SEO vs. SEA – Unterschiede & Kosten

Titelbild eines Artikels über die Unterschiede zwischen SEO und SEA. SEO vs SEA.
Suchmaschinenmarketing (SEM) ist für Unternehmen ein Muss. Aber wer gewinnt bei SEO vs. SEA? Welche Form des Marketings über Suchmaschinen ist für Unternehmen erfolgreicher?

SEO, SEA oder SEM? Wer mit seiner Homepage bei Google nach oben kommen will, muss viele kluge Marketing-Entscheidungen treffen. Doch wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen SEO (Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Suchmaschinenwerbung)? Wir schauen uns an, wie diese beiden Spielarten des Suchmaschinenmarketings (SEM) zusammenhängen, und diskutieren, wer im großen Kampf SEO vs. SEA als Siegerin hervorgeht – und warum. Wenig Zeit? Hier geht’s zur Zusammenfassung!

Inhaltsverzeichnis

SEO vs SEA – was ist SEM?

Das Ziel ist immer das Gleiche: Wer eine Unternehmenswebseite hat, will, dass Sie für die richtigen Keywords bei Google ganz weit vorne ausgespielt wird. Denn nur so gelingt es, Aufmerksamkeit zu generieren und neue Kund*innen zu gewinnen. Aber welcher Weg führt eigentlich auf Seite Eins?

Die Antwort lautet: SEM! Suchmaschinenmarketing oder engl. Search Engine Marketing hat die Aufgabe, Google-User aus den SERPs auf eine bestimmte Zielseite zu locken.

Hierfür gibt es im Suchmaschinenmarketing zwei unterschiedliche Spielarten:

(1) Suchmaschinenoptimierung (SEO oder engl. Search Engine Optimization) und
(2) Suchmaschinenwerbung (SEA oder engl. Search Engine Advertising)

Sowohl SEO als auch SEA sind Bestandteile von SEM (Suchmaschinenmarketing). Beides sind Online-Marketing-Maßnahmen, die das Ziel haben, Besucher über Google und andere Suchmaschinen auf eine Website zu führen, damit sie dort eine sogenannte „Conversion“ auslösen. Dies kann, je nach Branche, z.B. ein Kauf (Webshop), eine Anfrage (Dienstleister) oder eine E-Mail-Subscription (Blog) sein. Auf welche Weise dieses Ziel erreicht wird, ist bei SEO und SEA jedoch grundverschieden.

SEO vs. SEA – die Unterschiede

Was ist SEA? Definition

SEA oder Search Engine Advertising heißt, Werbung über eine Suchmaschine auszuspielen. Wir sprechen also von bezahlten Anzeigen, die vor und (je nach Keyword) noch einmal nach den organischen Suchergebnissen auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen (SERPs) ausgespielt werden:

Screenshot einer Google Ad für einen Artikel über die Unterschiede zwischen SEO und SEA. SEO vs SEA.
Bezahlte Ads werden bei Google VOR den Ergebnissen der Organischen Suche ausgespielt und sind (sehr dezent) als Werbung gekennzeichnet.

Jede Suchmaschine stellt ihre eigenen Anzeigenformate zur Verfügung. Da Google mit über 90 Prozent aber den größten Marktanteil besitzt, sind in der Regel Google Ads (früher „AdWords“) gemeint, wenn von Suchmaschinenwerbung die Rede ist.

Die Anzeigen werden für bestimmte Suchanfragen, sog. Keywords geschaltet. Hierbei handelt es sich um Suchbegriffe, die für den Betreiber der Webseite relevant sind, und für die er gerne über Google & Co. gefunden werden möchte.

Für einen Anwalt in Wien sind z.B. Suchanfragen wie Anwalt Wien, Scheidung Wien, Urkundliche Beglaubigung Wien relevant. Weitere wichtige Merkmale von SEA (im Unterschied zu SEO) sind:

  • Die Anzeigen werden (z.B. über einen Google-Ads-Account) in Form von Kampagnen verwaltet.
  • Du stellst pro Kampagne ein bestimmtes Budget ein, das nicht überschritten werden kann.
  • Für manche Suchbegriffe sind Ads teurer als für andere. Jedes Keyword hat einen eigenen CPC (Cost-per-Click). Je stärker der Wettbewerb und je kompetitiver die Branche, desto höher die Klickpreise.
  • Du zahlst pro Klick (Pay per Click) in dem Moment, in dem ein User auf die Ad klickt.
  • Ads lassen sich sehr gut lokal und auf bestimmte Zielgruppen zuschneiden.

Was ist SEO? Definition

Bei SEO (Search Engine Optimization) geht es darum, eine Website so aufzubauen, dass sie für Suchmaschinen optimal funktioniert. Mit anderen Worten: Wir optimieren die Webseite, damit Google sie in den organischen (= nicht bezahlten) Suchergebnissen möglichst weit oben ausspielt.

Das Ziel sämtlicher SEO-Maßnahmen ist immer Position 1 auf Seite 1. Darüber hinaus kannst du es durch gezielte Optimierungsmaßnahmen schaffen, dass Google Inhalte deiner Website als Featured Snippet und/oder anderen Featured Content (z.B. im Knowledge Panel oder in den Ähnlichen Fragen) anzeigt. Dabei handelt es sich um Ergebnisse, die durch Bilder, Bewertungen und Ähnliches in besonderer Weise hervorgehoben sind:

Screenshot einer Google Ad für einen Artikel über die Unterschiede zwischen SEO und SEA. SEO vs SEA.
Über SEO hast du die Möglichkeit, Inhalte deiner Webseite als „Featured Content“ anzeigen zu lassen. SEA bietet diese Möglichkeit nicht.

In Bezug auf SEO vs SEA liegt der größte Unterschied darin, dass du für die guten Positionen und den SEO-Traffic (= Besucher*innen auf deiner Website) NICHT zahlen musst.

Auch bei der Search Engine Optimization arbeiten wir mit Keywords. Allerdings zahlen wir nicht dafür, dass unsere Inhalte dem User via Werbung vorgeschlagen werden, sondern wir sorgen dafür, dass Google dem User die Webseite freiwillig und kostenlos ganz weit vorne in den SERPs präsentiert. Google sagt quasi: Das sind die Ergebnisse, die ICH richtig knorke finde! 😉

Dies gelingt, indem wir die gesamte Website nachhaltig für relevante Suchbegriffe bzw. die relevanten Themen optimieren, und den Besuchern eine erstklassige User Experience bieten.

SEA verbessert die Webseite nicht

Ein wichtiger Unterschied zwischen Search Engine Optimization und Search Engine Advertising ist die Tatsache, dass SEA (Suchmaschinenwerbung) keinerlei positiven Einfluss auf die Qualität deiner Webseite hat. Bei SEO (Suchmaschinenoptimierung) hingegen geht es ausschließlich darum, deine Website zu optimieren.

Die Idee dahinter ist folgende: Die Website soll qualitativ so hochwertig sein und Google so gut gefallen, dass du gar keine Werbung mehr BRAUCHST, um gute Rankings und viele Anfragen von potenziellen Kund*innen zu bekommen.

OnPage-Maßnahmen optimieren nachhaltig

Zu diesem Zweck nutzt die Suchmaschinenoptimierung vorrangig zwei Techniken: die sog. OnPage-Optimierung und die sog. OffPage-Optimierung. Während es bei der OffPage-Optimierung v.a. darum geht, Backlinks aufzubauen, um Google die Relevanz einer Webseite zu signalisieren, ist das Herzstück von SEO die OnPage-Optimierung. Sie setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Zielgruppe ansprechen: Dein Ziel ist es, dass deine Kunden dich online finden. Dafür musst du zunächst einmal die richtigen Keywords für deine Webseite finden (= die Begriffe, mit denen deine Zielgruppe nach deinen Dienstleistungen und/oder Produkten sucht).
  • SEO-Content: Der Dreh- und Angelpunkt der OnPage-Optimierung ist das Schreiben von SEO-Texten. Für eine möglichst große Reichweite über Google & Co. ist es in den meisten Branchen sinnvoll, einen Unternehmensblog aufzubauen.
  • Technisches SEO: Wie schnell lädt eine Seite (PageSpeed Insights)? Sind die Dateien ausreichend komprimiert? Gibt es „broken“ Links? Ist der Server schnell genug? Ist die Seite responsive? Gibt es „toten“ Code (z.B. von entfernten Plugins)? Mehr Informationen über technisches SEO.
  • URL-Struktur: Der logische Aufbau einer Webseite und ihrer URL-Struktur ist wichtig, damit die Suchmaschinen-Bots die Seite schnell und ohne Probleme crawlen können. Experten achten außerdem auf eine sinnvolle interne Linkstruktur und versuchen, Duplicate Content zu vermeiden.
  • User Experience: Auch die Benutzerfreundlichkeit liegt in der Hand des SEO-Texters: Kann der User gut über die Seite navigieren? Findet er alles, was er sucht? Gibt es ausreichend viele Conversion Elemente (z.B. CTAs oder Call-to-Action-Buttons)?

Spezialisten für Conversion-Content arbeiten häufig nach der sog. Skyscraper-Methode. In meinem No-Bullshit-SEO-Blog verrate ich dir, warum es sinnvoll ist, in hochwertigen SEO-Content zu investieren.

SEO vs. SEA – Unterschiede auf einen Blick

Wie wir gesehen haben, verfolgen SEO und SEA das gleiche Ziel: Die Kunden-Webseite bei Google prominent platzieren, um mehr Traffic, mehr Anfragen und/oder mehr Kaufabschlüsse zu generieren.

Beide Spielarten des Suchmaschinenmarketings sind dazu geeignet, diese Ziele zu erreichen. Sie tun es nur auf unterschiedliche Weise, weshalb sie für Unternehmen unterschiedlich gut skalierbar sind. Wir schauen uns an, worauf Unternehmen in der Frage SEO vs SEA achten sollten:

Zu beachtende FaktorenSEA (Suchmaschinenwerbung)SEO (Suchmaschinenoptimierung)
KostenDu zahlst nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Beauftragst du eine SEA-Agentur mit der Erstellung deiner Kampagnen, musst du diese Kosten natürlich zusätzlich rechnen.Kosten für professionelle SEO-Texte sowie die SEO-Optimierung der gesamten Webseite sind in der Regel einmalig und werden häufig auf Projekt-Basis vereinbart.
Erforderliche ExpertiseBei geschickter Planung von Budget und Kampagnen ist der ROI (Return on Invest) schnell erreicht. Dafür braucht es allerdings Expertise. Anderenfalls kannst du sehr leicht hohe Summen verschwenden, ohne Conversions zu erzielen.Wer versucht, SEO-Content selbst zu schreiben, ohne dafür ausgebildet zu sein, verschwendet viel Zeit, ohne etwas zu erreichen. Wer professionelle SEO-Texte kauft, profitiert hingegen jahrelang von dieser Investition.
Zeitlicher RahmenSEA-Maßnahmen wirken, sofern sie professionell umgesetzt werden, sofort. Ist die Kampagne online, ist die Anzeige sofort auf Seite Eins sichtbar.SEO-Maßnahmen brauchen Zeit, denn Google muss zunächst einmal Daten sammeln, um die Qualität des Contents bewerten zu können. Erste Erfolge zeigen sich nach drei bis vier Wochen, deutliche Verbesserungen nach zwei bis drei Monaten.
NachhaltigkeitSEA bringt dich bei Google nur so lange nach vorne, wie du zahlst. Pausierst oder beendest du die Kampagnen, bist du von jetzt auf gleich nicht mehr sichtbar.Gezielte Search Engine Optimization auf der Webseite und Investitionen in hochwertigen Content machen sich noch Jahre später bemerkbar.
SEA-Maßnahmen wirken schnell, sind aber nicht nachhaltig. SEO-Maßnahmen brauchen Zeit, wirken aber viele Jahre lang.

Was ist besser – SEO oder SEA?

So weit, so gut. Aber was ist jetzt besser – SEO oder SEA? Tatsache ist, dass man in der Frage SEO vs SEA keine allgemeingültige Aussage treffen kann. Beide Formen von Marketing in Suchmaschinen haben ihre Berechtigung. Es funktionieren jedoch nicht beide Techniken für jede Branche und/oder jedes Conversion-Ziel gleich gut. Um dies zu verdeutlichen, schauen wir uns zunächst einmal die jeweiligen Vorteile der einen Form gegenüber der anderen an.

Vorteile von SEA gegenüber SEO

Targeting/Zielgenauigkeit

Ads-Kampagnen lassen sich sehr genau auf eine bestimmte Zielgruppe einstellen. Du betreibst einen Installateur-Dienst in Wien Meidling? Dann kannst du deine Kampagnen so einstellen, dass für deine relevanten Keywords nur bei Suchen in Meidling zwischen 9 und 17 Uhr Anzeigen ausgespielt werden.

Lokale Dienstleister können mittels lokaler Suchmaschinenoptimierung zwar auch sehr gute Ergebnisse erzielen, indem sie ihre Inhalte so optimieren, dass Google sie bevorzugt für bestimmte Regionen ausspielt (z.B. über Google Places), aber so detailliert wie das SEA-Targeting funktioniert diese Optimierung (noch) nicht. (Mehr Informationen über SEO für kleine Unternehmen).

Leichtere Skalierung, schnelle Umsetzung

Bei Suchmaschinenwerbung hängt alles am Budget: Wenn du bereit bist, mehr zu zahlen, dann werden deine Anzeigen öfter ausgespielt und du bekommst mehr Ads-Traffic auf deine Seite. Das macht die Skalierung sehr einfach: Wenn du heute das Budget für eine bestimmte Kampagne oder ein bestimmtes Keyword erhöhst, werden diese Anzeigen SOFORT vermehrt ausgespielt.

Bei SEO-Maßnahmen musst du einen längeren Atem haben, da die Skalierung über einen längeren Zeitraum erfolgt. Dafür kannst du dich bei der Suchmaschinenoptimierung über exponentielles Wachstum freuen (dazu unten mehr).

Vorteile von SEO gegenüber SEA

Konstanter Traffic

Professionelle Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung zielen darauf ab, deine Webseite technisch und Content-seitig so zu optimieren, dass die organische Google-Suche dir konstante Besucherzahlen bringt. Der entscheidende Unterschied zu SEA liegt darin, dass der Besucherstrom auch dann NICHT abreißt, wenn du die Investitionen in SEO zurückschraubst oder pausierst. Solange die Rankings stimmen, fließt der Traffic.

Reduzierst du aber dein Ads-Budget oder pausierst eine Kampagne, bleiben von jetzt auf gleich die Webseiten-Besucher*innen aus und kommen erst dann zurück, wenn du wieder investierst. Ergebnisse durch SEA (Search Engine Advertising) sind also NICHT dauerhaft.

Kostenlose Leads

Das Ziel von Online-Marketing, insbesondere im B2B-Sektor, ist immer der Kontakt zum potenziellen Kunden. Mit anderen Worten: Lead-Generierung. Während du bei SEA täglich dafür zahlen musst, dass Besucher*innen auf dein Angebot aufmerksam gemacht werden, sorgen SEO-Maßnahmen dafür, dass Google quasi kostenlos Werbung für dein Angebot macht.

Ist eine Website nämlich erstmal gut in den Suchmaschinen positioniert, sind in der Regel nur alle paar Monate kleinere Anpassungen erforderlich, damit der Content seine Aktualität nicht verliert. Größere Nachbesserungen werden erst notwendig, wenn der Google Algorithmus sich (stark) verändert oder die Konkurrenz ebenfalls in Content Marketing investiert und versucht, deine Rankings zu besetzen.

Exponentielles Wachstum

Im Gegensatz zu Traffic, der durch bezahlte Anzeigen hereinkommt und grundsätzlich davon abhängt, wie viel Budget du investierst, wächst SEO-Traffic von alleine. Du investierst einmalig in professionelle SEO-Texte und/oder eine sinnvolle Content-Strategie. Anschließend kannst du der organischen Reichweite beim Wachsen zuschauen. Warum? Weil guter SEO-Content immer besser wird, je länger er online ist.

Zusätzlicher Pluspunkt: Immer, wenn du weiteren guten Content inklusive cleverer interner Verlinkung hinzufügst, verbesserst du damit die Metriken für die gesamte Seite. Organischer, also durch Suchmaschinenoptimierung genierter Traffic wächst nämlich nicht nur von alleine, er wächst sogar exponentiell.

User mögen organische Suchergebnisse lieber

Laut einer Studie von SISTRIX entfallen nur knapp 7 Prozent aller Klicks für eine Google-Suche auf die bezahlten Anzeigen. Mehr als 90 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer wählen ein Ergebnis aus den organischen SERPs aus. Das liegt nicht nur daran, dass manche User eine strickte „No Ads!“-Policy haben, sondern dass der größte Teil der Google-Suchen informationsgetrieben ist. Und die Nutzerinnen und Nutzer wissen nun einmal, dass die Zielseite einer Ad ihnen keine Frage beantwortet, sondern etwas verkaufen will.

Bild in einem Artikel über die Unterschiede zwischen SEO und SEA. SEO vs SEA.
Bei informationsbezogenen Suchanfragen schneiden Google Ads besonders unterdurchschnittlich ab. Foto: Canva.com

Wann ist SEO besser, wann SEA?

Wir haben gesehen, dass Search Engine Optimization und Search Engine Advertising zwar beides Techniken von SEM (Suchmaschinenmarketing) sind, dass sie aber grundverschieden funktionieren. Doch wer geht im Kampf SEO vs SEA nun als Siegerin hervor? Die klare Antwort: Niemand. Und das liegt daran, dass nicht grundsätzlich SEO oder grundsätzlich SEA besser ist, sondern dass sie für die verschiedenen Marketing-Ziele unterschiedlich gut funktionieren. Mit anderen Worten: Beide Kanäle haben ihre Vorzüge.

Es kommt darauf an, was genau du erreichen willst. Wir schauen uns jetzt genauer an, wann du Suchmaschinenoptimierung (SEO), und wann du Suchmaschinenwerbung (SEA) einsetzen solltest, und wann eine Kombination aus beiden die besten Erfolge bringt.

Branche und Art des Angebots

Grundsätzlich können Branchen und Dienstleister aller Art sowohl von SEO als auch von SEA profitieren. Es gibt jedoch bestimmte Situationen, in denen Google- und/oder Bing-Ads das Marketing via SEO schlagen, weil Letzteres zu lange braucht, bis Effekte spürbar sind:

  • Saisonale Angebote: Branchen, die den Großteil ihres Umsatzes in einer bestimmten Zeit des Jahres machen (z.B. Ski- oder Tauchlehrer, Pool-Bauer und Bauunternehmen), tun gut daran, in dieser Zeit verstärkt Suchmaschinenwerbung zu betreiben.
  • Besondere Events: Du planst ein einmaliges Event, das es so niemals wieder geben wird? Ein klarer Fall für Google Ads, denn SEO-Maßnahmen wären in diesem Fall Geldverschwendung.

Suchintention des Users

In der Frage SEO vs SEA spielt die Suchintention eine entscheidende Rolle. Welche Suchintention ein User hat, also welche Art von Ergebnissen er oder sie gerne ausgespielt bekommen möchte, kannst du daran erkennen, welche Art von Keywords er oder sie benutzt.

Kommerzielle vs. informationelle Keywords

Gibt eine Nutzerin die Keyphrase „grüne Schuhe kaufen“ bei Google ein, so sprechen wir von einer sog. kommerziellen bzw. transaktionalen Suchintention: Die Nutzerin hat eine Transaktionsabsicht, sie möchte grüne Schuhe kaufen. Das bedeutet, dass sie in ihrer Customer Journey schon sehr weit ist und keine weiteren Informationen benötigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf eine Anzeige klickt, die z.B. auf einen Webshop mit einer Auswahl grüner Schuhe führt, ist also sehr hoch. Kommerzielle Suchanfragen werden auch häufig als Money Keywords bezeichnet.

Junge Frau vor buntem Hintergrund, die einen Fächer aus Geldscheinen in der Hand hält.
Wer eine konkrete Kaufabsicht hat, klickt gerne auf bezahlte Anzeigen. Für Webshops ist die Investition in Ads also sinnvoll.

Während Google- bzw. Bing-Ads für Money Keywords häufig die bessere Wahl sind, werden sie bei informationellen Suchanfragen vom User sehr schlecht angenommen. Nehmen wir an, jemand googelt die Keyphrase „Kachelofen einbauen„. Zwar werden dem User auch für diese Anfrage natürlich Anzeigen von Ofenbauern ausgespielt, aber da die Suchintention mehr informationell als transaktional ist, hat SEO-Content hier deutlich bessere Chancen.

Der User möchte sich nämlich zunächst einmal darüber informieren, wie man einen Kachelofen einbaut, wie viel er kostet usw. Er ist noch nicht bereit, diese Investition zu tätigen, und wird daher mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen informativen Blogbeitrag oder ein DIY-Youtube-Video klicken. Und nicht auf die bezahlten Anzeigen.

Du hättest gerne mehr Informationen darüber, welche Keywords an welchem Punkt der Customer Journey verwendet werden? In meinem No-Bullshit-SEO-Blog findest du alle Infos, die du brauchst!

Wettbewerb und kompetitive Märkte

In sehr kompetitiven Branchen, in denen die wichtigsten Keywords stark umkämpft sind, ist es ratsam, SEO und SEA zu verbinden. Unternehmen in kompetitiven Branchen wie dem Versicherungs-, Gaming-, Casino- oder Online-Marketing-Sektor müssen Anzeigen schalten, weil es alle anderen auch tun.

Dabei geht es gar nicht so sehr um konkrete Leads, sondern um Sichtbarkeit. Um als Experte auf dem Gebiet wahrgenommen zu werden, ist es wichtig, zu allen relevanten Suchbegriffen bei Google aufzutauchen. Und zwar sowohl im Ads-Bereich, als auch organisch.

Um trotz des starken Wettbewerbs Leads zu generieren und neue Kund*innen zu finden, sind SEO-Maßnahmen für kompetitive Branchen ebenfalls unerlässlich. Erstens stärken gute organische Positionen den Expertenstatus, und zweitens sind die Keywords in Branchen mit hohen Conversion-Werten (z.B. in der Versicherungsbranche) so stark umkämpft, dass die Klickpreise (CPC) sehr schnell extrem teuer werden können.

SEA für Markenbildung & Branding

Das Schalten von Kampagnen ist auch im Kontext der Markenbildung bzw. in Sachen Branding wichtig. Insbesondere Unternehmen, die eine große Zielgruppe ansprechen und sich gegen starke Wettbewerber durchsetzen müssen, sollten jede Gelegenheit nutzen, ihre Marke sichtbar zu machen.

Denn selbst, wenn Userin und User nicht direkt klicken: Gesehen haben sie die Marke dann jedenfalls schon mal. Und das ist in der Welt des Online Marketings schon die halbe Miete.

WICHTIG! Denk aber daran, dein Branding gleichzeitig mit einer starken organischen Präsenz zu pushen.

User*innen neigen nämlich vor allem bei unbekannteren Marken dazu, vor dem Kauf mehr Informationen einzuholen. Und wenn deine Marke ausschließlich via Ads auffindbar ist, dann ist das kein gutes Signal an deine Zielgruppe.

SEO vs SEA – Zusammenfassung

SEO (Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Suchmaschinenwerbung) sind zwei Spielarten des Suchmaschinenmarketings, die Unternehmen unterschiedliche Vorteile bieten.

Ich fasse noch einmal zusammen:

  • SEO erfordert zu Beginn eine größere Investition, wenn du auf professionellen Content mit Ranking-Versprechen setzt. Dafür bringt eine suchmaschinenoptimierte Webseite dir über einen langen Zeitraum konstanten Traffic und die Sichtbarkeit deiner Seite wächst exponentiell.
  • Insbesondere ein eigener Unternehmensblog ist, sofern er online gut gefunden wird, ein extrem wertvoller Kanal für dein gesamtes Marketing, weil du Inhalte mehrfach recyceln und z.B. auch über deine Social-Media-Kanäle für die Kundenakquise nutzen kannst.
  • SEA-Kampagnen lenken nur so lange Besucher auf deine Website, wie du die Anzeigen bezahlst. Reduzierst du das Budget, verschwinden die Anzeigen. Dafür kannst du Ads-Kampagnen sehr granular planen und punktuell bei Bedarf einsetzen.
  • SEA funktioniert besser für kommerzielle Suchanfragen, sog. Money-Keywords. SEO ist die bessere Strategie, um informationelle Google-Suchen in Website-Besucher zu verwandeln.
  • Für eine optimale Sichtbarkeit in den Suchergebnissen ist es vor allem in hoch kompetitiven Märkten sinnvoll, Search Engine Optimization und Advertising zu kombinieren.

WICHTIG! SEA ersetzt nicht die SEO-Optimierung deiner Website! Eine seriöse Agentur wird dich darauf hinweisen, dass bezahlte Anzeigen in den Suchergebnissen dir nur dann neue Kunden bringen, wenn deine Seite hochwertigen Content mit Conversion-Potenzial zu bieten hat.

So gelingt dein Digital-Marketing

Erfolgreiches digitales Marketing muss vor allem eines leisten: Es muss optimal zu dir und deiner Dienstleistung passen. Du weißt nicht, ob du besser mit Suchmaschinenoptimierung oder mit Advertising bedient bist? Schreib mir einfach eine Nachricht & lass uns herausfinden, wie wir Google am besten von deinem Expertenstatus überzeugen können!

Du möchtest mit mir arbeiten?

Ich freue mich auf deine Nachricht!
Select SEO

Noch mehr Tipps für erfolgreichen Content

Ganz gleich, ob dein Herz mehr für die Optimierung oder das Advertising schlägt: Von guten Inhalten profitierst du in beiden Fällen! Folgende Beiträge unterstützen dich auf deinem Weg an die Google-Spitze:

Darum wird deine Seite nicht in der Google-Suche angezeigt

So schreibst du einen verdammt guten SEO Text!

Höher! Besser! So schaffst du den besten Content deines Lebens

Kennst du die Funktion von Meta Tags für SEO? Oder weißt du, warum es Quatsch ist, einen Artikel auf mehr als ein Fokus-Keyword zu optimieren? In meinem kostenlosen E-Mail-Kurs teile ich jede Woche ein Geheimnis aus meiner Copywriting-Toolkiste mit dir.

SUCHE

ÜBER MICH

Ich bin Nele Nikolaisen, Werbetexterin & SEO Consultant aus Wien.
Auf meinem No-Bullshit-SEO-Blog teile ich meine Erfahrungen aus 7+ Jahren auf Seite 1 und übersetze die Buzzwords der SEO-Szene in echte Menschensprache.

BELIEBTESTE ARTIKEL

Titelbild eines Ratgebers darüber, warum es nicht sinnvoll ist, Backlinks zu kaufen, und wie man Backlinks kostenlos aufbauen kann.. Online sichtbar werden

Backlinks aufbauen ohne Budget: So geht’s!

Backlinks kaufen ist teuer und riskant. Deshalb zeige ich dir, wie du (fast) ohne Risiko kostenlose Backlinks generieren kannst.

Jetzt lesen!
Titelbild eines Blogartikels über das Skyscraper Prinzip zur erfolgreichen Content-Erstellung. Copywriting lernen

Skyscraper SEO – wie du Google wuschig machst!

Warum gelingt es manchen Creators immer wieder, viralen Content zu kreieren, und anderen niemals?

Jetzt lesen!
Titelbild eines Artikels darüber, wie Selbstständige online gefunden werden. Online sichtbar werden

Online gefunden werden. So kommen deine Kunden zu DIR!

Ich zeige dir, wie du dich online von deiner Zielgruppe finden lässt, und Website-Besucher in qualifizierte Leads verwandelst.

Jetzt lesen!
Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen ist SEO Consultant und Expertin für suchmaschinenoptimierte Inhalte. Privat ist sie Bücherfreundin mit Thomas-Mann-Faible, Cineastin mit Horror-Spleen und begeisterte Mama von 78 Grünpflanzen und einer Zaubernuss. Auf Select SEO teilt sie ihre Erfahrungen im Kampf um die besten Positionen bei Google und gibt Insider-Tipps rund um Content Creation, Storytelling und das Schreiben von verdammt guten SEO-Texten.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

16 + 2 =

Scroll to Top