder Produkte dort angeboten werden, nimmt die Mutter aller Suchmaschinen die Seite gar nicht erst in den Index auf. Und das wiederum bedeutet, dass die Seite bei der Online-Suche nicht ausgespielt wird.

Den Job, Google diese Informationen mitzuteilen, übernehmen die sogenannten Meta-Tags, zu denen auch die Meta Description gehört.

Was sind Meta-Tags?

Jede Webseite, die du über deinen Browser aufrufst, kommt auf deinem Endgerät (z.B. Laptop, Tablet oder iPhone) als HTML-Dokument an. Neben dem Bereich, den du im Browser siehst, beinhaltet dieses Dokument auch einen für dich nicht sichtbaren Bereich, den sogenannten „Head“. Die sichtbare Ausgabe im Browser nennt man den „Body“.

Der Head transportiert unsichtbare Informationen für die Suchmaschine. Zu diesen Informationen zählen u.a. die Meta Tags, deren Sinn und Zweck es ist, der Suchmaschine den Inhalt des HTML-Dokuments zu beschreiben. Die Meta Tags können u.a. folgende Informationen mitschicken:

  • Autor: Wer hat diesen Text verfasst?
  • Aktualität: Von wann ist dieser Artikel? Wann wurde er das letzte Mal bearbeitet?
  • Index: Sollen Suchmaschinen überhaupt auf den Inhalt dieser Seite zugreifen können?

Die wichtigsten Meta-Tags sind jene für den SEO-Title, das Fokus-Keyword (in WordPress auch Fokus-Keyphrase genannt) und die Meta Description. Denn sie entscheiden darüber, wie Google & Co. deine WordPress-Seite in den SERPs darstellt.

Von WordPress in die SERPs

SERP ist die Abkürzung für Search Engine Result Page – also Seite 1, 2, 3 usw. bei Google & Co. Aber wie kommt eine Seite eigentlich auf die Suchergebnisliste bei Google? Ganz einfach: Die Suchmaschine durchforstet für jede Suchanfrage in Sekundenbruchteilen den gesamten Index und spielt jene Webseiten in den SERPs aus, die für das jeweilige Keyword am relevantesten sind. Jene Artikel, die die Suchintention am besten bedienen, ranken ganz oben.

Jetzt kommt der wirklich interessante Teil! Denn Google spielt diese Seiten natürlich nicht irgendwie aus. Die Optik der SERPs ist immer gleich: Für jede Seite deines WordPress-Blogs legen die Suchmaschinen einen Teaser an, der aus einer Überschrift (dem sog. SEO-Title) und einer kurzen Beschreibung des Inhalts (der sog. Meta-Description) besteht. Beides kannst (und solltest!) du im WordPress-Backend für Google hinterlegen:

Screenshot vom Yoast SEO Plugin für den SEO-Title und die Meta Description.
Der SEO-Title und die Meta-Description sind sehr wichtige Signale und sollten unbedingt die wichtigsten Keywords enthalten.

Warum SEO-Title und Meta-Description so wichtig sind

Der Teaser, mit dem Google deinen Text in den SERPs anpreist, ist das Erste, was deine potenzielle Leserschaft von deinem Content sieht. In vielen Fällen ist er auch das Letzte, denn die Konkurrenz ist groß. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, den Google-Nutzer dazu zu bringen, ausgerechnet auf deinen Artikel zu klicken: ein knackiger Titel und eine aussagekräftige Description, die den Artikel gut beschreibt, ohne all zu viel vorweg zu nehmen.

Vorsicht! Wenn du für deinen Artikel keinen Title und keine Description im WordPress hinterlegt, bastelt Google selbst einen Teaser zusammen. Und das kannst du wörtlich nehmen: Die Suchmaschine pickt sich hier und dort Passagen aus deinem Text und stückelt sie zu einem Teaser zusammen. Das führt häufig zu wenig attraktiven Aneinanderreihungen von Wörtern, die den Leser eher abschrecken als verführen. Ein Franken-Teaser, sozusagen.

WordPress Keywords finden

Auch die Keywords gehören zu den Meta-Tags, die Google über den Inhalt deines WordPress-Blogs bzw. einzelner Seiten in deinem Blog informieren. Zunächst einmal sind Keywords einfach nur die Suchbegriffe, die User bei Google & Co. eintippen, um ein Problem zu lösen, eine Antwort auf eine Frage oder ein Produkt/eine Dienstleistung zu finden. Das Ziel von WordPress SEO ist es, deinen Blog so gut wie möglich auf die richtigen Keywords zu optimieren.

Du möchtest mehr über Keywords erfahren? In meinem Ratgeber-Artikel Was sind Keywords? lernst du alles, was du über Keywords wissen musst: Wie sie aufgebaut sind, welche Arten von Keywords es gibt, und wie viele du brauchst, um mit wehenden Fahnen an deinen Wettbewerbern vorbeizuziehen.

Was sind die richtigen WordPress Keywords?

Die „richtigen“ Keywords sind die Begriffe oder Phrasen, mit denen deine Zielgruppe nach deiner Seite bzw. nach deinen Produkten oder Dienstleistungen sucht. Um herauszufinden, welche Suchbegriffe das sind, musst du dir zunächst einmal darüber klar werden, wer eigentlich deine Zielgruppe ist. Wenn du eine Dienstleistung anbietest oder einen Webshop betreibst, dann ist es dein Ziel, nicht nur möglichst viele User auf deine Seite zu locken, sondern du willst die User zu Kunden machen.

Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer sog. Conversion. Wenn ein User konvertiert, dann bedeutet es, dass er oder sie auf deiner Seite jene Aktion(en) ausführt, auf die deine Marketingaktivitäten ausgerichtet sind. Dies kann z.B. ein Newsletter-Abonnement, ein Checklisten-Download, eine Preisanfrage oder ein direkter Kauf sein.

Die richtigen Keywords für Webshops bzw. Dienstleister sind transaktionale Keywords, auch Money-Keywords genannt. Hinter transaktionalen Suchanfragen steht eine Kaufabsicht bzw. eine Konsum- oder Aktionsabsicht (z.B. „SEO-Agentur Wien“, „gelbe Jacke kaufen“, „Auto mieten Berlin“).

Tipp: In meinem Ratgeber-Artikel Keyword-Recherche verrate ich dir im Detail und mit vielen Beispielen, wie du die richtigen Keywords für deinen WordPress-Blog findest.

Keywords und Suchintention abgleichen

Wenn es dir „nur“ darum geht, deinen WordPress-Blog zum Wachsen zu bringen und so viel organischen Traffic wie möglich zu generieren, musst du in erster Linie herausfinden, wie die Leute nach den Themen, über die du schreibst, suchen. Versetz dich in deine potenziellen Besucher hinein: Was tippt jemand bei Google ein, wenn er nach deinen Themen sucht?

Und denk daran, dass die meisten Leute so suchen, wie sie sprechen: in Umgangssprache, ohne Fachjargon und (aus Zeitgründen) häufig nicht grammatikalisch korrekt. Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass der Großteil der Suchanfragen bei Google sog. „Long Tail Keywords“ sind. Das sind Suchphrasen mit drei oder mehr Wörtern. Last but not least: Der Laie sucht anders als der Experte.

Beispiel: Wenn ein Hobby-Blogger sich bessere Rankings für seine Website wünscht, dann wird er wahrscheinlich nicht „Onpage Optimierung Tipps“ googeln, sondern eher „bei Google nach vorne kommen“ oder ähnliches. Wichtig ist also, dass du dich nicht stur auf die Keywords konzentrierst, sondern dass du die Suchintention deiner Zielgruppe verstehst.

Wettbewerb nicht vergessen!

Die besten Keywords sind natürlich die, die oft gesucht werden, aber wenig umkämpft sind. Die wachsende Popularität von Content Marketing hat diese Einhörner aber schon so gut wie ausgerottet. Um schnell erste Rankings zu erzielen, solltest du dich stattdessen auf sog. Nischen-Keywords fokussieren. Das sind Suchanfragen mit wenig Suchvolumen und entsprechend geringem Wettbewerb.

Sie werden dir zwar keine Massen auf deinen WordPress-Blog locken, aber sie bauen Trust bei Google auf. Aufgrund der geringen Konkurrenz für diese Suchanfragen hast du die Chance, es relativ schnell in die Top 10 zu schaffen. Das bedeutet, dass dein Content sichtbar ist und erste Zugriffe und damit auch erste User-Metriken sammelt. Und das wiederum macht es Google leichter, deinen Content einzuordnen und zu bewerten.

WordPress Keywords eintragen

Wo platziert man Keywords? Bei dieser Frage denken wir unwillkürlich an den SEO-Consultant, der uns vor Keyword-Stuffing gewarnt hat. Und es stimmt: Ein Text, der bis zum Anschlag mit deinem Fokus-Keyword vollgestopft ist, gewinnt bei Google schon lange keine guten Rankings mehr. Heute gehen wir von einer anderen Prämisse aus: Guter Content ist für Menschen geschrieben, nicht für Google. Trotzdem sind es natürlich SEO-optimierte Seiten, die bei Google gut ranken.

Wo trage ich meine WordPress Keywords ein?

Eines vorweg: Bisher haben wir von Keywords (Plural) gesprochen. Für die SEO-Optimierung ist es aber wichtig, dass du dich auf EIN Fokus-Keyword bzw. eine Fokus-Keyphrase pro Seite (also pro Artikel/Thema) festlegst. Das ist wichtig, weil du dein Thema so präzise wie möglich zuschneiden musst, um die Suchintention zu treffen.

Keywords im WordPress Backend eintragen

Um Google mitzuteilen, worum es in deinem Artikel geht, musst du dein Fokus-Keyword jetzt an strategisch wichtigen Stellen platzieren. Für manche (z.B. SEO-Title und Meta-Description) solltest du ein SEO-Plugin zur Hilfe nehmen (dazu später mehr), andere erklären sich fast von selbst und ein paar sind gut gehütete SEO-Geheimnisse. Alles in allem solltest du darauf achten, dass dein Fokus-Keyword an folgenden Stellen erscheint:

Strategisch wichtige Keyword-Stelle Warum ist das wichtig?
SEO-Title (auch Sitetitle genannt) u. Meta-Beschreibung (mit YOAST-Plugin)Google nutzt diese Meta-Tags, um einen Teaser für die SERPs zu erstellen; der Sitetitle wird außerdem oben im Browser-Tab angezeigt.
Permalink/URL Die URL (Webadresse) deiner WordPress-Seite sollte grundsätzlich dein Fokus-Keyword enthalten und vielleicht noch ein oder zwei andere wichtige Suchbegriffe. Achtung: URLs sollten so kurz und prägnant wie möglich sein!
Überschrift (H1)Deine H1 ist der einzige Typ von Überschrift, die du nur 1 x verwendest. Hier sollte das Keyword oder eine Variation davon vorkommen.
ZwischenüberschriftenNormalerweise wirst du H2 bis H4 als Zwischenüberschriften verwenden. Achte darauf, dein Fokus-Keyword in genügend Zwischenüberschriften unterzubringen; H2 sendet, neben der H1, die stärksten Signale an Google.
Bilder + GrafikenBilder und Grafiken sollten grundsätzlich das Fokus-Keyword im „Alt-Tag“ haben (dazu unten mehr).
FließtextDein Keyword bzw. Variationen und Synonyme deines Keywords sollten ausreichend oft im Fließtext auftauchen. Das YOAST-Plugin zeigt dir an, wie gut deine Keyword-Ausprägung ist.
Teaser/EinleitungDamit Google (und dem Leser) von Anfang an völlig klar ist, worum es in deinem Text geht, sollte deine Keyphrase so früh wie möglich, idealerweise bereits im Teaser, auftauchen.
Das sind die wichtigsten Stellen, an denen du deine WordPress Keywords eintragen solltest.

Keywords in Bildnamen/Bildunterschriften

Eingebundene Bilder und Grafiken sind ein sehr guter Weg, um zusätzliche SEO-Signale an Suchmaschinen zu senden. Hier hast du drei Möglichkeiten, von denen du am besten alle nutzt. Du solltest

  • die Bilddatei mit deinem Fokus-Keyword benennen (abspeichern),
  • das FK-Keyword in deiner Bildunterschrift verwenden und
  • das FK-Keyword im Alt-Tag erwähnen.
Screenshot von der WordPress Mediathek, auf dem zu sehen ist, wie man Alt-Tags benennt.
Das Keyword im Alt-Tag (Alternativtext) gehört zur WordPress SEO.

Der Alt-Tag ist die sogenannte „Alternativbeschreibung“, in der du beschreibst, was auf dem Bild zu sehen ist. Sie war früher sehr wichtig, als Computer noch so lahm waren, dass Bilder nicht sofort geladen wurden. Heute ist sie v.a. eine Hilfe für sehbehinderte Menschen.

Du kannst den Alt-Tag direkt in der Mediathek bearbeiten, wenn du deine Bilder hochlädst. Der Screenshot links stammt von dem Bild im nächsten Absatz. Der Alt-Text lautet: „Screenshot vom WordPress SEO Plugin YOAST, das bei der Optimierung der WordPress Keywords hilft.“

SEO-Plugins für WordPress

Ein SEO-Plugin ist ein Muss für alle, die ihre WordPress-Seite kommerziell nutzen und/oder Wert darauf legen, wirklich gelesen zu werden. Für Einsteiger*innen in das Thema WordPress SEO ist das Yoast-Plugin am besten geeignet. Es lässt sich leicht konfigurieren und bietet alle notwendigen Funktionen, um Seiten und Beiträge in WordPress zu optimieren.

Der Vollständigkeit halber seien auch The SEO Framework (vollständige Beschreibung) und Rank Math (vollständige Beschreibung) erwähnt. Beide Plugins sind aber eher Lösungen für fortgeschrittene SEOs. Aus diesem Grund schauen wir uns im Folgenden den Umgang mit Keywords im Yoast SEO Premium an.

Yoast SEO Premium

Unter den Plugins für Suchmaschinenoptimierung, die im WordPress-Universum derzeit angeboten werden, ist das YOAST-Plugin mit 5 Millionen aktiven Installationen mit Abstand das beliebteste Tool. Es bietet dir (auch in der kostenlosen Variante) die Möglichkeit, dein Fokus-Keyword (Fokus-Keyphrase) zu hinterlegen und dir neben einer SEO-Analyse auch eine Lesbarkeits-Analyse anzeigt:

Screenshot vom WordPress SEO Plugin YOAST. WordPress Keywords.
In der Premium-Variante von YOAST hast du die Möglichkeit, mehr als nur ein Fokus-Keyword einzutragen.

Keywords eintragen im YOAST Plugin

Der größte Vorteil des Plugins ist die Maske für den SEO Titel und die Meta Beschreibung. Weiter oben im Text hast du diese Maske leer gesehen. Fertig ausgefüllt sieht sie dann so aus:

Screenshot vom WordPress SEO Plugin YOAST. WordPress Keywords.
Das YOAST Plugin zeigt dir an, ob die Meta-Daten die richtige Länge haben (grün) oder zu kurz/zu lang (orange) sind.

Wie du oben gesehen hast, ist mein Fokus-Keyword für den Artikel, den du gerade liest, „WordPress Keywords„. Diese Keyphrase habe ich in YOAST sowohl im SEO-Titel als auch in der Meta-Beschreibung verwendet. Im Permalink (URL) kommen beide Wörter vor, allerdings sind die dort von weiteren Keywords, die im Zusammenhang mit diesem Thema wichtig sind, kombiniert.

Auch der Titel (das ist die H1) meines Textes zeigt eine leichte Variation meiner Fokus-Keyphrase. Indem du Variationen einbaust, kannst du nicht nur mehr Keywords unterbringen, sondern du gibst Google auch mehr Auswahl für den Teaser. Und Google liebt Auswahl. 😉

Tipp: Ein Keyword kommt selten alleine! Welche anderen Keywords im Zusammenhang mit deinem Thema/deiner Fokus-Phrase noch wichtig sind und in deinem Text auf keinen Fall fehlen dürfen, kannst du z.B. mithilfe der kostenlosen Google-SEO-Tools herausfinden.

SEO- und Lesbarkeitsanalyse von YOAST

Natürlich ist die Maske für SEO Title und Meta Description noch längst nicht alles, was YOAST kann. In der SEO-Analyse sagt das Plugin dir z.B., wie gut deine Keyword-Ausprägung im Fließtext, in den Zwischenüberschriften und den einzelnen Absätzen ist. Außerdem weist es dich z.B. darauf hin, wenn dir interne und/oder externe Links fehlen. Für den Text, den du gerade liest, sieht die SEO-Analyse von YOAST z.B. so aus:

Die SEO-Analyse bei YOAST erinnert dich daran, wenn du das Keyword an wichtigen Stellen vergessen hast.

Ein weiteres sehr hilfreiches Feature des Plugins ist die Lesbarkeits-Analyse. Hier zeigt YOAST dir z.B. an, wie das Verhältnis zwischen Aktiv- und Passivkonstruktionen ist, und ob dein Text gut bzw. leicht lesbar ist. Mithilfe der Lesbarkeitsanalyse kannst du die User Experience auf deiner Seite wesentlich verbessern und dafür sorgen, dass deine Leser länger auf deinem Blog/deiner Webseite bleiben.

Das wiederum verbessert die User-Metriken und das wiederum kann (und wird!) dein Google-Ranking positiv beeinflussen. Die Lesbarkeitsanalyse für den vorliegenden Text schlägt mir z.B. vor, mehr Zwischenüberschriften und mehr Bindewörter einzubauen:

Screenshot vom WordPress SEO Plugin YOAST.
Die YOAST-Lesbarkeitsanalyse checkt für dich, wie dein Text beim Leser ankommt, und gibt dir Verbesserungstipps.

Lohnt sich YOAST Premium?

Ich finde, dass die kostenlose YOAST-Variante einen prima Job macht. Du kannst zwar keine zweiten und dritten Keyword-Phrasen hinterlegen, aber das ist meiner Erfahrung nach ohnehin nicht sehr sinnvoll. Warum? Ganz einfach: Wenn du das Keyword richtig ausgewählt und mit dem Search Intent abgeglichen hast, dann ist es bereits ideal zugeschnitten. Weitere Fokus-Keywords könnten deinen Text wieder zu „breit“ machen und dich Ranking-Chancen kosten.

Und wenn du dein Thema gut recherchiert hast und nach der Skyscraper-Methode vorgehst, dann bringst du ganz automatisch auch alle anderen wichtigen Keywords unter. Es gibt allerdings ein paar Maßnahmen im Rahmen des WordPress SEO, die mit dem kostenlosen Plugin nicht möglich sind. Die wichtigste unter diesen Maßnahmen ist das URL-Management.

Ohne YOAST Premium kannst du URLs nach der Veröffentlichung einer Seite zum Beispiel nicht mehr ändern, ohne einen 404er-Fehler zu produzieren. Und du kannst auch keine Weiterleitungen für Seiten einrichten, die du z.B. gelöscht hast. Warum das ein Problem ist, erkläre ich dir in meinem Ratgeber zum Thema OnPage-Optimierung.

Noch mehr Tipps für WordPress Keywords

Keywords nicht doppelt verwenden

In der YOAST SEO-Analyse gibt es einen Hinweis, der heißt: „Du hast diese Keyphrase noch nie verwendet. Sehr gut!“ Der Grund dafür, dass YOAST dich für die Einzigartigkeit deiner Keyphrase lobt, ist folgender: Du solltest niemals zwei WordPress-Seiten auf das gleiche Keyword optimieren. Erstens wird Google immer nur EINE der beiden Seiten ranken, was die andere mehr oder weniger überflüssig macht, und zweitens ist sog. „duplicated Content“ (also doppelter Content) kein gutes Qualitätsmerkmal.

Keywords möglichst exakt verwenden

Idealerweise solltest du dein Fokus-Keyword natürlich so einbinden, wie du es zugeschnitten hast, und wie der User es bei Google & Co eingibt. Ist deine Keyphrase also „SEO Agentur“ und du befindest dich (wie ich) in Wien, würdest du deinen Artikel „SEO Agentur in Wien gesucht? SEO Agentur gefunden!“ oder ähnlich nennen. Du solltest dich und deinen Text aber nicht verbiegen! Google hat kein Problem damit, ein grammatisch leicht verändertes Keyword richtig zuzuordnen. Ist dein Keyword also „Mäuse Garten“, darfst du ruhig „Mäuse im Garten“ oder ähnliches schreiben.

Synonyme und Variationen bei Keywords

Über Keyword-Stuffing haben wir ja schon gesprochen. Damit gar nicht erst der Eindruck entsteht, du hättest deinen Text mit deinem Fokus-Keyword überladen, solltest du versuchen, mit Variationen deines Keywords und (wenn möglich) mit Synonymen zu arbeiten. Schreibst du z.B. einen Artikel über Blasenentzündungen, dann kannst du auch die lateinische Bezeichnung Zystitis oder Cystitis verwenden.

Im Englischen hört man häufig von sog. „LSI-Keywords„. LSI steht für Latent Semantic Indexing und beschreibt eine semantische Verwandtschaft zwischen zwei Begriffen. Z.B. ist der Begriff „Informatiker“ semantisch (= inhaltlich) verwandt mit dem Begriff „Programmierer“, aber sie sind nicht deckungsgleich. Auch LSI-Keywords sind eine gute Möglichkeit, um Keyword-Stuffing zu vermeiden.

Aber Vorsicht! Da sie eben nur verwandt und NICHT deckungsgleich sind, solltest du an den strategisch wichtigen Stellen (siehe oben) bei deinem ursprünglichen Fokus-Keyword bleiben.

Keywords mit interner Linkstruktur pushen

Spätestens, wenn du dich mit OffPage-Optimierung beschäftigst, müssen wir natürlich über Backlinks reden. Solange deine WordPress-Webseite sich aber noch im Aufbau befindet, ist das Generieren von Backlinks so gut wie unmöglich. Das heißt aber nicht, dass du ganz auf Links verzichten musst: Mach’s dir einfach selbst! Sobald dein Content wächst, kannst du beginnen, deine Artikel untereinander (intern) zu verlinken. Wichtig ist, dass du jede Unterseite nach Möglichkeit mit ihrem exakten Fokus-Keyword oder einer Variation davon verlinkst.

WordPress Keywords eintragen – Zusammenfassung

Damit eine Website in den organischen Suchergebnissen performt, muss sie die richtigen Signale an Google senden. Diese Signale setzt du, indem du deine relevanten Keywords bzw. das Fokus-Keyword in jedem Beitrag an strategisch wichtigen Stellen positionierst. Diese wichtigen Stellen habe ich hier noch einmal für dich zusammengefasst:

Wordpress Keywords eintragen Checkliste
Mit dieser Checkliste weißt du immer, wo du deine Keywords in WordPress eintragen musst. Lass das Ranking steigen!

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Du hast keine Zeit für monatelanges Trial and Error? Kein Problem, ich helfe dir gerne beim Aufbau deiner Website und deiner organischen Reichweite! Als SEO-Texterin verhelfe ich kleinen und mittelständischen Unternehmen seit mehr als sechs Jahren zu einer guten Online-Sichtbarkeit und erreiche mit meinen Website-Texten und Blogartikeln konstant Rankings auf Seite Eins bei Google.

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Inhaltsverzeichnis

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  • ist ein Online-Text, also ein speziell für’s Web geschriebener Text.
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  • zielt auf ein gutes organisches Ranking für alle relevanten Suchbegriffe ab.
  • ist sowohl inhaltlich als auch technisch für Suchmaschinen optimiert.

So weit, so gut. Aber SEO-Texte schreiben kannst du jetzt immer noch nicht. Schließlich macht das Wissen um den optimalen Trainingsplan dich noch nicht zu einem schnelleren Läufer. Deshalb möchte ich dir den simplen, aber goldrichtigen Ratschlag mit auf den Weg geben, den ich an meinem ersten Arbeitstag als Online-Redakteurin bekam:

„Vergiss SEO-Texte. Du musst einfach so schreiben, dass deine Artikel dem Leser gefallen. Der Leser hat ein Problem und du bietest ihm die Lösung an. Ende der Geschichte, jetzt geh schreiben.“

Christoph Schlarb, ehemals Senior SEO Manager bei HEROLD

Ich habe an diesem Tag drei wichtige Dinge gelernt:

  1. Search Intent: Leser suchen bei Google eine Lösung für ein spezifisches Problem. Je besser deine Lösung ist, und je besser sie präsentiert ist, desto bessere Positionen erreicht dein Artikel.
  2. User Experience: Dein Text muss dem Leser gefallen, sowohl inhaltlich als auch optisch. Damit er länger auf deiner Seite bleibt und Google dadurch signalisiert: Diese Seite mag ich, die ist toll!
  3. Practice is key: Wer es im SEO-Texten zur Meisterschaft bringen will, muss vor allem eines tun: schreiben. Das Schreiben für Suchmaschinen ist ein Handwerk wie jedes andere auch.

Bei SEO-Texten geht es um Keywords

Der Begriff, der im Zusammenhang mit SEO-Texten am häufigsten fällt, ist „Keywords„. Keywords oder Keyphrasen sind die Suchbegriffe, für die jemand mit seinen Inhalten über die Google-Suche gefunden werden will. Das macht SEO-Content übrigens auch zu einem so unverzichtbaren Instrument im Marketing und speziell im Content Marketing: Wer die Suchmaschinenoptimierung beherrscht und es bei Google & Co. nach ganz oben schafft, hat damit einen kostenlosen Marketingkanal geschaffen.

Die einzige andere Möglichkeit, die eigenen Inhalte ganz weit oben in den SERPs anzeigen zu lassen, sind Google Ads. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, warum SEO in vielen Fällen eine sinnvollere Investition ist als SEA, lege ich dir meinen Ratgeber SEO vs. SEA ans Herz.

Schreib für Menschen, nicht für Google!

Viele mittlerweile überholte SEO-Praktiken wie das sog. Keyword-Stuffing sind dadurch entstanden, dass die TexterInnen beim Schreiben eine Maschine im Kopf hatten. Genauer: Sie wussten, dass Ihre Website mehrmals am Tag von Crawlern (auch Spiders oder Bots genannt) durchforstet wird. Und sie wussten, dass diese Crawler ihre Website nach Relevanz für einen bestimmte Suchbegriff bewerten.

Das Problem: Vor einigen Jahren war „Relevanz“ tatsächlich mehr oder weniger gleichbedeutend mit „Häufigkeit„. Die TexterInnen mussten also eine Möglichkeit finden, so schöne Wort-Kombinationen wie „moderne Kachelöfen Preise“ oder „Gäste WC Größe“ so oft wie möglich in ihrem Text unterzubringen. Und das sah dann ungefähr so aus:

Beispiel für Keyword-Stuffing aus einem Artikel darüber, wie man SEO Texte schreiben lernt.
Na, hast du jetzt nicht auch wahnsinnige Lust, dir ein neues Gäste WC bauen zu lassen? In der richtigen Größe, natürlich?

Früher hat diese Taktik funktioniert. Aber heute gewinnst du damit keinen Blumentopf mehr. Und erst recht kein Featured Snippet. Und das aus einem einfachen Grund: Google hat sich weiterentwickelt. Heute findet Google das gut, was den Lesern gefällt. Und wie das aussieht, schauen wir uns jetzt an.

Was macht einen guten SEO-Text aus?

Content IST und bleibt King. Langfristig erfolgreiche Web-Texte müssen gut geschrieben sein, sie müssen die Leserschaft fesseln und den berühmt-berüchtigten Mehrwert bieten. Deine Schreibe ist also das Herzstück deines SEO-Textes. ABER es hat natürlich einen Grund, dass die Inhalte, die in der Online-Suche zu einem bestimmten Thema auf Seite 1 ranken, alle eine gewisse Ähnlichkeit miteinander haben. Sie sind ähnlich strukturiert, die Zwischenüberschriften haben ein vergleichbares Wording, und sie decken die gleichen Keyword-Sets ab.

Mit anderen Worten: Sie folgen alle dem gleichen Bauplan und unterscheiden sich lediglich in der Ausführung voneinander.

Deshalb lautet mein Rat: Halt dich an den Bauplan. Du kannst nicht vollkommen aus der Art schlagen und erwarten, damit die gleichen (oder bessere) Ergebnisse zu erzielen wie deine Konkurrenz. Stell sicher, dass du alle wichtigen Zutaten für hervorragenden Content zu deinem Thema beisammen hast. Und DANN veredelst du das Rezept!

SEO-Texte schreiben – so geht’s!

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Zutaten für eine optimale Online-Performance. Wie diese Zutaten gewichtet sein sollten, und wie du das Ergebnis am Ende präsentierst, erfährst du im letzten Abschnitt dieses Artikels. Dort geht es auch um typische Fragen rund um die Textlänge, die richtige Keyword-Verteilung und Finetuning-Arbeiten wie Title und Meta Description.

(1) SEO Texte schreiben nach Suchvolumen

Wenn du lernen möchtest, wie man suchmaschinenoptimierte Texte schreibt, willst du wahrscheinlich gelesen werden. Das klingt banal, ist aber extrem wichtig. Denn auch der beste SEO-Text wird nur dann wirklich gelesen, wenn Leute online nach deinem Thema suchen. Zuerst solltest du (z.B. mithilfe der gängigen SEO Tools) also checken, wie viele Leute sich eigentlich für das interessieren, worüber du schreiben willst.

Was ist ein gutes Suchvolumen?

Ob ein Suchvolumen gut oder schlecht ist, hängt ganz von deinem Suchbegriff ab. Für sogenannte Nischenseiten, die thematisch sehr spezialisiert sind, können schon fünf bis zehn Suchanfragen pro Monat ein „gutes“ Suchvolumen sein. Ein Beispiel: Nehmen wir an, wir machen eine Keyword-Recherche für ein großes Brautmoden-Geschäft. In diesem Fall wäre ein relativ generischer Search term wie „Brautschuhe Ivory„, das im Monat 6.600 x gesucht wird, ein gutes Suchvolumen. „Brautschuhe färben“ hingegen suchen nur 170 Leute im Monat. Für unser wäre das ein zu geringes Suchvolumen.

Ein auf Brautschuhe spezialisiertes Geschäft, das u.a. auch Modelle anbietet, die man nach dem großen Tag umfärben kann, würde für dieses Keyword hingegen SOFORT einen SEO-Text schreiben. „Brautschuhe Ivory“ wiederum wäre für unser kleines Geschäft zu generisch und zu stark umkämpft.

Suchvolumen von Keywords ermitteln

Um zu ermitteln, welche Keywords wieviel Suchvolumen haben, kannst du kostenpflichtige SEO Tools wie SEOLYZE oder den Google Keyword Planner nutzen. Du kannst das Suchvolumen aber auch kostenlos ermitteln, indem du z.B. Google Trends verwendest. Allerdings wird das Suchvolumen für sehr nischige Keywords (z.B. Active Directory Ordner Berechtigungen auslesen) von diesen Tools häufig nicht korrekt erfasst. In diesem Fall solltest du die Keyphrase im Inkognitomodus googeln: Gibt es bereits Content dazu, dann gibt es auch Suchvolumen.

(2) SEO Texte schreiben nach Search Intent

Definiere deine Zielgruppe

Wir haben bereits gesehen, dass das SEO-Schreiben bestimmten Regeln unterliegt, von denen du nicht zu weit abweichen solltest, wenn du online von deiner Zielgruppe gefunden werden willst. Trotzdem gibt es natürlich tausendundeinen Weg, wie du deine Inhalte aufbereiten kannst. Damit du dich für die beste Herangehensweise entscheiden kannst, musst du zunächst wissen, WEN deine Inhalte erreichen sollen: Wer ist die Zielgruppe?

Im Marketing stellen wir nicht umsonst als allererstes die Frage, wer genau mit den geplanten Aktivitäten angesprochen werden soll.

Denn je nachdem, für wen die Botschaft bestimmt ist, braucht es ein bestimmtes Wording, einen speziellen Themenzuschnitt und möglicherweise sogar ein spezifisches Medium.

Ein Beispiel: Wenn du einen Webshop für nachhaltiges Kinderspielzeug betreibst, dann willst du natürlich nicht nur möglichst viele User auf deine Website locken, sondern du willst diese User auch zu Kunden machen. Und das schaffst du nur, wenn du die richtige Zielgruppe ansprichst: Eltern oder andere Menschen, die Kinder beschenken möchten. Die Fragen, die du dir stellen musst, sind also die folgenden:

  • Für wen ist mein Produkt/meine Dienstleistung wertvoll?
  • Wen will ich mit meinen Inhalten erreichen?
  • Wie sucht meine Zielgruppe nach meinem Produkt/meiner Dienstleistung?
  • Welche Inhalte erwartet meine Zielgruppe?

Finde die Suchintention heraus

Der Search Intent oder die Suchintention ist für Google der Dreh- und Angelpunkt in Sachen Ranking. Das liegt daran, dass der Suchmaschinen-Gigant ein klar definiertes Ziel hat:

Google will dem User für jede Suchanfrage das bestmögliche, das heißt das relevanteste Ergebnis liefern. Und das relevanteste Ergebnis ist immer das, was den Search Intent am besten bedient.

Der Search Intent ist übrigens meine persönliche Nemesis. Ich habe ein ganzes Jahr gebraucht, um wirklich zu verstehen, wie man die Suchintention aus dem Fokus-Keyword extrahiert. Denn die beiden sind leider nicht deckungsgleich. Nehmen wir z.B. an, dein Fokus-Keyword ist „Haus bauen„. Du hast eine präzise Vorstellung davon, was ein Leser hinter dieser Phrase erwartet: eine Anleitung, richtig? Einen Schritt-für-Schritt-Guide von der Baustelle zum Richtfest, möglicherweise mit ein paar hilfreichen Tipps, wie man beim Bau Geld sparen kann. Machen wir den Test: Ab in den Ingoknitomodus und „Haus bauen“ googeln:

Screenshot einer Googlesuche für einen Artikel mit dem Thema SEO Texte schreiben.
Bevor du das erste Wort schreibst, solltest du dich immer fragen, wer die Zielperson deines Textes ist.

Fokus-Keyword aus Suchintention extrahieren

Die Vorschläge, die Google uns für diese Suchanfrage macht, decken sich weitgehend mit dem, was wir uns unter dem Keyword vorstellen. User, die nach „Haus bauen“ googeln, wollen auch wissen, wie viel das Bauvorhaben kosten wird. Und offenbar stehen Ziegelmassivhäuser gerade hoch im Kurs. Auffällig ist, dass unser angenommener Search Intent, die Anleitung zum Haus bauen, erst an fünfter Stelle vorgeschlagen wird: „haus bauen schritte“. Die Suchmaschine scheint die Suchintention hinter dem Keyword also etwas anders einzuschätzen als wir.

Diese Beobachtung deckt sich mit den ersten drei organischen Suchergebnissen zu dieser Anfrage, bei denen es sich NICHT um Anleitungen/How-to-Guides handelt. Google spielt zu der Suchanfrage „Haus bauen“ Anbieter für Fertigteilhäuser aus. Und sogar der Anbieter für Massivhäuser (dritte Stelle) wirbt damit, ein „individuell geplantes Ziegelmassivhaus“ zum Preis eines Fertigteilhauses anbieten zu können:

Screenshot einer Googlesuche für einen Artikel mit dem Thema SEO Texte schreiben.
Wenn du erfolgreich SEO-Texte schreiben willst, musst du ganz genau wissen, wie deine Zielgruppe im Internet sucht.

(3) SEO-Content schreiben mit passendem Fokus-Keyword

Fokus-Keyword zuschneiden

Bei unserer Suche nach dem Search Intent hinter dem Keyword „Haus bauen“ haben wir zwei wichtige Dinge herausgefunden:

  1. Wer „Haus bauen“ googelt, sucht offenbar keine Anleitung, sondern er sucht Anbieter. Ein DIY-Fokus wäre also die falsche Herangehensweise, um diesen SEO Text zu schreiben.
  2. Innerhalb des Suchinteresses für „Haus bauen“ scheint es ein spezifisches Interesse für das Thema „Fertigteilhäuser“ zu geben.

Die zweite Erkenntnis ist interessant, weil sie die Frage aufwirft, ob es vielleicht sinnvoll wäre, unser Keyword zu präzisieren und enger zuzuschneiden. Für „Fertigteilhaus bauen“ oder „Fertighaus bauen“ gibt es zwar weniger Suchvolumen als für „Haus bauen“, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du mit „Fertigteilhaus bauen“ den Search Intent triffst. Und das ist es letzten Endes, was für dieSuchmaschine zählt.

Das Fazit? In diesem Fall wäre es sinnvoll, deinen Artikel über Anbieter für Fertigteilhäuser zu schreiben, idealerweise mit einem gut recherchierten Preisvergleich. Ob das für DICH ein lohnendes Thema ist, ist wieder eine andere Frage. Aber bei Google hättest du damit auf jeden Fall mehr Erfolg, als wenn du eine DYI-Anleitung zu dem generischeren Keyword „Haus bauen“ schreibst.

Keyworddichte oder Keyword Density

Die Keyworddichte ist für die meisten SEO Texter*innen wie dieser eine Typ aus der Clique, den eigentlich keiner so richtig knorke findet, der aber trotzdem immer dabei ist. Das liegt daran, dass wir zwar wissen, dass die Keyworddichte eine gewisse Bedeutung hat, aber die meisten von uns diesen Begriff mit den ersten miserabel bezahlten Texter-Jobs verbinden. Ich kann mich noch genau an diese Aufträge erinnern: „Hi Nele! Bitte 700 Wörter zum Thema Brille kaufen schreiben und Brille kaufen mindestens 7 x unterbringen. LG, Marlene“ Marlene war cool, aber die Arbeit habe ich trotzdem gehasst.

Dass eine solche Anweisung in der Regel nicht in lesenswerten Texten resultiert, dürfte jedem klar sein. Trotzdem spielt die Keyworddichte im SEO-Kontext natürlich eine Rolle. Zwar sind die Zeiten, in denen Keyword-Stuffing (du erinnerst dich an unser wundervolles Gäste-WC-Größen-Beispiel?) zum Erfolg geführt hat, glücklicherweise vorbei, aber ignorieren darfst du das Thema trotzdem nicht. Also – was genau bedeutet Keyworddichte eigentlich?

Die Keyworddichte oder Keyword Density bezeichnet die relative Häufigkeit, wie oft ein Keyword in einem Text (und im Verhältnis zum Rest des Inhalts) vorkommt.

Im Grunde handelt es sich also um einen Prozentwert, der dir sagt, wie oft du dein Fokus-Keyword eingesetzt hast. Aber keine Sorge, du musst jetzt keinen Taschenrechner zücken! Wenn dich diese Werte interessieren, kannst du Tools wie Content Success oder SEOLYZE nutzen. Ich persönlich bin ein großer SEOLYZE-Fan.

Keyword-Ausprägung und WDF/IDF Analyse

Natürlich brauchst du zum SEO Texte schreiben nicht zwingend ein Content-Tool. Aber es hilft.

Vor allem, weil es dir nicht nur anzeigt, wie oft du dein Fokus-Keyword eingesetzt hast, sondern es zeigt dir auch, welche anderen Suchbegriffe im Zusammenhang mit deinem Thema wichtig sind. Über die sog. WDF/IDF-Analyse spuckt dir das Tool nämlich die zehn Seiten aus, die zu deinem Fokus-Keyword am besten ranken, und zeigt dir in einer grafischen Darstellung, welche Wörter auf diesen Seiten verwendet werden. Für die Suchanfrage „SEO texte schreiben“ sieht diese Liste z.B. so aus (Bild in neuem Tab öffnen, um es zu vergrößern):

Screenshot des Tools SEOLYZE, das SEO Textern dabei hilft, schnell SEO Texte schreiben zu können.
SEOLYZE zeigt dir, welche anderen Keywords im Zusammenhang mit deinem Thema wichtig sind und erleichtert dir dadurch die Recherche.

Natürlich musst du dich beim Schreiben nicht sklavisch an diese Liste halten. Aber gerade am Anfang kann dir das Tool helfen, einen guten Überblick zu bekommen. Außerdem ist es nie verkehrt, sich anzuschauen, was die Konkurrenz macht. 😉 Ein weiteres Plus: Sobald dein Text online ist, kannst du das Tool nutzen, um deinen Text mit den Konkurrenz-Texten zu vergleichen. Diese Funktion nutze ich in erster Linie, um meine Artikel zu optimieren. Wie ich das mache, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Keywords richtig einsetzen

Dass Keyword-Stuffing nicht funktioniert, haben wir schon gesehen. Wenn es also nicht darum geht, WIE VIELE Keywords ich in einen Text stopfen kann, worum geht es dann? Ganz einfach: Es geht darum, WO im Text du deine Keywords platzierst. Manche Positionen senden stärkere Signale an Google als andere. Hier ein paar Tipps, wo du dein Keyword/deine Keywords platzieren solltest:

  • Überschriften: Dein Fokus-KW gehört auf jeden Fall in deinen Titel (H1) und in deine H2. Idealerweise bringst du es auch in ein paar von deinen Zwischenüberschriften (H3, H4) unter.
  • Absätze: Achte darauf, nicht zu viele Absätze ohne dein Keyword oder ein Synonym deines Keywords zu schreiben.
  • Synonyme: Du schreibst über Blasenentzündung? Dann sollten auch die Begriffe Zystitis und Cystitis sowie die Umschreibung Brennen beim Wasserlassen in deinem Text vorkommen.
  • Title, Meta u. URL: Dein Keyword sollte auf jeden Fall in deinem SEO-Title, deiner Meta Description und der URL deines Artikels vorkommen.

In meinem Ratgeber WordPress SEO verrate ich dir, wo du deine Keywords im Backend platzieren musst, und wie das YOAST-Plugin dir dabei hilft.

(4) SEO Texte durch Überschriften strukturieren

Du hast, je nach CMS, mehrere Arten von Überschriften oder Titles zur Verfügung. Ich verwende selten etwas Kleineres als H4, aber das ist eine Frage des Geschmacks. Während die H1 normalerweise für deinen Titel reserviert ist (in unserem Fall: SEO-Texte schreiben lernen: SEO Content 2021), verteilst du H2s, H3s und H4s in deinem Text.

Um deinen Artikel für Google relevanter zu machen, kannst du Funktionen von Google selbst verwenden: Häufig enthalten die „verwandten Suchanfragen“ bzw. die „ähnlichen Fragen“ bei Google Variationen deines Keywords, die du wunderbar als Zwischenüberschriften verwenden kannst. Hier ein Beispiel für die Suchanfrage „Lebensmittelmotten“:

SEO Texte schreiben lernen Beispiel
Die Überschriften in einem SEO-Text sind ein sehr wichtiges Signal an Google. Du kannst Zwischenüberschriften für die Optimierung nutzen.

Ich persönlich finde die „verwandten Suchanfragen“ sogar noch aussagekräftiger, da sie dir ein Gefühl dafür vermitteln, welche Mikrothemen innerhalb deines Themas wichtig sind. In diesem Fall wollen die Leser*innen z.B. wissen, welche Hausmittel gegen Lebensmittelmotten helfen, wie man ihre Nester findet, und ob sie für Menschen gefährlich werden können:

SEO Texte schreiben lernen Beispiel Screenshot
Je nach Themengebiet kannst du die „verwandten Suchanfragen“ bei Google als Zwischenüberschriften für deinen SEO-Artikel verwenden.

All das sind Fragen, die ich 2019 in dem Artikel „Maden im Müsli? Lebensmittelmotten erkennen, Lebesmittelmotten bekämpfen!“ beantwortet habe. Und das sehr erfolgreich, denn der Artikel ist innerhalb kürzester Zeit in die Google Top 3 geklettert und hat sogar einen fixen Platz in den „ähnlichen Suchanfragen“:

SEO Texte schreiben lernen Beispiel Screenshot
Mit richtig guter Suchmaschinenoptimierung schafft deine Website es übrigens auch in die Frage-und-Antwort-Boxen von Google.

(5) Technisches SEO

Die Performance deines Textes hängt leider nicht nur davon ab, wie gut er geschrieben und für die Suchmaschine optimiert ist. Immer, wenn Google, Bing & Co. deine Inhalte testen und bewerten, fließen in diese Bewertung auch technische Aspekte deiner Webseite (Ladezeit, mobile Optimierung, Behinderung beim Crawling etc.) mit ein.

Und je nachdem, wie deine Seite hier abschneidet, kann dies das Ranking deines Textes entweder verbessern oder ihm schaden. Aus diesem Grund gehört die technische Suchmaschinenoptimierung zu den Basics, mit denen du unbedingt vertraut sein solltest, wenn du SEO-Texte schreiben willst. Das technische SEO sorgt dafür, dass die

In meinem Ratgeber Technisches SEO: Was ist das? habe ich alle wichtigen Informationen zur technischen Suchmaschinenoptimierung zusammengefasst. Außerdem gebe ich dir eine Checkliste an die Hand, mit der du sofort in den DIY-Modus starten kannst.

Magnetische SEO Texte schreiben – Tipps & Tricks

Optimiere dein Thema, nicht das Keyword

Die minutiöse Keyword-Optimierung hat selbstverständlich ihren Platz. Spätestens, wenn dein Artikel auf Seite 1 rankt, es aber nicht in die oberen Positionen schafft, willst du an den feinen Rädchen drehen, die „gut“ in „hervorragend“ verwandeln. Aber solange dein Text noch in den Kinderschuhen steckt, solltest du die ganzen SEO-Regeln zunächst einmal vergessen, und dich voll und ganz auf dein Thema konzentrieren. Dein Ziel ist klar:

Du willst den besten Artikel schreiben, der im World Wide Web zu deinem Thema zu finden ist!

Das bedeutet natürlich, dass du die Konkurrenz überholen musst. Aber um besser zu sein als deine Wettbewerber, musst du dir erst einmal anschauen, wie sie das Thema aufbereitet haben: Wo genau liegt ihr Fokus? Wie ist ihre Struktur? Und das Allerwichtigste: Was kannst du besser machen als sie? Wir sprechen in diesem Zusammenhang vom sog. Skyscraper oder der Wolkenkratzer-Methode.

Gute SEO Texte sind unique!

Im Zusammenhang mit Web-Texten liest man immer vom Unique Content. Jetzt wirst du vielleicht denken: Wie soll ich denn einzigartig sein, wenn bestimmte SEO-Regeln Pflicht sind und mein Text aus den gleichen Search Terms bestehen muss wie die Konkurrenz-Texte?! Guter Punkt. Aber um so eine „Uniqueness“ geht es gar nicht.

Kein Mensch verlangt von dir, dass das du Rad (oder in unserem Fall: die Sprache) neu erfindest. Es geht darum, dass du das Thema, über das vielleicht schon 100 Leute vor dir geschrieben haben, auf deine eigene Weise darstellst. Und dass dein Text das „gewisse Etwas“ hat. Im Idealfall etwas, was die anderen nicht haben. Das kann z.B. sein:

  • ein besonderer Fokus: Ist es vielleicht möglich, das Thema aus einer anderen Perspektive zu beleuchten und Aspekte hineinzubringen, an die vorher noch niemand gedacht hat?
  • Insider-Wissen: Bist du vielleicht Expert*in in einem bestimmten Bereich oder hast Zugang zu Experten*innen-Wissen, das du in deinen Text einbinden kannst (z.B. in Form eines Interviews)?
  • Medien: Bilder, Videos oder Grafiken, die speziell auf deinen Content zugeschnitten sind, sind ein riesiger Bonus in Sachen Uniqueness!
  • Du selbst: Bleib dir selbst und deinem Stil treu. Niemand braucht den 101. SEO-Text, der nur das wiederkäut, was andere schon gesagt haben. Mach was Eigenes draus!

Guter SEO Content ist korrekt!

Es sollte selbstverständlich sein, aber normalerweise genügt ein Blick auf eine x-beliebige Website, um zu erkennen, dass es leider nicht selbstverständlich ist: Verdammt gute SEO Texte sind sprachlich und grammatikalisch korrekt. Sie sind fehlerfrei geschrieben und sie behandeln Leserin und Leser nicht von oben herab, indem sie z.B. ein Fremdwort an das andere reihen.

Du hast Angst, dein Fokus-Keyword grammatikalisch zu verändern, damit es den Satz nicht versaut? Bitte pass es an! Niemand will Sätze lesen wie: Und in diesem Artikel verrate ich dir, was die 10 besten Sushi Bar Wien sind! Google verzeiht grammatikalische Anpassungen und Google erkennt die Keyword-Phrase auch dann noch, wenn eine Präposition dazwischen steht. Versprochen. Hoch und heilig!

Guter Content erfüllt die Leseerwartung!

Nehmen wir an, ein glücklicher Waschmaschinen-Besitzer namens Matthias kommt am Morgen in sein Badezimmer und es schlägt ihm ein richtig widerlicher Geruch aus seiner Waschmaschine entgegen. Matthias überlegt nicht lange, zückt sein Handy und googelt Waschmaschine stinkt oder Waschmaschine riecht komisch oder etwas ähnliches.

Die Suchintention ist hier sehr eindeutig: Matthias sucht nach einer Problemlösung. Idealerweise nach einer Anleitung à la „Mischen Sie einen Liter Wasser mit 4 EL Natron, geben Sie einen Spritzer Zitronensaft dazu, schütten Sie alles in die Trommel, drehen Sie sich 3 x um sich selbst und lassen Sie das Ganze zwei Stunden lang einwirken.“

Ein Text mit dem Fokus-Keyword „Waschmaschine stinkt“ muss Matthias also genau das bieten, was er sucht: eine Lösung für sein Problem. Was Matthias nicht lesen will, ist eine Auflistung von 10 Gründen, warum er noch heute eine neue Waschmaschine kaufen sollte. Bei einem solchen Text wird er schon nach wenigen Sekunden abspringen. Und wenn Matthias nicht zufrieden ist, dann ist Google es auch nicht.

Gute SEO-Texte sind relevant!

Nur relevanter Content wird gelesen. Im Marketing sprechen wir von „relevant“, wenn der Content etwas bietet, was die Leser*innen brauchen. Dies können z.B. Informationen sein, die ein konkretes Problem lösen, Fragen beantworten oder eine Kaufintention befriedigen. Wichtig ist auch, dass dein Inhalt vollständige Informationen bietet.

Menschen sind bequem. Und wenn ich ein Problem google, dann will ich mir die Lösung nicht aus vier verschiedenen Online-Artikeln zusammenstückeln müssen. Ich will den EINEN, der mir alles gibt. Aus diesem Grund solltest du dir zunächst anschauen, was die Konkurrenz zu deinem Thema zu bieten hat, und dann deinen eigenen Artikel schreiben: Stell das Thema besser dar und deck es vollständig ab.

Ein Text, der weder relevant, noch vollständig ist, ist schlichtweg nicht nutzerfreundlich. Mit anderen Worten: Er sorgt für eine echt beschissene User Experience. Das Problem: Wenn dein Leser sich nicht abgeholt fühlt, springt er ab. Im Fachjargon: Er bounct. Und eine hohe Bounce Rate ist ein Signal an alle Suchmaschinen, dass dein Artikel nicht lesenswert ist.

Sei relevant. Sei vollständig. Und schnapp dir deinen Leser schon mit den ersten Sätzen!

Gute Inhalte sind leserfreundlich!

Im Verkauf ist der Kunde König, beim SEO-Texten ist es der Leser bzw. die Leserin. Die Leser*innen senden Google mit allem, was sie tun, Signale. Und diese Signale können sowohl sehr positiv als auch richtig, richtig übel sein. Ein Beispiel: Jemand, der deinen Text von Anfang bis Ende liest und zwischendurch sogar ein paar verlinkte Unterseiten aufruft, meldet durch diese lange Verweildauer an Google: Guter Inhalt, sinnvoll strukturiert, weiterführende Links, lesenswert!

Jemand, der deinen Text nur kurz anscrollt und dann sofort bounct, meldet an Google: Habe nicht gefunden, was ich gesucht habe. Und DAS ist für deinen Text das Todesurteil.

Dein Ziel ist es also, die UX (User Experience) auf deiner Website und für jeden einzelnen deiner Texte so perfekt wie möglich zu gestalten. In meinem Artikel Was macht eine gute User Experience aus? findest du die Langfassung zu diesem Thema. Die Kurzfassung folgt jetzt.

So verbesserst du die UX

  • Search Intent & Leseerwartung: Versprich deinen Leser*innen nichts, was dein Text nicht halten kann.
  • Leser*innen-Führung: Sorg dafür, dass deine Leser*innen bei der Stange bleiben. Schweifen Sie schon im Teaser ab, hast du verloren.
  • Ruheinseln: Aufzählungen, Fettungen und farbig markierte Absätze lockern nicht nur deinen Text auf, sie erleichtern auch das Lesen, weil das Auge sich an ihnen „festhalten“ kann.
  • Absätze: Zu viel Text auf einmal schreckt ab. Verpack deines Informationen in mundgerechte Häppchen, und die Leser*innen sind eher bereit, deinem Text bis zum Schluss zu folgen.
  • Linkstruktur: Kein Mensch kann alles in einem einzigen Text erzählen. Aus diesem Grund gibt es Links: Stelle deinen Leser*innen über interne und externe Links weiterführende Informationen zur Verfügung, die einen echten Mehrwert bieten.

SEO Texte schreiben – häufig gestellte Fragen

Wie lang soll ein SEO-Text sein?

Es gibt SEO-Gurus, die behaupten, die perfekte Textlänge läge bei 1.500 und ein paar zerquetschten Wörtern. Ich behaupte, dass es die perfekte Textlänge im SEO-Kontext nicht gibt. Es kommt immer darauf an, was dein Thema ist, wie viele Wettbewerber du für die oberen Positionen hast, und wie gut du darin bist, Dinge auf den Punkt zu bringen. Die gängigen SEO-Tools machen dir zwar einen Vorschlag, wie lang dein Text ungefähr sein sollte (sie berechnen diesen Wert aus den Plätzen 1-10), aber meiner Erfahrung nach schlägt Qualität grundsätzlich Quantität.

Trotzdem kannst du natürlich davon ausgehen, dass es sehr schwierig werden wird, eine gute Position zu erreichen, wenn dein 750-Wörter-Artikel gegen Wettbewerber antritt, die über 2.000 oder 3.000 Wörter haben. Nicht unmöglich, aber schwierig.

Wie soll ein SEO-Text aufgebaut sein?

SEO-Texte sollten logisch strukturiert und die Kernaussage leicht zu finden sein. Du musst es deinen Leser*innen ermöglichen, die wichtigsten Informationen auch dann ausfindig zu machen, wenn sie deinen Text nur kurz überfliegen. Anderenfalls sind sie unbefriedigt und bouncen schneller, als du „ungerecht“ sagen kannst.

Insider-Tipp: Arbeite mit einem Inhaltsverzeichnis. Heatmap-Auswertungen zeigen, dass viele Leser*innen sogar ins Inhaltsverzeichnis schauen, bevor sie überhaupt den Teaser lesen. Pluspunkt: Manchmal übernimmt Google die Unterpunkte aus dem Verzeichnis sogar in die SERPs!

Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert von Content Marketing und lassen ihre Online-Präsenz entsprechend von Agenturen und Content Creators überarbeiten. Was Viele dabei vergessen: Auch die Suchmaschinen, allen voran Google, entwickeln sich stetig weiter. Was in Sachen Suchmaschinenoptimierung vor zwei Jahren noch wunderbar funktionierte, muss heute nicht mehr den gleichen Erfolg bringen.

Das liegt unter anderem daran, dass wir heute ganz anders suchen als vor zwei Jahren. Schon jetzt verwenden mehr als 20 Prozent der Deutschen im Alltag die Sprachsuche. Und Google wird immer besser darin, gesprochene Suchanfragen zu verarbeiten und die optimalen Ergebnisse auszusteuern. SEOs, die ihre Kundschaft weiterhin auf Position 1 sehen wollen, müssen sich daher intensiv mit Natural Language Processing (kurz: NLP) auseinandersetzen.

SEO Texte schreiben lassen – was kostet das?

Inhalte, die laut Beschreibung für Suchmaschinen optimiert sind, kannst du schon ab wenigen Euros kaufen. Dabei handelt es sich dann um Texte, in die so gut wie keine Recherche-Arbeit geflossen ist, die ohne professionelle Keyword-Recherche geschrieben sind, und die in der Regel schlechte bis gar keine Chancen auf Sichtbarkeit bei Google haben.

Professionelle Texter*innen, die viel Erfahrung in der Content-Erstellung für Suchmaschinen haben und ihren Lebensunterhalt mit (Content-) Marketing verdienen, arbeiten normalerweise mit einem fixen Stundensatz. Wie hoch dieser Stundensatz ist, und welche Fragen du in einem Erstgespräch auf jeden Fall stellen solltest, verrate ich dir in meinem Ratgeber-Artikel Was kosten SEO-Texte?

SEO-Texte schreiben lernen – Zusammenfassung

Jede*r mit einem Gefühl für Sprache kann lernen, Content zu schreiben, den Suchmaschinen wie Google lieben. Dazu braucht es allerdings viel Übung und viel Zeit, denn du musst die Keyword-Recherche erlernen, deine Fokus-Keywords korrekt zuschneiden, die Wettbewerbssituation analysieren, und dich mit User Experience und Conversion-Rate-Optimierung auseinandersetzen.

Wenn du dein (Content) Marketing nicht selbst machen und/oder schnelle Erfolge sehen möchtest, kannst du den SEO-Content für deine Website natürlich auch schreiben lassen (SEO Copywriting). Hier noch einmal alle Faktoren, die die Performance von Web-Content beeinflussen:

Grafik darüber, was alles zum SEO Texte schreiben gehört.
Inhalte, die online gut performen, sind ein Gesamtkunstwerk aus gutem Text und den richtigen Signalen für die Suchmaschine.

Du brauchst Unterstützung beim SEO-Texten?

Kein Problem, ich begleite dich gerne auf dem Weg zu mehr Traffic, besserer Sichtbarkeit und wertvollen Kundenanfragen! Ich helfe Unternehmen seit mittlerweile sechs Jahren dabei, online sichtbar zu werden und die richtige Zielgruppe über Google & Co. anzuziehen. Meine Website-Texte und Blogartikel erreichen konstant Rankings auf der Ersten Seite und in vielen Fällen sogar Featured Content.

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SEO-Blut geleckt? Sehr gut! Dann stürzt du dich am besten direkt in die Keyword-Recherche und findest heraus, wie du deine Leserinnen und Leser am besten einfangen kannst! Wie gut deine Maßnahmen funktionieren, kannst du z.B. mithilfe des Sichtbarkeitsindexes überprüfen. In diesem Zusammenhang interessieren dich sicher auch folgende Beiträge:

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