Magnetische SEO Strategie entwickeln für 2024!

Titelbild eines Blogartikels darüber, wie man eine SEO Strategie entwickeln kann.
Seitenbetreiber, die im Vorfeld keine SEO Strategie entwickeln, bleiben in der Online-Suche unsichtsichtbar.

Die SEO Strategie ist für dein Marketing, was der Bauplan für dein Haus ist: unverzichtbar. Ignorierst du die Strategie, ignoriert Google deine Website. Was viele nicht wissen: Die SEO-Strategie erschöpft sich nicht in der Keyword-Recherche. Ich zeige dir, warum es keine echten SEO-Erfolge ohne Strategie geben kann, und wie du deine eigene SEO Strategie entwickeln kannst, um 2024 bei Google ganz oben zu stehen.

Inhaltsverzeichnis

Erst die SEO Strategie, dann die Website!

Die meisten Seitenbetreiber werden erst dann mit der SEO-Strategie konfrontiert, wenn sie feststellen, dass sie keine haben. Dann nämlich, wenn die Webseite schon online ist, aber von Google nicht gefunden wird. Oder wenn ihnen nach ein paar Wochen die Ideen für neuen Content ausgehen. Oder wenn die erhofften Anfragen ausbleiben, weil die Website zwar für die Suchmaschine, aber nicht für den menschlichen User optimiert ist.

Eine durchdachte SEO Strategie ist die Voraussetzung dafür, dass dein organischer Traffic konstant wächst und dass deine Website zuverlässig Leads generiert.

Natürlich ist es möglich, eine bestehende Website nachträglich für SEO zu optimieren. Es kostet allerdings entweder viel Zeit oder viel Geld. Meistens sogar beides. Diesen Aufwand kannst du dir sparen, wenn du erst den SEO-Profi mit der Strategie beauftragst.

Was ist eine SEO Strategie?

Die SEO-Strategie ist das Aschenputtel des Online-Marketings. Nicht, weil sie nicht wichtig wäre. Denn das ist sie. Sehr sogar! Aber die meisten Leute ignorieren sie einfach. Frei nach dem Motto: Wir machen ne Website, stecken die richtigen Keywords rein und dann klappt das schon mit der Kundenakquise. Nein, so klappt das leider nicht.

Um bei Google ganz oben zu stehen, braucht es einen ganzen Blumenstrauß von SEO-Maßnahmen. Und deine SEO-Strategie ist die Roadmap, in der diese Maßnahmen priorisiert und mit konkreten Kennzahlen für die Erfolgsmessung versehen werden. Grundsätzlich besteht jede SEO Strategie aus drei wesentlichen Elementen:

(1) Keyword-Strategie u. Konkurrenzanalyse
(2) Website-Architektur
(3) Content-Plan

Lässt du deine Strategie nachträglich erstellen, zum Beispiel von einer SEO-Agentur, findet zusätzlich ein SEO Check statt. Denn damit die Agentur eine Strategie entwickeln kann, muss sie zunächst einmal den Status Quo deiner Webseite kennen. Zu diesem Zweck führen SEOs mithilfe verschiedener SEO Tools einen technischen Audit sowie einen OnPage-Audit durch. Erst dann kann dein neuer SEO-Fahrplan entstehen.

Die SEO-Ziele spiegeln die Geschäftsziele

Es gibt keine (funktionierenden) Vorlagen für SEO-Strategien, weil Suchmaschinenoptimierung nun einmal nicht One-size-fits-all ist. Welche SEO Maßnahmen erforderlich sind, hängt davon ab, welche Ziele du erreichen willst. Und die Ziele, die du erreichen willst, hängen von deinen Geschäftszielen ab. Wie genau verdienst du dein Geld? Was ist deine Nische? Welchen Markt bedienst du und was ist dein USP (Alleinstellungsmerkmal)?

Bild in einem Artikel darüber, warum es wichtig ist, dass Unternehmen eine SEO Strategie entwickeln.
Eine SEO-Strategie kann man nicht kopieren, weil sie individuell auf die jeweiligen Geschäftsziele zugeschnitten ist.

Die Antworten auf oben genannte Fragen sind die Basis für deine SEO-Strategie. Es ist nämlich ein erheblicher Unterschied, ob wir eine SEO Strategie für einen Online-Shop entwickeln, eine Nischen-Website bekannt machen oder eine Website als Akquise-Kanal für ein Ein-Personen-Unternehmen planen wollen.

Wie fange ich mit SEO an?

Wir räumen mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf: Nicht nur die Big Players brauchen eine SEO-Strategie! SEO lohnt sich auch (und gerade!) für kleine Unternehmen (mehr dazu).

Für Kundinnen und Kunden, die ihr Marketing überwiegend selbst machen, entwickle ich in der Regel eine „abgespeckte“ Strategie ohne kleinteilige SEO KPIs und ehrgeizigen Backlink-Aufbau. Je weniger Marketingbudget du zur Verfügung hast, desto wichtiger ist es nämlich, dass du dich auf die im Rahmen der SEO-Strategie wichtigsten Punkte konzentrierst:

(1) Deine relevanten Keywords,
(2) deinen Content und
(3) deine Website-Architektur (Struktur u. Technik)

SEO-Strategie entwickeln für 2024

Ein Hinweis, bevor wir in medias res gehen: Eine SEO-Strategie liefert dir keine Quick Wins! SEO (Search Engine Optimization) ist auf Langfristigkeit angelegt. Sichtbarkeit bei Google und anderen Suchmaschinen ist extrem wertvoll, erfordert aber kontinuierliches Monitoring und gute Pflege. Mit SEO bist du also niemals wirklich „fertig“.

Wenn du dich darauf schon eingestellt hast: Weiterlesen! Wenn du eigentlich nicht warten willst und auch keine Kapazitäten hast, um laufend an deiner Webseite und an deinem Content zu arbeiten, lege ich dir als Alternative mein Google Glow-Up ans Herz.

(1) Keyword-Strategie u. Konkurrenzanalyse

Die Keywords sind natürlich das Herzstück deiner SEO-Strategie. Trotzdem bringt die Keyword-Recherche dich deinen Zielen kein Stück näher, wenn du sie nicht strategisch angehst. Es bringt dir zum Beispiel gar nichts, dich an generischen Suchbegriffen mit hohem Suchvolumen zu versuchen, wenn es eigentlich dein Ziel ist, ein Nischenprodukt zu verkaufen. Nischenprodukte haben nämlich eine sehr eingeschränkte Zielgruppe. Und diese Zielgruppe wiederum nutzt ganz spezifische Keywords, um online nach entsprechenden Lösungen zu suchen.

Bild in einem Artikel darüber, wie Selbstständige ihre SEO-Strategie entwickeln sollten.
Deine Keyword-Strategie muss individuell auf dein Unternehmen, deine SEO-Ziele und dein Geschäftsmodell abgestimmt sein.

Die Keyword-Recherche wird erst dann zur echten Keyword Strategie, wenn du ganz genau weißt, was deine Keywords für dich tun sollen:

  • Willst du bei Google eine größere Sichtbarkeit für deine Marke aufbauen?
  • Möchtest mehr Verkäufe für deinen Onlineshop generieren?
  • Geht es dir in erster Linie darum, gute Leads zu bekommen (z.B. im B2B Business)?
  • Willst du erreichen, dass aus dem Website-Besuch häufiger eine Conversion wird?

Deine Keywords organisieren (Themen-Cluster)

Für deine SEO- bzw. deine Keyword-Strategie ist es wichtig, dass du zunächst nicht in konkreten Keywords, sondern in Themen denkst. Ein „Thema“ ist in der Regel ein einzelner Begriff, auch generisches Keyword genannt. „Generisch“, weil der Begriff eben noch nicht spezifiziert ist. Rund um ein solches Thema bzw. einen solchen generischen Begriff kann es theoretisch hunderte oder mehr weiterer Begriffe geben. Ein Beispiel: Für das Thema „Schwimmteich“ zeigt mein SEO Tool SEMrush mir 3.617 Keywords an, die mit diesem Thema in Zusammenhang stehen:

Screenshot als Beispiel für ein Themen-Cluster innerhalb der SEO Strategie.
Deine Keyword-Recherche sollte grundsätzlich beim übergeordneten Thema starten.

Nun geht es an die Organisation: Du wirst feststellen, dass hinter jedem Keyword eine bestimmte Suchintention, auch Search Intent genannt, steht. Es gibt viele verschiedene Arten von Suchintention, aber die beiden großen „Gruppen“ sind der informationelle und der transaktionale Search Intent:

Screenshot als Beispiel für ein Themen-Cluster innerhalb der SEO Strategie.
Die informationellen Suchanfragen machen den größten Teil der Suchanfragen bei Google aus.

Stellt ein User eine informationelle Suchanfrage, dann ist er, wie der Name schon verrät, zunächst einmal „nur“ an Informationen über ein Produkt bzw. eine Dienstleistung interessiert. Informationelle Keywords machen den größten Teil der Suchanfragen aus, die online abgesetzt werden, weil sie einen sehr frühen Punkt innerhalb der Customer Journey markieren: Erst die Informationsbeschaffung, dann irgendwann der Kauf. Transaktionale Suchanfragen hingegen sind schon relativ dicht am Kauf bzw. an der Conversion:

Screenshot aus dem Keyword Magic Tool von Semrush.
Transaktionsorientierte Suchanfragen machen einen kleineren Anteil der Online-Suchanfragen aus.

Transaktionsorientierte Suchanfragen sind seltener, aber potenziell wertvoller für Unternehmen. Userinnen und User, die transaktionale Suchen absetzen, sind in der Regel nämlich schon auf der Suche nach einem konkreten Anbieter. Idealerweise organisierst du deine (möglichen) Keywords im ersten Schritt also nach (1) Thema/Themen und (2) Suchintention. Um den Überblick zu behalten, kannst du zum Beispiel Excel nutzen.

Deine Keywords qualifizieren und zuschneiden

Sobald du deine Liste(n) mit möglichen Keywords angelegt hast, geht es an die Qualifizierung in sinnvolle und weniger sinnvolle Keywords. Sinnvolle Keywords sind solche, die relevant für dein Unternehmen sind (indem sie auf deine Geschäftsziele einzahlen) und mit denen du Chancen auf ein gutes Ranking hast. Letzteres ist eine Frage von Suchvolumen und Wettbewerb:

Wie oft wird das jeweilige Keyword pro Monat gesucht?
Wie stark ist dieses Keyword bereits von den Wettbewerbern besetzt?

Kostenpflichtige SEO Tools zeigen dir das Suchvolumen (SV) und die Wettbewerbssituation, auch Keyword Difficulty (KD) genannt, für jedes Keyword an:

Screenshot aus dem Keyword Magic Tool von Semrush.
Je höher der KD-Wert (Keyword Difficulty), desto schwieriger ist es, ein gutes Ranking zu bekommen.

Ideal sind natürlich Keywords mit hohem Suchvolumen und wenig Wettbewerb. Davon gibt es allerdings nicht sehr viele. Deshalb konzentrieren wir uns auf Keywords mit ok-ischem oder geringem Suchvolumen, für die es aber auch wenig Konkurrenz gibt. Zu diesem Zweck müssen wir die Keywords noch weiter clustern: Zum (1) Thema und zur (2) Suchintention kommt jetzt noch die (3) Länge der Keywords hinzu. Wir unterscheiden hier drei Längen:

(1) Head bzw. Short Tail: ein oder maximal zwei Wörter (z.B. Schwimmteich)
(2) Mid Tail: in der Regel zwei Wörter (z.B. Schwimmteich Kosten)
(3) Long Tail: drei oder mehr Wörter (z.B. Schwimmteich mit Fischen bauen)

Je länger ein Keyword ist (= aus je mehr Begriffen es besteht), desto spezifischer ist es. Das heißt normalerweise auch, dass es weniger oft gesucht wird, es aber auch entsprechend wenig Wettbewerb gibt. Damit du deine Keywords priorisieren und anschließend deinen Content-Plan entwickeln kannst, solltest du deine Keywords jetzt also noch in Short-, Mid- und Long-Tail-Keywords clustern.

Deine Keywords priorisieren

Du hast jetzt (eine) Liste(n) mit möglichen Keywords für deine Webseite. Aber mit welchen Keywords startest du in die Content-Erstellung? Wenn deine Webseite gerade entsteht und du noch keine Sichtbarkeit bei Google und anderen Suchmaschinen hast, solltest du dich für den Anfang auf zwei Arten von Keywords konzentieren:

(1) Die für dein Angebot wichtigsten transaktionalen Keywords und
(2) informationelle Longtail-Keywords.

Es ist wichtig, mit den informationellen Longtails anzufangen, weil du keine Chance hast, von jetzt auf gleich Rankings für Keywords mit hohem Suchvolumen (Mids oder Shorts) aufzubauen. Erst, wenn du dir mit Longtails eine gewisse Sichtbarkeit erarbeitet hast, kannst du dich nach und nach auch an Keywords mit höherem SV und stärkerem Wettbewerb heranwagen.

Welche Art von Keyword welche Form von Content erfordert, schauen wir uns im Abschnitt zur Content-Strategie an.

In meinem Blogartikel Die richtigen Keywords finden für deine Webseite zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du auch ohne kostenpflichtige SEO-Tools von den ersten Ideen zu deinen konkreten Keywords kommst, und wie du dein jeweiliges Fokus-Keyword richtig zuschneidest.

Titelbild eines Artikels darüber, wie man die richtigen Keywords finden kann.

(2) Website-Architektur

Ob die Website-Architektur Teil der SEO Strategie ist, ist nach wie vor umstritten. Ich sehe das so: Die besten Keyword- und Content-Strategien bringen dir gar nichts, wenn Google und andere Suchmaschinen deine Inhalte nicht anständig crawlen können. Außerdem ist die Website-Architektur auch wichtig für eine gute User Experience: Deine Nutzer:innen brauchen eine klare Struktur und eine logische Organisation des Contents, um sich gut zurechtzufinden.

Zur Website-Architektur zählen sowohl die strukturellen Aspekte deiner Webseite als auch ihr technischer Unterbau bzw. die technische Basis (Technische SEO).

Eine gesunde technische Basis schaffen

Die technischen Aspekte sind Teil der sog. OnPage-Optimierung deiner Webseite und als solche auch Teil deiner SEO-Strategie. Deine Inhalte können bei Google & Co nämlich nur dann optimal performen, wenn deine Website technisch gesund ist. Technisch „gesund“ meint vor allem, dass sie sich schnell aufbaut (Page Speed), dass sie sicher ist (SSL-Zertifikat) und dass sie keine Fehler produziert, die die Nutzerfahrung trüben (z.B. 404-Fehler).

In meinem Blogartikel zur technischen SEO (technische Suchmaschinenoptimierung) kannst du im Detail nachlesen, welche Faktoren zu einer optimalen technischen Performance deiner Webseite beitragen (einfach aufs Bild klicken):

Titelbild eines Artikels über technische Suchmaschinenoptimierung (technisches SEO).
Die technische SEO ist die Grundlage dafür, dass deine Inhalte über Google performen.

Im Rahmen deiner SEO-Strategie geht es in Sachen Technik zunächst einmal darum, die BASIS für eine optimale technische Performance zu schaffen. Dies betrifft insbesondere die Auswahl deines Hostings und die Wahl deines CMS (Content Management System). Viele Seitenbetreiber verbauen sich nämlich von Anfang an die Chancen auf echte SEO Erfolge, weil sie auf Baukasten-Systeme wie Wix oder Kajabi setzen, die SEO-mäßig leider sehr eingeschränkt sind.

Ich empfehle meinen Kundinnen und Kunden grundsätzlich WordPress als CMS, weil sich Webseiten auf WP sehr schlank aufsetzen lassen und man auch ohne HTML-Kenntnisse extrem viel selbst machen kann. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, warum WordPress ein SEO-freundliches CMS ist, und was du beim Aufsetzen deiner WordPress-Seite von Anfang an beachten solltest: In meinem Blogartikel über WordPress SEO kannst du alles nachlesen!

Eine logische Informationsstruktur planen

Die Informationsstruktur deiner Website entscheidet darüber, wie gut User:innen sich auf deiner Seite zurechtfinden. Sie entscheidet aber auch darüber, wie gut und wie schnell Suchmaschinen wie Google deine Seite crawlen können. Fehler in der Website-Struktur können dazu führen, dass dein Content verzögert oder sogar gar nicht indexiert wird. Dies wiederum hat dann zur Folge, dass Google und andere Suchmaschinen deine Inhalte in der Online-Suche nicht ausspielen. Du siehst: Eine klare Website-Struktur ist ein wichtiger Teil deiner SEO-Strategie.

Bild in einem Artikel darüber, warum die Website-Struktur zur SEO Strategie gehört.
Du solltest bei der Planung deiner Website-Struktur IMMER deine Userinnen und User im Kopf haben!

Hauptziel einer guten Website-Architektur ist es, deine Inhalte sinnvoll zu gruppieren und dafür zu sorgen, dass sie logisch platziert sind. Es ist zum Beispiel enorm wichtig, dass die wichtigsten Seiten (z.B. deine Angebotsseite und die Kontakt-Seite) zentral erreichbar sind – unabhängig davon, auf welcher Seite ein User einsteigt. Muss er oder sie sich von einem Blogartikel aus erst drei Ebenen weiterklicken, um zu deinen Preisen zu kommen, dann wird sicher keine Conversion draus! Wesentliche Elemente einer klaren Informationsstruktur sind demnach:

  • Flache Verzeichnisstruktur: Deine Inhalte sollten sich innerhalb von 3 Ebenen organisieren lassen. Eine klassische Struktur wäre zum Beispiel (1) Startseite, (2) Themen- bzw. Kategorie-Seiten, (3) Produkt- bzw. Detailseiten.
  • URL-Struktur: Die Hierarchien sollten sich auch in deiner URL-Struktur spiegeln (Arbeit mit parents bzw. Unterverzeichnissen, wo notwendig).
  • Sprechende URLs: Du solltest deine URLs so benennen, dass auf den ersten Blick erkennbar ist, worum es geht. Füllwörter, Jahreszahlen und ähnliches haben in deinen Permalinks nichts zu suchen!
  • Zentrale Navigation: Deine Navigation sollte direkt zu den wichtigsten Inhalten führen, aber auf gar keinen Fall überladen sein.
  • Interne Verlinkung: Mithilfe von internen Verlinkungen deiner (wichtigsten) Unterseiten erleichterst du dem User die Navigation und Google das Crawling.

In meinem Wiki-Artikel zur Website-Architektur kannst du noch einmal im Detail nachlesen, wie du deine Inhalte organisieren musst, um Google den Mund wässrig zu machen. 😉

(3) Content Strategie

Dank deiner Keyword-Strategie solltest du jetzt eine Liste mit informationellen und eine Liste mit transaktionalen Keywords haben, die idealerweise noch einmal nach Heads bzw. Shorts und Midtails auf der einen und Longtails auf der anderen Seite aufgeteilt sind. Im letzten Schritt deiner SEO-Strategie geht es nun also an die Content-Erstellung!

Auch hier ist das Zauberwort wieder STRATEGIE: Du schreibst nicht einfach drauflos, sondern du planst deinen Content. Bei deiner Content Strategie geht es im wesentlichen um drei Dinge:

  • Content-Erstellung: Du schreibst regelmäßig neue SEO-optimierte Texte.
  • Content-Pflege: Du überarbeitest und optimierst regelmäßig den bestehenden Content.
  • Content-Platzierung: Du baust den Content an der richtigen Stelle auf.

Deinen Content-Plan festlegen

Du weißt, für welche Keywords du Content erstellen willst. Jetzt musst du es „nur noch“ machen. Wichtig ist, dass du’s richtig machst! Deine gesamte SEO-Strategie ist nämlich für den Popsch, wenn du deine Seite jetzt mit Texten füllst, die nicht für Suchmaschinen (und für Menschen!) optimiert sind. SEO-optimierte Texte zu schreiben kannst du entweder lernen (hier geht’s zur Anleitung) oder du kannst sie kaufen (hier geht’s zum Angebot).

Titelbild eines Artikels darüber, warum Unternehmen SEO-Texte kaufen sollten.
SEO-optimiert schreiben zu lernen dauert Jahre. Mit Profi-Content hast du direkt einen Vorsprung vor der Konkurrenz.

Wenn du es selbst machen willst, solltest du als erstes deine Basis-Seiten texten: Startseite, Über mich, Kontakt und die Angebotsseite(n). Willst du zusätzlich einen Blog aufbauen, fängst du dort mit den für dich (= deine Dienstleistung/dein Produkt) relevantesten Longtail-Keywords an. Der Unternehmensblog ist besonders wichtig, weil du über deinen Blog deinen Traffic reinholst. Idealerweise machst du dir einen nach Themen organisierten Redaktionsplan.

Dabei solltest du auf keinen Fall vergessen, sowohl Evergreen-Content (= „immergrüne Inhalte“) als auch Cornerstone Content für deine wichtigsten Inhalte mit einzuplanen!

Deinen Content pflegen und überarbeiten

In der SEO-Welt ist NACH der Optimierung immer VOR der Optimierung. 😉 Denn damit deine Webseite bei Google oben bleibt, musst du deinen Content up to date halten. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von der SEO Content Optimierung. Du solltest deine bestehenden Inhalte mindestens 1 x pro Jahr überarbeiten und optimieren:

  • Broken Links: Wenn du externe Inhalte verlinkt hast, musst du regelmäßig überprüfen, ob diese Verlinkungen noch funktionieren. Dafür kannst du z.B. die Chrome-Erweiterung Check my Links verwenden.
  • Interne Verlinkungen: Falls seit deiner letzten Überarbeitungsrunde neue Inhalte entstanden sind, solltest du diese spätestens jetzt in den „alten“ Texten nachverlinken.
  • Keyword-Ausprägung: Da die Konkurrenz nicht schläft, solltest du prüfen, ob die Optimierung für dein jeweiliges Fokus-Keyword noch passt.
  • Fresh Content: Was kannst du deinem Text noch an Inhalten hinzufügen, die deinen Userinnen und Usern einen echten Mehrwert bieten?

Deinen Content richtig platzieren

Viele Unternehmen und Selbstständige machen den Fehler, ihre Startseite auf ihr wichtigstes Keyword zu optimieren. Das funktioniert sehr selten, weil die Startseite Websitebesuchern eher als Einstiegspunkt in alle wichtigen Bereiche der Seite dienen sollte. In Sachen Content-Platzierung gilt: Die Keyword-Art (informationell oder transaktional) bestimmt darüber, WIE du deinen Content schreibst und an WELCHER STELLE deiner Webseite du deinen Content aufbaust:

  • Landingpages: Deine Basis-Seiten, insbesondere deine Angebotsseite(n) sind der richtige Ort für deine transaktionalen Keywords. Landingpages solltest du kurz und knapp, to the point und sehr übersichtlich texten.
  • Blog/Ratgeber: Dein Unternehmensblog ist der richtige Ort, um Content für informationelle Keywords aufzubauen. Blogartikel sollten sehr ausführlich sein und deinen Leserinnen und Lesern einen echten Mehrwert bieten.
  • Glossar: Gerade in fachlich sehr spezialisierten Branchen bietet es sich manchmal an, bestimmte informationelle Keywords nicht im Blogartikel- sondern im Glossar-Format aufzubereiten. Ich selbst habe zum Beispiel ein SEO-Wiki in meine Webseite integriert.

Key Performance Indicators festlegen

Ob du mit SEO KPIs arbeiten willst, musst du selbst entscheiden. Tatsache ist nämlich, dass es gar nicht so einfach ist, sinnvolle KPIs für SEO zu definieren. Nehmen wir zum Beispiel an, du definierst deinen organischen Traffic als SEO-Ziel und willst pro Monat Zugriffe X generieren:

Natürlich ist es toll, wenn du diese Zahlen erreichst. Aber was bringt dir der Traffic, wenn die Besucher:innen keine Anfrage stellen? Welche Kennzahlen du theoretisch tracken kannst, um deine SEO-Erfolge zu messen, kannst du in diesen Artikel von SEOnative nachlesen. Oder du schaust dir dieses Video von Evergreen Media an, das ich persönlich sehr gut finde:

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OffPage SEO nicht vergessen

Bei sämtlichen Maßnahmen, die wir bisher besprochen haben, handelt es sich um SEO-Maßnahmen, die du auf deiner Webseite durchführst. Mit anderen Worten: Es handelt sich um OnPage-Maßnahmen. Du kannst aber keine erfolgreiche SEO-Strategie entwickeln, ohne deine OffPage SEO mit zu bedenken. Bei der OffPage-Optimierung geht es in erster Linie darum, Backlinks aufzubauen. Das ist wichtig, weil gute Backlinks Google und anderen Suchmaschinen bestätigen, dass deine Webseite wirklich so toll ist, wie du selbst sie findest. 😉

Wenn du deine SEO-Strategie von einer (großen) Agentur entwickeln lässt, gibt es die Backlink-Strategie oft als Add-on. In den meisten Fällen bekommst du dann eine Liste mit Domains, die du für einen Linktausch anschreiben sollst. Lässt du die Backlinks direkt von der Agentur aufbauen, bist du mehrere tausend Euro los. Kaufst du deine Backlinks von unseriösen Quellen, schmeißt Google deine Website direkt aus dem Index.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Backlinks automatisch entstehen, wenn der Website-Content richtig, richtig gut ist. Warum? Ganz einfach: Weil andere Seitenbetreiber deine Inhalte freiwillig verlinken, wenn sie der Meinung sind, dass dein Content ihren Website-Besuchern einen echten Mehrwert bietet. Wie du Content schreibst, den andere freiwillig teilen, kannst du in meinem Blogartikel über Skyscraper SEO nachlesen: Wie du Google wuschig machst!

Kennst du die Funktion von Meta Tags für SEO? Oder weißt du, warum es Quatsch ist, einen Artikel auf mehr als ein Fokus-Keyword zu optimieren?

Im MONTHLY SNIPPET-HUNTER teile ich jeden Monat ein Goodie aus dem Suchmaschinenoptimierungsalltag!

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ÜBER MICH

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Ich bin Nele Nikolaisen, Werbetexterin & SEO Consultant aus Wien.
Auf meinem No-Bullshit-SEO-Blog teile ich meine Erfahrungen aus 7+ Jahren auf Seite 1 und übersetze die Buzzwords der SEO-Szene in echte Menschensprache.

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Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen ist SEO Consultant und Expertin für suchmaschinenoptimierte Inhalte. Privat ist sie Bücherfreundin mit Thomas-Mann-Faible, Cineastin mit Horror-Spleen und begeisterte Mama von 78 Grünpflanzen und einer Zaubernuss. Auf Select SEO teilt sie ihre Erfahrungen im Kampf um die besten Positionen bei Google und gibt Insider-Tipps rund um Content Creation, Storytelling und das Schreiben von verdammt guten SEO-Texten.

2 Kommentare zu „Magnetische SEO Strategie entwickeln für 2024!“

  1. Hallo Nele,
    danke für diesen gut strukturierten und ausführlichen Artikel! Planung ist tatsächlich der Grundstein für eine erfolgreiche SEO-Strategie und mit ihr kann man sich, wie du schon geschrieben hast, Zeit und Geld sparen. Außerdem ist das Erfolgserlebnis umso höher, wenn man erste positive Veränderungen im Suchmaschinenranking sieht!

    Viele Grüße
    Antonia

  2. Liebe Nele,

    danke für diesen informativen und ausführlichen Artikel. Ich habe ihn interessiert gelesen. Kompliment. 🙂

    Liebe Grüße
    Philipp

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