Keyword-Stuffing

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Du hast im Netz sicher schon Texte gelesen, bei denen du dir nach dem zweiten oder dritten Absatz dachtest: Wow, der hämmert das Thema ja echt mit dem Vorschlaghammer rein! Und genau das ist ein Beispiel für Keyword-Stuffing: Der übermäßige und bisweilen völlig maßlose Gebrauch von Keywords bzw. einem bestimmten Fokus-Keyword auf einer Webseite.

Inhaltsverzeichnis

Keyword-Stuffing Definition

Searchmetrics definiert Keyword Stuffing folgendermaßen: Keyword stuffing is when someone attempts to manipulate their position in the search results by concentrating relevant keywords. (Quelle)

Übrigens konzentriert sich Keyword Stuffing nicht allein auf den Fließtext einer Webseite, wo diese Technik für den Leser leicht sichtbar ist. Eine sehr beliebte Methode, die heute als Black-Hat-SEO gilt, und von Google abgestraft wird, war das Unterbringen von Keywords im „Hidden Text„: Man hat weiße Keywords vor weißem Hintergrund verwendet. Sichtbar für den Crawler, aber nicht für den Leser.

Warum Keyword Stuffing?

Was ihr Ziel betrifft, unterscheiden sich fragwürdige Techniken wie Keyword Stuffing und bewährte OnPage-Maßnahmen wie technisches SEO im Grunde nicht voneinander. Das Ziel ist es immer, möglichst schnell bei Google nach oben zu kommen. Die Praxis des Keyword-Stuffings stammt aus den Anfangszeiten der Suchmaschinenoptimierung. Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre war Google nicht ansatzweise so klug, wie die Mutter aller Suchmaschinen heute ist.

Genau genommen hat die Suchmaschine damals nämlich nur „gezählt“, wie oft ein bestimmter Suchbegriff auf einer Seite vorkam. Und damals war das Motto: Je mehr, desto besser!

Google hat auf diese Weise versucht, die Relevanz der jeweiligen Website für den User zu bewerten. Das tut Google zwar immer noch, aber mittlerweile zieht die Suchmaschine eine Vielzahl anderer Kriterien heran (siehe auch Google Ranking Faktoren). Außerdem ist Google heute extrem gut darin, Content „mit Leser-Augen“ wahrzunehmen. Das bedeutet: Was dir komisch vorkommt, das mag Google auch nicht.

Keyword Stuffing – Beispiel

Im professionellen Content-Marketing begegnet dir Keyword-Stuffing heute gar nicht mehr. Das liegt daran, dass Content Creators sehr genau wissen, was den Suchmaschinen gefällt, und was nicht. Trotzdem gibt es immer noch Bereiche, in denen sich der übermäßige Gebrauch von Keywords hartnäckig hält.

Häufig handelt es sich bei diesen Seiten um Webshop-Landingpages oder Unternehmens-Webseiten, die ihren Content billig bei Texterbörsen eingekauft haben. Ein typisches Beispiel für Keyword-Stuffing sind Texte wie dieser:

Beispiel für Keyword-Stuffing
Na, hast du jetzt nicht auch wahnsinnige Lust, dir ein neues Gäste WC bauen zu lassen? In der richtigen Größe, natürlich?

Wie findet Google Keyword Stuffing?

Du ahnst es sicher schon: Der Platzhirsch unter den Suchmaschinen findet es nicht besonders knorke, wenn man seinen Text bis zum Anschlag mit relevanten Suchbegriffen vollstopft. Und das liegt vor allem daran, dass Keyword-Stuffing auf Kosten des Mehrwerts geht. Das ist auch vollkommen logisch. Wenn dein einziger Richtwert für die Texterstellung lautet: Bitte das Wort XY 15 x im Fließtext und in allen Überschiften verwenden!, dann kannst du dir ungefähr vorstellen, was für Content dabei herauskommt. Und wenn nicht: Bitte einfach nochmal einen Blick auf das obige Beispiel werfen. 😉

Straft Google Keyword-Stuffing ab?

Klare Antwort: Ja, Google straft Keyword Stuffing ab. In den Webmaster-Guidelines wird ausdrücklich davon abgeraten, eine Webseite mit Suchbegriffen zu überladen. Alles, was die Qualität und den Mehrwert einer Seite negativ beeinflusst, wird von Google im Rahmen der SPAM-Richtlinien mit schlechteren Positionen in den SERPs und entsprechend verschlechterter Sichtbarkeit bestraft. Und diese Maßnahme wirkt sich nicht nur negativ auf die einzelne Seite aus, sondern auf die gesamte Domain.

ACHTUNG! Je öfter die Suchmaschine deine Seite aufgrund von Keyword Stuffing als Spam wahrnimmt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Google deine Seite irgendwann gar nicht mehr anzeigt.

Stuffing gilt als Spam

Während es zuvor eher als Empfehlung galt, der Qualität der Inhalte einen höheren Wert beizumessen als der Anzahl der Keywords, hat Google diese Empfehlung mit dem Penguin Update 2012 zur Regel erhoben. Seit diesem Update, das in der SEO-Community auch als Webspam Update bekannt ist, kann die Suchmaschine immer besser unterscheiden, welcher Content wirklich unique ist, und wo es sich um Duplikate, Thin Content und/oder Spam handelt. 2009 hat der Konzern mit dem Gibberish Score sogar ein Patent für diese Funktion angemeldet.

Mit dem Wissen, dass nicht Quantität, sondern Qualität eine Website in den SERPs nach oben bringt, hat sich auch in der SEO- und Marketing-Branche ein positiver Wandel vollzogen. Immer mehr Webseitenbetreiber erkennen nicht nur den Wert von Content Marketing, sondern entwickeln auch ein Bewusstsein dafür, dass suchmaschinenoptimiertes Schreiben eine Kunst ist, die ihren Preis hat.

Du möchtest wissen, worauf du beim Kauf professioneller SEO-Texte achten solltest? In meinem Ratgeber SEO-Texte kaufen zeige ich dir, worauf es ankommt, und was du von einem maßgeschneiderten Text erwarten kannst.

Keyword-Stuffing verschlechtert das Ranking

Ja, die übermäßige Verwendung von Keywords versaut dir das Google-Ranking. Das liegt zum einen natürlich an der Abstrafung durch Google selbst, aber Keyword-Stuffing verschlechtert auch die User-Metriken. Du kannst z.B. davon ausgehen, dass die Leser nicht besonders lange auf deiner Seite bleiben, weil ihnen der Content nicht zusagt. Das bedeutet, dass die Bounce Rate steigt und die Aufenthaltsdauer auf der Seite sinkt.

Ein Besucher, der früh geht, kann natürlich auch keine weiterführenden Links mehr anklicken oder auf andere Weise mit deinem Content interagieren: All das sind negative Signale an die Suchmaschinen. Die Folge sind schlechtere Positionen in den SERPs und auf Dauer ein sinkender Sichtbarkeitsindex.

Keyworddichte beachten

Google und andere Suchmaschinen schauen sich an, wie häufig ein Keyword im Verhältnis zum Gesamtumfang des Contents auftauchen. Es kommt also auf die Relation an. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von Keyworddichte oder Keyword Density. Ein sehr hilfreiches SEO-Tool, das dich davor warnt, wenn deine Keyworddichte zu hoch ist, ist das YOAST Plugin für WordPress.

Eine gute Möglichkeit, Keyword-Stuffing von vornherein zu vermeiden, ist die Arbeit mit dem sogenannten WDF/IDF-Faktor. In der WDF/IDF-Analyse siehst du nämlich nicht nur, wie häufig dein (im CMS hinterlegtes) Fokus-Keyword in deinem Artikel auftaucht, sondern die Analyse setzt den gesamten Text ins Verhältnis zu den anderen Keywords, die für dieses Thema wichtig sind.

Gibt es Alternativen zu Keyword Stuffing?

Die Alternative zu Keyword-Stuffing ist schnell gefunden: Du musst einfach nur verdammt gute SEO-Texte schreiben. Dann klappt es auch mit den besten Positionen, mit der Sichtbarkeit und dem Traffic. Nicht der Tipp, auf den du gehofft hattest? Macht nichts, ich habe noch einen anderen: Du musst deinen Text nämlich gar nicht mit relevanten Search terms vollstopfen, um Google die richtigen Signale zu senden.

Zunächst ist es wichtig, dass du eine sorgfältige Keyword-Recherche machst, damit du weißt, auf welche Suchbegriffe es wirklich ankommt. Im nächsten Schritt geht es dann darum, diese Keywords an den richtigen Stellen zu platzieren.

Effizientes Content Marketing – so geht’s!

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ÜBER MICH

Ich bin Nele Nikolaisen, Werbetexterin & SEO Consultant aus Wien.
Auf meinem No-Bullshit-SEO-Blog teile ich meine Erfahrungen aus 7+ Jahren auf Seite 1 und übersetze die Buzzwords der SEO-Szene in echte Menschensprache.

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Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen ist SEO Consultant und Expertin für suchmaschinenoptimierte Inhalte. Privat ist sie Bücherfreundin mit Thomas-Mann-Faible, Cineastin mit Horror-Spleen und begeisterte Mama von 78 Grünpflanzen und einer Zaubernuss. Auf Select SEO teilt sie ihre Erfahrungen im Kampf um die besten Positionen bei Google und gibt Insider-Tipps rund um Content Creation, Storytelling und das Schreiben von verdammt guten SEO-Texten.
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