SEO Texte schreiben lernen! SEO Content 2022

Titelbild eines Artikels darüber, wie du SEO Texte schreiben lernen kannst.
Du willst SEO Texte schreiben lernen? Dann musst du die perfekte Mischung aus einzigartigem Content, Mehrwert für den User und Suchmaschinenoptimierung finden.

SEO-Texte schreiben ist kein Hexenwerk. SEO-Texte schreiben lernen auch nicht, aber am Anfang fühlt es sich so an. Daher eines gleich vorweg: SEO- Texten kann jeder, der schreiben kann. Wir schauen uns an, welche Zutaten in verdammt guten SEO-Content gehören, und zum Schluss gibt es noch 9 exklusive Tipps aus dem Alltag einer SEO-Texterin. 😉 (Zuletzt aktualisiert im November 2022.)

Inhaltsverzeichnis

SEO-Texte schreiben lernen 2022

Ob deine Website bei Google ganz oben angezeigt oder von der Mutter aller Suchmaschinen hartnäckig ignoriert wird, hängt davon ab, wie gut du die 200 Rankingfaktoren umgesetzt hast, nach denen Google über das Ranking in den SERPs entscheidet.

Die schlechte Nachricht: Google hat noch nie alle 200 Faktoren offengelegt. Die gute Nachricht: Wir wissen trotzdem, welche Faktoren die wichtigsten sind. Auch 2022 geht es Google wieder ganz stark darum, Qualität vor Quantität zu pushen. Was im Fokus steht ist also, wie die letzten Jahre auch, der Mehrwert für den User. Das bedeutet:

Du willst die Google-Rankings rocken? Dann darfst du deine Texte nicht für Google schreiben! Du musst sie für Menschen schreiben.

Was sind SEO-Texte? Definition

Per Definition ist ein SEO-Text ein Text (das kann eine Landingpage oder ein Blogartikel sein), der nach den Regeln der Suchmaschinenoptimierung (engl. Search Engine Optimization oder kurz: SEO) geschrieben ist. Das bedeutet normalerweise folgendes: Der Text

  • ist ein Online-Text, also ein speziell für’s Web geschriebener Text.
  • ist auf ein bestimmtes Keyword bzw. Fokus-Keyword optimiert.
  • zielt auf ein gutes organisches Ranking für alle relevanten Suchbegriffe ab.
  • ist sowohl inhaltlich als auch technisch für Suchmaschinen optimiert.

Warum du SEO-Texte schreiben solltest

Wenn du das SEO-Texten lernen willst, dann geht es dir wahrscheinlich darum, online besser gefunden zu werden. Und genau das ist der Punkt: SEO-optimierte Texte bzw. Suchmaschinenoptimierung ist extrem wichtig für dein Marketing, speziell für dein Content Marketing. Warum? Weil es beim Marketing darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen und für dein Angebot zu begeistern. Und das gelingt dir nur, wenn deine Inhalte (z.B. Blogartikel) bei Google möglichst oft und an möglichst guten Positionen ausgespielt werden.

SEO-Content zieht Neukunden an

SEO-optimierte Texte ziehen nicht irgendwelche Leute an. Sie helfen dir dabei, online die RICHTIGEN Kundinnen und Kunden zu finden. „Richtig“ heißt: Menschen aus deiner Zielgruppe, die wirklich an deinem Angebot/deiner Dienstleistung/deinem Produkt interessiert sind. Wie das geht? Indem du die Inhalte, die du über deinen Unternehmensblog bereitstellst, entlang der Customer Journey planst (dazu später mehr).

Der Begriff, der in diesem Zusammenhang am häufigsten fällt, ist Keywords. Keywords, auch Keyphrase, Search Term oder Suchbegriff genannt, sind jene Wörter oder Wortkombinationen, die deine Traumkunden bei Google eintippen, um sich über eine Dienstleistung und/oder Produkte zu informieren. Je öfter deine Inhalte für diese Suchen ausgespielt werden, desto mehr Menschen besuchen deine Webseite, und desto mehr Leads kannst du generieren.

SEO-Traffic ist kostenlos

Wer keine SEO-Texte schreiben (oder schreiben lassen) will, kann Google-Ads schalten, um ganz weit oben in den SERPs angezeigt zu werden. Das Problem: Für Website-Traffic über Google Ads (Suchmaschinenwerbung) zahlst du für jeden User, der über eine Anzeige auf deine Seite kommt. Rankt deine Webseite stattdessen sehr gut in den organischen Ergebnissen (= nicht-bezahlte Suchergebnisse), ist der Klick kostenlos. Aus diesem Grund ist eine SEO-optimierte Website die Basis für erfolgreiches Marketing.

Textbild in einem Artikel darüber, warum es wichtig für dein Marketing ist, das SEO-Texten zu lernen.
Eine Webseite, die konstant organischen Traffic generiert, ist die Basis für erfolgreiches Marketing.

Unternehmen und Solo-Selbstständige, die viele Aufträge brauchen, kombinieren ihre SEO häufig mit Google Ads. Warum das sinnvoll ist, kannst du in epische Länge hier nachlesen.

Die Kurzfassung sieht so aus: SEO-Texte zielen zwar darauf ab, Website-Besucher über die nicht-bezahlten Ergebnisse im Google-Ranking (= organischer Traffic) anzuziehen, aber wer gute SEO-Texte schreiben kann, erzielt auch bessere Ergebnisse mit Suchmaschinenwerbung (engl. Search Engine Advertising oder SEA). Warum? Weil hochwertige Website-Texte den Google-Ads Qualitätsfaktor verbessern. Und das bedeutet: Mehr Klicks für weniger Budget.

Was sind gute SEO-Texte?

Beim SEO-Texten geht es in erster Linie darum, die Suchintention (auch Search Intent) des Users zu treffen. Die Suchintention ist die Absicht hinter der Suchanfrage: Was will der User wissen, welches Ergebnis erhofft er oder sie sich von der Suche? Die Suchintention kann sich auf Informationen (informationelle Suchen) oder auf Dienstleistungen bzw. Produkte (transaktionale bzw. kommerzielle Suchen) beziehen. Was kompliziert klingt, ist eigentlich sehr einfach:

Gute SEO-Texte sind ein Gespräch mit dem Leser. Der Leser hat eine Frage/ein Anliegen und du hast die Expertise. Beantworte die Frage/befriedige das Anliegen des Lesers korrekt, in möglichst einfachen Worten und vollständig.

Natürlich ist die Suchintention nicht das einzige Kriterium für gute SEO-Texte. Tatsache ist aber, dass ein Text, der den Search Intent nicht trifft, keine Chance auf gute Positionen im Ranking hat. Die drei wichtigsten Kriterien für gute SEO-Texte neben der Suchintention sind:

(1) Problemlösung: Leser suchen bei Google eine Lösung für ein spezifisches Problem. Je besser deine Lösung ist, und je besser sie präsentiert ist, desto bessere Positionen erreicht dein Artikel.

(2) User Experience: Dein Text muss dem Leser gefallen, sowohl inhaltlich als auch optisch. So bleibt er länger auf deiner Seite und signalisiert Google: Diese Seite mag ich, die ist toll!

(3) Practice is key: Wer es im SEO-Texten zur Meisterschaft bringen will, muss vor allem eines tun: Schreiben. Das Schreiben für Suchmaschinen ist ein Handwerk wie jedes andere auch.

Die 5 Zutaten für großartige SEO-Texte

Content IST und bleibt King. Erfolgreiche Web-Texte müssen gut geschrieben sein und den berühmt-berüchtigten Mehrwert bieten. Deine Schreibe ist also das Herzstück deines SEO-Textes. ABER es hat natürlich einen Grund, dass die Inhalte, die in der Online-Suche zu einem bestimmten Thema auf Seite 1 ranken, alle eine gewisse Ähnlichkeit miteinander haben.

Sie sind ähnlich strukturiert, die Zwischenüberschriften haben ein vergleichbares Wording, und sie decken die gleichen Keyword-Sets ab.

Mit anderen Worten: Sie folgen alle dem gleichen Bauplan und unterscheiden sich lediglich in der Ausführung voneinander.

Deshalb lautet mein Rat: Halt dich an den Bauplan. Du kannst nicht vollkommen aus der Art schlagen und erwarten, damit die gleichen (oder bessere) Ergebnisse zu erzielen wie deine Konkurrenz. Stell sicher, dass du alle wichtigen Zutaten für hervorragenden Content zu deinem Thema beisammen hast. Und DANN veredelst du das Rezept!

(1) Wer ist deine Zielgruppe?

Finde heraus, für wen du schreibst.

Wir haben bereits gesehen, dass du beim SEO-Texte Schreiben bestimmten Regeln folgen solltest, wenn du online von deiner Zielgruppe gefunden werden willst. Trotzdem gibt es natürlich tausendundeinen Weg, wie du deine Inhalte aufbereiten kannst. Damit du dich für die beste Herangehensweise entscheiden kannst, musst du zunächst wissen, WEN deine Inhalte erreichen sollen: Wer ist die Zielgruppe?

Im Marketing stellen wir nicht umsonst als allererstes die Frage, wer genau mit den geplanten Aktivitäten angesprochen werden soll.

Denn je nachdem, für wen die Botschaft bestimmt ist, braucht es ein bestimmtes Wording, einen speziellen Themenzuschnitt und möglicherweise sogar ein spezifisches Medium.

Ein Beispiel: Wenn du einen Webshop für nachhaltiges Kinderspielzeug betreibst, dann willst du natürlich nicht nur möglichst viele User auf deine Website locken, sondern du willst diese User auch zu Kunden machen. Und das schaffst du nur, wenn du die richtige Zielgruppe ansprichst: Eltern oder andere Menschen, die Kinder beschenken möchten. Die Fragen, die du dir stellen musst, sind also die folgenden:

  • Für wen ist mein Produkt/meine Dienstleistung wertvoll?
  • Wen will ich mit meinen Inhalten erreichen?
  • Wie sucht meine Zielgruppe nach meinem Produkt/meiner Dienstleistung?
  • Welche Inhalte erwartet meine Zielgruppe?

(2) Finde dein Fokus-Keyword

Das Fokus-Keyword, auch Focus-Phrase genannt, ist das Haupt-Keyword in deinem SEO-Text. Es ist das Keyword, das du im SEO-Plugin deines CMS hinterlegst (bei WordPress zum Beispiel YOAST SEO oder Rank Math), und auf das du den Blogartikel oder die Landingpage optimierst (OnPage-Optimierung). Pro Seite solltest du nur EIN Fokus-Keyword verwenden, und du solltest jedes Fokus-Keyword nur ein einziges Mal verwenden. Warum das so ist, kannst du im Detail hier nachlesen. Ein gutes Fokus-Keyword

  • hat ein gutes Suchvolumen: Wenn niemand googelt, worüber du schreibst, wird deinen Text auch niemand lesen (mehr dazu).
  • ist präzise und möglichst „spitz“: Je generischer du dein FK-Keyword wählst, desto schwieriger ist es, gute Rankings zu erreichen. Keywords, die spitz genug sind, um es bei Google an die Spitze zu schaffen, sind oft sog. Long-Tail-Keywords (mehr dazu).
  • bildet die Suchintention ab: Du musst sicherstellen, das hinter deinem FK-Keyword wirklich die Suchintention steht, die du vermutest (mehr dazu).

Was ist ein gutes Suchvolumen?

Ob ein Suchvolumen gut oder schlecht ist, hängt ganz von deinem Suchbegriff ab. Für sogenannte Nischenseiten, die thematisch sehr spezialisiert sind, können schon fünf bis zehn Suchanfragen pro Monat ein „gutes“ Suchvolumen sein. Ein Beispiel:

Nehmen wir an, wir recherchieren Keywords für ein großes Brautmoden-Geschäft. In diesem Fall wäre ein relativ generischer Search term wie „Brautschuhe Ivory„, der im Monat 6.600 x gesucht wird, ein gutes Suchvolumen. „Brautschuhe färben“ hingegen suchen nur 170 Leute im Monat. Für unser riesiges Brautmoden-Geschäft wäre das ein zu geringes Suchvolumen.

Ein auf Brautschuhe spezialisiertes Geschäft, das u.a. auch Modelle anbietet, die man nach dem großen Tag umfärben kann, würde für dieses Keyword aber SOFORT einen SEO-Text schreiben. „Brautschuhe Ivory“ wiederum wäre für unser kleines Geschäft zu generisch, um eine Chance auf gute Rankings zu haben.

Generische Keywords mit hohem Suchvolumen sind in den meisten Branchen bereits von den „Big Players“ besetzt.

Das ist auch der Grund, warum SEO für kleine Unternehmen anders funktioniert als Suchmaschinenoptimierung für große Brands.

Suchvolumen von Keywords ermitteln

Um zu ermitteln, welche Keywords wieviel Suchvolumen haben, kannst du kostenpflichtige SEO Tools wie SEOlyze oder SEMrush nutzen. Du kannst das Suchvolumen aber auch kostenlos ermitteln, indem du z.B. Google Trends verwendest. Allerdings wird das Suchvolumen für sehr nischige Keywords (z.B. Active Directory Ordner Berechtigungen auslesen) von diesen Tools häufig nicht korrekt erfasst. In diesem Fall solltest du die Keyphrase im Inkognitomodus googeln: Gibt es bereits Content dazu? Dann gibt es auch Suchvolumen!

Das passende Long-Tail-Keyword finden

Gute Fokus-Keywords sind häufig Long-Tail-Keywords, weil diese sehr spezifisch sind: Anstelle eines breiten thematischen Feldes (z.B. Mäuse vertreiben) grenzen Long-Tails das Thema stärker ein (z.B. Mäuse aus Garten vertreiben mit Ultraschall). Die starke Eingrenzung bedeutet zwar auch, dass das Suchvolumen kleiner ist als bei generischen Keywords, aber gleichzeitig hast du bei Long-Tail-Keywords auch weniger Wettbewerber, die es zu überholen gilt.

Um das passende Long-Tail-Keywords zu finden, machen wir eine Keyword-Recherche. Diese startet in der Regel mit deinem Thema bzw. einem eher generischen Keyword. Nehmen wir zum Bespiel an, wir wollen einen SEO-Text über Lockenpflege schreiben. Um herauszufinden, was User zu diesem Thema lesen wollen, nutzen wir Google. Genauer: Google Suggest.

Wir tippen also im Inkognito-Modus „Lockenpflege“ ein und schauen uns an, was Google zu diesem Thema vorschlägt. Das ist wichtig, weil die Vorschläge, die Google macht, echte Suchanfragen sind, die andere User in Kombination mit unserem Ausgangs-Keyword „Lockenpflege“ eingegeben haben:

Google Suggest gibt dir einen guten Hinweis darauf, nach welchen Informationen User innerhalb deines Themas wirklich suchen.

Anhand der Vorschläge, die die Suchmaschine macht, sehen wir, dass Menschen, die „Lockenpflege“ googeln, offenbar in erster Linie nach Produkten suchen. Dass das der Fall ist, sehen wir auch daran, dass für diese Suchanfrage die Höchstzahl an Google Ads (4 oben auf der ersten Seite und 2 unten) ausgespielt wird. Für uns bedeutet das: Mit dem Keyword „Lockenpflege“ müssen wir uns gegen eine extrem starke Konkurrenz durchsetzen.

Wir versuchen daher, unser Thema (heißt: unser Keyword) spitzer zuzuschneiden. Wir könnten, wie Google vorschlägt, z.B. in den Bereich Naturkosmetik (drittes Ergebnis von oben) gehen. Oder wir schauen uns die „Ähnlichen Fragen“ an, die Google für unser Keyword ausspielt:

Wie wir sehen, scheint es für den Bereich „Lockenpflege“ ein Spezialinteresse zum Thema „Pflege für Naturlocken“ zu geben. Ich tippe also „Naturlocken Pflege“ im Inkognito-Modus ein – und siehe da: Nur eine Anzeige oben auf Seite (Shopping-Anzeige)!

Longtail-Keyword nach Suchvolumen und Wettbewerb auswählen

Ich nutze an dieser Stelle mein Lieblings-SEO-Tool SEMrush, um das Suchvolumen für mein neues, spitzeres Keyword zu prüfen. Du kannst dafür aber auch kostenlose SEO-Tools wie Keywordfinder oder den Google Keyword Planner verwenden (mehr Informationen über kostenlose SEO-Tools findest du hier). SEMrush schlägt mir für meine Suche nach „Naturlocken pflege“ folgende verwandte Keywords vor:

Unser Ausgangs-Keyword „Lockenpflege“ wird in Deutschland 1.300 x im Monat gegoogelt (auf dem Screenshot nicht zu sehen). Unsere spitzere Alternative „Naturlocken pflegen“ hat ein Suchvolumen von 480/Monat. Wir wissen allerdings, dass auch auf diese Suchanfrage noch Anzeigen geschaltet werden. „Naturlocken pflegen Hausmittel“ schränkt uns zu stark ein, weil wir möglicherweise auch Produkte empfehlen wollen, die keine Hausmittel sind. Ich entscheide mich in diesem Fall also für „Naturlocken richtig pflegen“.

Dieses Long-Tail-Keyword wird immerhin noch von 110 Usern pro Monat gesucht. Und die Probe auf Exempel zeigt, dass darauf (im Moment jedenfalls) keine Google Ads geschaltet werden: Die organischen Ergebnisse beginnen direkt oben auf der Seite mit einem Featured Snippet:

Ob auf ein Keyword Anzeigen geschaltet werden oder nicht ist ein guter Indikator dafür, wie groß der Wettbewerb ist. Aber auch dein SEO-Tool zeigt dir an, wie schwierig (oder leicht) es ist, für das jeweilige Keyword gute Rankings zu bekommen. Bei SEMrush heißt dieser Bereich KD (Keyword Difficulty), aber die Begrifflichkeiten sind von Tool zu Tool unterschiedlich.

Unser Long-Tail-Keyword „Naturlocken richtig pflegen“ hat einen Schwierigkeitsgrad von 32. Je nachdem, wie gut du im SEO-Texte schreiben bist, ist das entweder schaffbar – oder eben nicht. Ich wage mich mittlerweile an alles unter einer Difficulty von 90 ran. 😉

Fokus-Keyword und Suchintention abgleichen

Viele SEO-Neulinge machen den Fehler, den Search Intent und das Fokus-Keyword gleichzusetzen. Das ist so aber nicht ganz richtig, denn die beiden sind nicht identisch. Allerdings bestimmt die Suchintention darüber, mit welchen Begriffen (Keywords) ein Nutzer/eine Nutzerin die Suche über Google und andere Suchmaschinen absetzt. Bevor du also beginnst, deinen SEO-Text zu schreiben, solltest du sicherstellen, dass hinter dem Long-Tail-Keyword, das du in deiner Recherche gefunden hast, auch WIRKLICH der richtige Search Intent steht.

Denn nur, wenn dein Text nach der Optimierung auf dein Longtail-Keyword die richtige Suchintention trifft, kannst du mit Rankings in den Top-Positionen rechnen. Das liegt daran, dass Google ein klar definiertes Ziel hat: Die Suchmaschine will dem User für jede Suchanfrage das bestmögliche, das heißt das relevanteste Ergebnis liefern. 

Und das relevanteste Ergebnis ist immer das, was den Search Intent am besten bedient.

Deshalb kann es manchmal notwendig sein, dein Fokus-Keyword auch nach der Recherche noch einmal anzupassen. Nehmen wir z.B. an, dein Fokus-Keyword ist „Haus bauen“.

Du hast eine präzise Vorstellung davon, was ein Leser hinter dieser Phrase erwartet: eine Anleitung, richtig? Einen Schritt-für-Schritt-Guide von der Baustelle zum Richtfest, möglicherweise mit ein paar hilfreichen Tipps, wie man beim Bau Geld sparen kann. Machen wir den Test: Ab in den Ingoknitomodus und „Haus bauen“ googeln:

Screenshot einer Googlesuche für einen Artikel mit dem Thema SEO Texte schreiben.
Bevor du das erste Wort schreibst, solltest du dich immer fragen, wer die Zielperson deines Textes ist.

Herausfinden, welche Suchintention Google vermutet

Die Vorschläge, die Google uns für diese Suchanfrage macht, decken sich weitgehend mit dem, was wir uns unter dem Keyword vorstellen. User, die nach „Haus bauen“ googeln, wollen auch wissen, wie viel das Bauvorhaben kosten wird. Und offenbar stehen Ziegelmassivhäuser gerade hoch im Kurs. Auffällig ist, dass unser angenommener Search Intent, die Anleitung zum Haus bauen, erst an fünfter Stelle vorgeschlagen wird: „haus bauen schritte“. Die Suchmaschine scheint die Suchintention hinter dem Keyword also etwas anders einzuschätzen als wir.

Diese Beobachtung deckt sich mit den ersten drei organischen Suchergebnissen zu dieser Anfrage, bei denen es sich NICHT um Anleitungen/How-to-Guides handelt. Google spielt zu der Suchanfrage „Haus bauen“ Anbieter für Fertigteilhäuser aus. Und sogar der Anbieter für Massivhäuser (dritte Stelle) wirbt damit, ein „individuell geplantes Ziegelmassivhaus“ zum Preis eines Fertigteilhauses anbieten zu können:

Screenshot einer Googlesuche für einen Artikel mit dem Thema SEO Texte schreiben.
Wenn du erfolgreich SEO-Texte schreiben willst, musst du ganz genau wissen, wie deine Zielgruppe im Internet sucht.

Fokus-Keyword final zuschneiden

Bei unserer Suche nach dem Search Intent hinter dem Keyword „Haus bauen“ haben wir zwei wichtige Dinge herausgefunden:

  1. Wer „Haus bauen“ googelt, sucht offenbar keine Anleitung, sondern er sucht Anbieter. Ein DIY-Fokus wäre also die falsche Herangehensweise, um diesen SEO Text zu schreiben.
  2. Innerhalb des Suchinteresses für „Haus bauen“ scheint es ein spezifisches Interesse für das Thema „Fertigteilhäuser“ zu geben.

Die zweite Erkenntnis ist interessant, weil sie die Frage aufwirft, ob es vielleicht sinnvoll wäre, unser Keyword zu präzisieren und enger zuzuschneiden. Für „Fertigteilhaus bauen“ oder „Fertighaus bauen“ gibt es zwar weniger Suchvolumen als für „Haus bauen“, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du mit „Fertigteilhaus bauen“ den Search Intent triffst. Und das ist es letzten Endes, was für dieSuchmaschine zählt.

Das Fazit? In diesem Fall wäre es sinnvoll, deinen Artikel über Anbieter für Fertigteilhäuser zu schreiben, idealerweise mit einem gut recherchierten Preisvergleich. Ob das für DICH ein lohnendes Thema ist, ist wieder eine andere Frage. Aber bei Google hättest du damit auf jeden Fall mehr Erfolg, als wenn du eine DIY-Anleitung zu dem generischeren Keyword „Haus bauen“ schreibst.

Keyword-Set und WDF/IDF Analyse

Wenn du erfolgreiche SEO-Texte schreiben willst, brauchst du natürlich mehr als nur dein Fokus-Keyword. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch vom sog. Keyword-Set. Das Keyword-Set bezeichnet die Gesamtheit aller Suchbegriffe, die in einem SEO-Text zu deinem Fokus-Keyword nicht fehlen dürfen. Um herauszufinden, welches Keywords das sind, gibt es die sog. WDF/IDF-Analyse, die Bestandteil der meisten SEO-Tools ist.

Über die WDF/IDF-Analyse spuckt dir dein Tool die zehn Seiten aus, die zu deinem Fokus-Keyword am besten ranken, und zeigt dir in einer grafischen Darstellung, welche Wörter auf diesen Seiten verwendet werden. Für die Suchanfrage „SEO texte schreiben“ sieht diese Liste z.B. so aus (Bild in neuem Tab öffnen, um es zu vergrößern):

Screenshot des Tools SEOLYZE, das SEO Textern dabei hilft, schnell SEO Texte schreiben zu können.
SEOLYZE zeigt dir, welche anderen Keywords im Zusammenhang mit deinem Fokus-Keyword wichtig sind.

Natürlich musst du dich beim Schreiben nicht sklavisch an diese Liste halten. Aber gerade am Anfang kann dir das Tool helfen, einen guten Überblick zu bekommen. Außerdem ist es nie verkehrt, sich anzuschauen, was die Konkurrenz macht. 😉

Sobald dein Text online ist, kannst du das Tool außerdem nutzen, um deinen Text mit den Konkurrenz-Texten zu vergleichen. Diese Funktion nutze ich in erster Linie, um meine Artikel NOCH besser zu machen.

Fokus-Keyword an den richtigen Stellen platzieren

Wer das SEO-Texten gerade lernt, läuft oft Gefahr, das Fokus-Keyword zu oft in den Text zu quetschen. Unter SEOs nennen wir diese Praxis Keyword-Stuffing. Anstatt Keyword-Stuffing zu betreiben, solltest du sicherstellen, dass du dein FK-Keyword an den richtigen Stellen deines Textes positionierst. Manche Positionen senden nämlich stärkere Signale an Google als andere:

  • Überschriften: Dein Fokus-KW gehört auf jeden Fall in deinen Titel (H1) und in deine H2. Idealerweise bringst du es auch in ein paar Zwischenüberschriften (H3, H4) unter.
  • Absätze: Achte darauf, nicht zu viele Absätze ohne dein Keyword oder ein Synonym deines Keywords zu schreiben.
  • Synonyme: Du schreibst über Blasenentzündung? Dann sollten auch die Begriffe Zystitis und Cystitis sowie die Umschreibung Brennen beim Wasserlassen in deinem Text vorkommen.
  • Title, Meta u. URL: Dein Keyword sollte auf jeden Fall in deinem SEO-Title, deiner Meta Description und der URL deines Artikels vorkommen (mehr über Metadaten).

In meinem Ratgeber WordPress SEO verrate ich dir, wo du deine Keywords im Backend platzieren musst, und wie das YOAST-Plugin dir dabei hilft.

(3) Struktur & interne Verlinkung

Nutze Überschriften, um deinen Text zu strukturieren.

Du hast, je nach CMS, mehrere Arten von Überschriften oder Titles zur Verfügung. Ich verwende selten etwas Kleineres als H4, aber das ist eine Frage des Geschmacks. Während die H1 normalerweise für deinen Titel reserviert ist (in unserem Fall: SEO-Texte schreiben lernen: SEO Content 2022), verteilst du H2s, H3s und H4s in deinem Text.

Um deinen Artikel für Google relevanter zu machen, kannst du Funktionen von Google selbst verwenden: Häufig enthalten die „verwandten Suchanfragen“ bzw. die „ähnlichen Fragen“ bei Google Variationen deines Keywords, die du wunderbar als Zwischenüberschriften verwenden kannst. Hier ein Beispiel für die Suchanfrage „Lebensmittelmotten“:

SEO Texte schreiben lernen Beispiel
Die Überschriften in einem SEO-Text sind ein sehr wichtiges Signal an Google.

Ich persönlich finde die „verwandten Suchanfragen“ sogar noch aussagekräftiger, da sie dir ein Gefühl dafür vermitteln, welche Mikrothemen innerhalb deines Themas wichtig sind. In diesem Fall wollen die Leser*innen z.B. wissen, welche Hausmittel gegen Lebensmittelmotten helfen, wie man ihre Nester findet, und ob sie für Menschen gefährlich werden können:

SEO Texte schreiben lernen Beispiel Screenshot
Häufig kannst du die „verwandten Suchanfragen“ bei Google als Zwischenüberschriften für deinen SEO-Artikel verwenden.

All das sind Fragen, die ich in meiner damaligen Funktion als Redakteurin für den HEROLD-Blog 2019 in dem Artikel „Maden im Müsli? Lebensmittelmotten erkennen, Lebesmittelmotten bekämpfen!“ beantwortet habe. Und das sehr erfolgreich, denn der Artikel ist innerhalb kürzester Zeit in die Google Top 3 geklettert und hat sogar einen fixen Platz in den „ähnlichen Suchanfragen“:

SEO Texte schreiben lernen Beispiel Screenshot
Mit richtig guter SEO schafft deine Website es übrigens auch in die Frage-und-Antwort-Boxen von Google.

Beim SEO-Texte schreiben musst du auf zwei Arten von Links achten: die externen und die internen. Externe Links sind Verlinkungen zu anderen Webseiten, die du deinem Text hinzufügst, um den Nutzerinnen und Nutzern zum Beispiel wertvolle weiterführende Informationen zur Verfügung zu stellen. Achtung: Externe Links sind nicht identisch mit Backlinks – zu Backlinks kommen wir gleich noch. Interne Links sind die Verlinkungen innerhalb deiner eigenen Webseite. Sie sind wichtig für deine OnPage-SEO, weil sie

  • Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. mitteilen, wie deine Seite strukturiert ist, und welches deines wichtigsten Inhalte sind (Cornerstone Content).
  • deine Leserinnen und Leser länger auf der Seite halten und dafür sorgen, dass sie sich pro Sitzung nicht nur eine Seite (die Einstiegseite), sondern mehrere Seiten anschauen.
  • die User Experience (=Kundenerlebnis) verbessern, weil der User die Wahl hat, sich durch den Klick auf die interne Verlinkung detaillierter zu informerien.

In unserem Artikel „Naturlocken richtig pflegen“ würden wir zum Beispiel thematisch passende Artikel von unserer Webseite verlinken wie „Lockenpflege im Winter“, „Mehr Locken in Naturlocken bekommen“ oder „Wie oft Locken waschen?“.

Für eine gute interne Linkstruktur brauchst du eine Content-Strategie!

Tu dir selbst einen Gefallen und plane deine Inhalte, bevor du mit dem Aufbau deiner Webseite/deines Blogs beginnst. Selbst mit Elefantengedächtnis wirst du es ohne Strategie nicht schaffen, alle wichtigen Links zu setzen. Dafür müsstest du dich nämlich bei jedem neuen Text, den du schreibst, an den exakten Inhalt aller anderen Blogartikel und Landingpages erinnern. Wie du eine Content-Strategie für deine Webseite planst, erklärt dir Alexander Rus von Evergreen Media in diesem Video:

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Investiere Zeit und Expertise (oder Geld)

Ich verrate dir jetzt eines der bestgehüteten Geheimisse der SEO-Szene: Die Optimierung für die Suchmaschine ist nicht alles! Ja, Keywords sind wichtig. Und ja, ohne Content-Strategie funktioniert es nicht. Was viele SEO-Consultants dir aber nicht erzählen (und viele wissen es leider auch nicht): Google ist es schnurzegal, wie gut du die SEO-Regeln eingehalten hast: Wenn deine Inhalte qualitativ nicht hochwertig sind, hast du KEINE CHANCE.

Warum? Weil Google eine eigene Strategie gegen schlechten und/oder irreführenden Content im Internet hat: Google E-A-T. E-A-T steht für Expertise, Authority und Trustworthiness. Diese drei Kriterien prüft die Suchmaschine für jede Webseite und jeden Inhalt, der online geht. Fällt die Bewertung negativ aus, wird deine Website seltener und an schlechteren Positionen ausgespielt.

Die 3 Kriterien (Expertise, Autorität & Vertrauenswürdigkeit) sind besonders wichtig, wenn du in einer sog. Your-Money-Your-Life-Branche tätig bist.

Bei YMYL-Branchen handelt es sich um Bereiche, in denen minderwertige und/oder falsche Informationen potenziell dramatische Folgen für die finanzielle Situation oder sogar für das Leben der Userinnen und User haben können. Typische YMYL-Branchen sind zum Beispiel Finance, Gesundheit, Online-Shops und Rechtsberatung (mehr Informationen).

Tatsache ist: Du solltest deine SEO-Texte nur dann selbst schreiben, wenn du über die notwendige Expertise für dein Thema verfügst UND viel Zeit zum Lernen hast. SEO-Texter:in wird man nicht von heute auf morgen. Und je hochpreisiger dein Angebot ist, desto qualitativ wertvoller sollten deine Inhalte sein.

Dein SEO-Text ist der erste Eindruck, den ein potenzieller Kunde von dir hat. Make it count!

Backlink-Aufbau ist in der SEO-Szene ein riesiges Thema. Es gibt Agenturen, die dir erzählen werden, dass du es ohne Backlinks niemals an die Spitze der Suchergebnisse bringen wirst. Ich sehe das ein bisschen anders. Ja, Backlinks von Webseiten, die von Google gut bewertet werden, helfen deiner eigenen Website. Aber selbst ein guter Backlink bringt dir nichts, wenn er nicht organisch entstanden ist. Soll heißen: Ein Backlink ist ein guter Backlink, wenn ein anderer Webseitenbetreiber deine Inhalte (z.B. einen deiner Blogartikel) freiwillig verlinkt, weil er sie großartig findet und sie seinen Lesern gerne als weiterführende Information bereitstellen will.

Setzt er den Link hingegen, weil er dafür bezahlt wurde (z.B. im Rahmen eines teuren Backlink-Pakets), kann das ganz schnell ins Auge gehen: Suchmaschinen sind heute sehr gut darin, gekaufte Verlinkungen zu erkennen. Die Folge: Deine Seite wird abgestraft.

Das heißt für dich: Wenn du lernst, richtig gute SEO-Texte zu schreiben, kommen die Backlinks früher oder später von alleine.

(5) Clevere Metadaten

Du bist noch dabei? Prima! Denn jetzt stecken wir schon ganz tief drin in den Eingeweiden der SEO-Texterei. Damit deine Inhalte in den Suchergebnissen gut performen und auch wirklich geklickt werden, braucht es nämlich etwas Feinschliff außerhalb deines Textes: Die sog. Metadaten haben die Aufgabe, der Suchmaschine den Inhalt des HTML-Dokuments (zum Beispiel eine Landingpage oder ein Blogartikel) zu beschreiben. Google und andere Suchmaschinen nutzen die Metadaten, um das Snippet für die SERPs zu erstellen:

Google zeigt die Ergebnisse der Suche in Form von sogenannten Snippets an.

Das Snippet ist das erste, was der Nutzer oder die Nutzerin von deiner Webseite sieht. Zum Klick auf dein Snippet (und damit zum Besuch auf deiner Website) kommt es aber nur, wenn es Aufmerksamkeit erregt und Lust auf mehr macht. Deshalb gehört die Optimierung der Metadaten zum SEO-Texte schreiben dazu. Um die Metadaten zu bearbeiten, brauchst du ein SEO-Plugin – bearbeitet wird also im Backend deines CMS.

Wenn wir von Metadaten sprechen, meinen wir in der Regel den SEO-Title (auch Title-Tag genannt) und die Meta-Description. Viele zählen auch das Alt-Tag zu den Metadaten. Wichtig sind aber vor allem SEO-Title und Meta. In meinem Backend sieht das zum Beispiel so aus:

Je nach CMS und Plugin, das du verwendest, kann dieser Bereich verschieden gestaltet sein.

Dir fällt vielleicht auf, dass die von mir eingetragenen Metadaten nicht mit dem Snippet übereinstimmen, das Google für diesen Artikel aktuell ausspielt. Das liegt daran, dass ich die Metadaten kürzlich geändert habe und die neue Version noch nicht übernommen wurde. Übrigens kann es auch passieren, dass Google deine Metadaten ignoriert und irgendwelche Textbausteine verwendet, um das Snippet zu bauen.

Wenn dir so etwas bei deinen SEO-Texten auffällt, solltest du die Metadaten noch einmal sorgfältig überarbeiten. Schau dir hierfür auch an, was deine Wettbewerber machen: Warum ist ihr Snippet attraktiver als deins? Was kannst du besser machen?

Keine Zeit für Trial & Error?

Für Menschen mit Sprachgefühl und Freude am Schreiben ist es absolut möglich, das SEO-Texten zu lernen. Du brauchst dafür allerdings noch etwas anderes als Talent: Zeit. Es dauert viele Jahre, bis man das Handwerk beherrscht. Das ist auch der Grund dafür, warum Gründerinnen und Gründer, die schnell Leads über die Web-Suche generieren wollen, ihre Website-Texte schreiben lassen.

Insider-Tipps für deine SEO-Texterei

(1) Vergiss die technische Performance nicht.

Die Performance deines Textes hängt leider nicht nur davon ab, wie gut er geschrieben und für die Suchmaschine optimiert ist. Immer, wenn Google, Bing & Co. deine Inhalte testen und bewerten, fließen in diese Bewertung auch technische Aspekte deiner Webseite (Ladezeit, mobile Optimierung, Behinderung beim Crawling etc.) mit ein. Deshalb gehört die technische Suchmaschinenoptimierung (Technisches SEO) zu den Basics, mit denen du vertraut sein solltest, wenn du verdammt gute SEO-Texte schreiben willst.

(2) Nimm dich vor Keyword-Stuffing in Acht.

Viele mittlerweile überholte SEO-Praktiken wie das sog. Keyword-Stuffing sind dadurch entstanden, dass die Texter:innen beim Schreiben eine Maschine im Kopf hatten. Genauer: Sie wussten, dass ihre Website mehrmals am Tag von Crawlern (auch Spiders oder Bots genannt) durchforstet wird. Und sie wussten, dass diese Crawler ihre Website nach Relevanz für einen bestimmten Suchbegriff bewerten.

Das Problem: Vor einigen Jahren war Relevanz tatsächlich mehr oder weniger gleichbedeutend mit Häufigkeit. Die Texter:innen mussten also eine Möglichkeit finden, so schöne Wort-Kombinationen wie „moderne Kachelöfen Preise“ oder „Gäste WC Größe“ so oft wie möglich in ihrem Text unterzubringen. Und das sah dann ungefähr so aus:

Beispiel für Keyword-Stuffing aus einem Artikel darüber, wie man SEO Texte schreiben lernt.

Früher hat diese Taktik funktioniert. Aber heute gewinnst du damit keinen Blumentopf mehr. Und erst recht kein Featured Snippet. Und das aus einem einfachen Grund: Google hat sich weiterentwickelt. Heute findet Google das gut, was den Lesern gefällt.

(3) Optimiere dein Thema, nicht das Keyword.

Die minutiöse Keyword-Optimierung hat selbstverständlich ihren Platz. Spätestens, wenn dein Artikel auf Seite 1 rankt, es aber nicht in die oberen Positionen schafft, willst du an den feinen Rädchen drehen, die „gut“ in „hervorragend“ verwandeln. Aber solange dein Text noch in den Kinderschuhen steckt, solltest du die ganzen SEO-Regeln zunächst einmal vergessen, und dich voll und ganz auf dein Thema konzentrieren. Dein Ziel ist klar:

Du willst den besten Artikel schreiben, der im World Wide Web zu deinem Thema zu finden ist!

Das bedeutet natürlich, dass du die Konkurrenz überholen musst. Aber um besser zu sein als deine Wettbewerber, musst du dir erst einmal anschauen, wie sie das Thema aufbereitet haben: Wo genau liegt ihr Fokus? Wie ist ihre Struktur? Und das Allerwichtigste: Was kannst du besser machen als sie? Wie du es schaffst, dass deine Konkurrenz Staub frisst, kannst du in meinem Blogbeitrag Skyscraper SEO: Wie du Google wuschig machst! nachlesen.

(4) Schreib Texte, die einzigartig sind.

Im Zusammenhang mit Web-Texten liest man immer vom Unique Content. Jetzt wirst du vielleicht denken: Wie soll ich denn einzigartig sein, wenn bestimmte SEO-Regeln Pflicht sind und mein Text aus den gleichen Search Terms bestehen muss wie die Konkurrenz-Texte?! Guter Punkt. Aber um so eine „Uniqueness“ geht es gar nicht.

Kein Mensch verlangt von dir, dass das du Rad (oder in unserem Fall: die Sprache) neu erfindest. Es geht darum, dass du das Thema, über das vielleicht schon 100 Leute vor dir geschrieben haben, auf deine eigene Weise darstellst. Und dass dein Text das „gewisse Etwas“ hat. Im Idealfall etwas, was die anderen nicht haben. Das kann z.B. sein:

  • ein besonderer Fokus: Ist es vielleicht möglich, das Thema aus einer anderen Perspektive zu beleuchten und Aspekte hineinzubringen, an die vorher noch niemand gedacht hat?
  • Insider-Wissen: Bist du vielleicht Expert*in in einem bestimmten Bereich oder hast Zugang zu Experten*innen-Wissen, das du in deinen Text einbinden kannst (z.B. in Form eines Interviews)?
  • Medien: Bilder, Videos oder Grafiken, die speziell auf deinen Content zugeschnitten sind, sind ein riesiger Bonus in Sachen Uniqueness!
  • Du selbst: Bleib dir selbst und deinem Stil treu. Niemand braucht den 101. SEO-Text, der nur das wiederkäut, was andere schon gesagt haben. Mach was Eigenes draus!

(5) Achte auf Qualität.

Es sollte selbstverständlich sein, aber oft genügt ein Blick auf eine x-beliebige Website, um zu erkennen, dass es leider nicht selbstverständlich ist: Verdammt gute SEO Texte sind sprachlich und grammatikalisch korrekt. Sie sind fehlerfrei geschrieben und sie behandeln Leserin und Leser nicht von oben herab, indem sie z.B. ein Fremdwort an das andere reihen.

Du hast Angst, dein Fokus-Keyword grammatikalisch zu verändern, damit es den Satz nicht versaut? Bitte pass es an! Niemand will Sätze lesen wie: Und in diesem Artikel verrate ich dir, was die 10 besten Sushi Bar Wien sind! Google verzeiht grammatikalische Anpassungen und Google erkennt die Keyword-Phrase auch dann noch, wenn eine Präposition dazwischen steht. Versprochen. Hoch und heilig!

Bild in einem Artikel über Google EAT und seine Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung.
Gute Google-Platzierungen sind kein Recht, sondern ein Privileg. Und Google will, dass man dafür arbeitet!

(6) Stell sicher, dass du die Lesererwartung erfüllst.

Nehmen wir an, ein glücklicher Waschmaschinen-Besitzer namens Matthias kommt am Morgen in sein Badezimmer und es schlägt ihm ein richtig widerlicher Geruch aus seiner Waschmaschine entgegen. Matthias überlegt nicht lange, zückt sein Handy und googelt Waschmaschine stinkt oder Waschmaschine riecht komisch oder etwas ähnliches.

Die Suchintention ist hier sehr eindeutig: Matthias sucht nach einer Problemlösung. Idealerweise nach einer Anleitung à la „Mischen Sie einen Liter Wasser mit 4 EL Natron, geben Sie einen Spritzer Zitronensaft dazu, schütten Sie alles in die Trommel, drehen Sie sich 3 x um sich selbst und lassen Sie das ganze zwei Stunden lang einwirken.“

Ein Text mit dem Fokus-Keyword „Waschmaschine stinkt“ muss Matthias also genau das bieten, was er sucht: eine Lösung für sein Problem. Was Matthias nicht lesen will, ist eine Auflistung von 10 Gründen, warum er noch heute eine neue Waschmaschine kaufen sollte. Bei einem solchen Text wird er schon nach wenigen Sekunden abspringen. Und wenn Matthias nicht zufrieden ist, dann ist Google es auch nicht.

(7) Vergiss 08/15! Gute SEO-Texte sind relevant.

Nur relevanter Content wird gelesen. Warum? Weil Menschen bequem sind. Und wenn ich ein Problem google, dann will ich mir die Lösung nicht aus vier verschiedenen Online-Artikeln zusammenstückeln müssen. Ich will den EINEN, der mir alles gibt. Aus diesem Grund solltest du dir zunächst anschauen, was die Konkurrenz zu deinem Thema zu bieten hat, und dann deinen eigenen Artikel schreiben: Stell das Thema besser dar und deck es vollständig ab.

Ein Text, der weder relevant, noch vollständig ist, ist schlichtweg nicht nutzerfreundlich. Mit anderen Worten: Er sorgt für eine echt beschissene User Experience. Das Problem: Wenn dein Leser sich nicht abgeholt fühlt, springt er ab. Im Fachjargon: Er bounct. Und eine hohe Bounce Rate ist ein Signal an alle Suchmaschinen, dass dein Artikel nicht lesenswert ist.

Sei relevant. Sei vollständig. Und schnapp dir deinen Leser schon mit den ersten Sätzen!

(8) Schreib deine Texte nicht für dich, sondern für deine Leser.

Im Verkauf ist der Kunde König, beim SEO-Texten ist es der Leser bzw. die Leserin. Deine Leser senden Google mit allem, was sie tun, Signale. Und diese Signale können sowohl sehr positiv als auch richtig, richtig übel sein. Ein Beispiel: Jemand, der deinen Text von Anfang bis Ende liest und zwischendurch sogar ein paar verlinkte Unterseiten aufruft, meldet durch diese lange Verweildauer an Google: Guter Inhalt, sinnvoll strukturiert, weiterführende Links, lesenswert!

Jemand, der deinen Text nur kurz anscrollt und dann sofort bounct, meldet an Google: Habe nicht gefunden, was ich gesucht habe. 🙁 Und DAS ist für deinen Text das Todesurteil.

Dein Ziel ist es also, die UX (User Experience) auf deiner Website und für jeden einzelnen deiner Texte so perfekt wie möglich zu gestalten.

(9) Sorg für eine optimale UX auf deiner Website.

  • Leseerwartung: Niemand mag Clickbaiting. Versprich deinen Leserinnen und Lesern nichts, was dein Text nicht halten kann.
  • Leserführung: Sorg dafür, dass deine Leser:innen bei der Stange bleiben. Schweifen Sie schon im Teaser ab, hast du verloren.
  • Ruheinseln: Aufzählungen, Fettungen und farbig markierte Absätze lockern nicht nur deinen Text auf, sie dienen dem Leser-Auge als Ruheinsel.
  • Absätze: Zu viel Text auf einmal schreckt ab. Verpack deines Informationen in mundgerechte Häppchen, und die Leserinnen und Leser sind eher bereit, deinem Text bis zum Schluss zu folgen.
  • Linkstruktur: Kein Mensch kann alles in einem einzigen Text erzählen. Aus diesem Grund gibt es Links: Stelle deinen Leser:innen über interne und externe Links weiterführende Informationen zur Verfügung, die einen echten Mehrwert bieten.

SEO Texte schreiben lernen – FAQ

Es gibt SEO-Gurus, die behaupten, die perfekte Textlänge läge bei 1.500 und ein paar zerquetschten Wörtern. Ich behaupte, dass es die perfekte Textlänge im SEO-Kontext nicht gibt. Es kommt immer darauf an, was dein Thema ist, wie viele Wettbewerber du für die oberen Positionen hast, und wie gut du darin bist, Dinge auf den Punkt zu bringen. Die gängigen SEO-Tools machen dir zwar einen Vorschlag, wie lang dein Text ungefähr sein sollte (sie berechnen diesen Wert aus den Plätzen 1-10), aber meiner Erfahrung nach schlägt Qualität grundsätzlich Quantität. Trotzdem kannst du natürlich davon ausgehen, dass es sehr schwierig werden wird, eine gute Position zu erreichen, wenn dein 750-Wörter-Artikel gegen Wettbewerber antritt, die über 2.000 oder 3.000 Wörter haben. Nicht unmöglich, aber schwierig.

SEO-Texte sollten logisch strukturiert und die Kernaussage leicht zu finden sein. Du musst es deinen Leser:innen ermöglichen, die wichtigsten Informationen auch dann ausfindig zu machen, wenn sie deinen Text nur kurz überfliegen. Anderenfalls sind sie unbefriedigt und bouncen schneller, als du „ungerecht“ sagen kannst. Insider-Tipp: Arbeite mit einem Inhaltsverzeichnis. Heatmap-Auswertungen zeigen, dass viele Leser*innen sogar ins Inhaltsverzeichnis schauen, bevor sie überhaupt den Teaser lesen. Pluspunkt: Manchmal übernimmt Google die Unterpunkte aus dem Verzeichnis sogar in die SERPs! Was eine Heatmap ist, und wie sie im Marketing verwendet wird, kannst du hier nachlesen.

Die Keyworddichte ist für die meisten SEO Texter*innen wie dieser eine Typ aus der Clique, den eigentlich keiner so richtig knorke findet, der aber trotzdem immer dabei ist. Das liegt daran, dass wir zwar wissen, dass die Keyworddichte eine gewisse Bedeutung hat, aber die meisten von uns diesen Begriff mit den ersten miserabel bezahlten Texter-Jobs verbinden. Ich kann mich noch genau an diese Aufträge erinnern: „Hi Nele! Bitte 700 Wörter zum Thema Brille kaufen schreiben und Brille kaufen mindestens 7 x unterbringen. LG, Marlene“ Marlene war cool, aber die Arbeit habe ich trotzdem gehasst.
Dass eine solche Anweisung in der Regel nicht in lesenswerten Texten resultiert, dürfte jedem klar sein. Trotzdem spielt die Keyworddichte im SEO-Kontext natürlich eine Rolle. Zwar sind die Zeiten, in denen Keyword-Stuffing zum Erfolg geführt hat, glücklicherweise vorbei, aber ignorieren darfst du das Thema trotzdem nicht. Also – was genau bedeutet Keyworddichte eigentlich?

Die Keyworddichte oder Keyword Density bezeichnet die relative Häufigkeit, wie oft ein Keyword in einem Text (und im Verhältnis zum Rest des Inhalts) vorkommt.

Im Grunde handelt es sich also um einen Prozentwert, der dir sagt, wie oft du dein Fokus-Keyword eingesetzt hast. Aber keine Sorge, du musst jetzt keinen Taschenrechner zücken! Wenn dich diese Werte interessieren, kannst du Tools wie Content Success oder SEOLYZE nutzen. Wenn du das SEO-Texten gerade erst lernst, solltest du dich zunächst einmal aber mit den SEO-Tools vertraut machen, die Google kostenlos zur Verfügung stellt.

Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert von Content Marketing und lassen ihre Online-Präsenz entsprechend von Agenturen und Content Creators überarbeiten. Was Viele dabei vergessen: Auch die Suchmaschinen, allen voran Google, entwickeln sich stetig weiter. Was in Sachen Suchmaschinenoptimierung vor zwei Jahren noch wunderbar funktionierte, muss heute nicht mehr den gleichen Erfolg bringen.

Das liegt unter anderem daran, dass wir heute ganz anders suchen als vor zwei Jahren. Schon jetzt verwenden mehr als 20 Prozent der Deutschen im Alltag die Sprachsuche. Und Google wird immer besser darin, gesprochene Suchanfragen zu verarbeiten und die optimalen Ergebnisse auszusteuern. SEOs, die ihre Kundschaft weiterhin auf Position 1 sehen wollen, müssen sich daher intensiv mit Natural Language Processing (kurz: NLP) auseinandersetzen.

Inhalte, die laut Beschreibung für Suchmaschinen optimiert sind, kannst du schon ab wenigen Euros kaufen. Dabei handelt es sich dann um Texte, in die so gut wie keine Recherche-Arbeit geflossen ist, die ohne professionelle Keyword-Recherche geschrieben sind, und die in der Regel schlechte bis gar keine Chancen auf Sichtbarkeit bei Google haben. Professionelle Texter:innen, die viel Erfahrung in der Content-Erstellung für Suchmaschinen haben und ihren Lebensunterhalt mit (Content-) Marketing verdienen, arbeiten normalerweise mit einem fixen Stundensatz. Wie hoch dieser Stundensatz ist, und welche Fragen du in einem Erstgespräch auf jeden Fall stellen solltest, verrate ich dir in meinem Blogbeitrag Was kosten SEO-Texte?

Noch mehr SEO-Tipps

SEO-Blut geleckt? Sehr gut! Dann stürzt du dich am besten direkt in die Keyword-Recherche und findest heraus, wie du deine Leserinnen und Leser am besten einfangen kannst! Wie gut deine Maßnahmen funktionieren, kannst du z.B. mithilfe des Sichtbarkeitsindexes überprüfen. In diesem Zusammenhang interessieren dich sicher auch folgende Beiträge:

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Kennst du die Funktion von Meta Tags für SEO? Oder weißt du, warum es Quatsch ist, einen Artikel auf mehr als ein Fokus-Keyword zu optimieren?

Im WEEKLY SNIPPET-HUNTER teile ich jede Woche ein Geheimnis aus meiner SEO-Toolkiste mit dir.

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ÜBER MICH

Ich bin Nele Nikolaisen, Werbetexterin & SEO Consultant aus Wien.
Auf meinem No-Bullshit-SEO-Blog teile ich meine Erfahrungen aus 7+ Jahren auf Seite 1 und übersetze die Buzzwords der SEO-Szene in echte Menschensprache.

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Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen ist SEO Consultant und Expertin für suchmaschinenoptimierte Inhalte. Privat ist sie Bücherfreundin mit Thomas-Mann-Faible, Cineastin mit Horror-Spleen und begeisterte Mama von 78 Grünpflanzen und einer Zaubernuss. Auf Select SEO teilt sie ihre Erfahrungen im Kampf um die besten Positionen bei Google und gibt Insider-Tipps rund um Content Creation, Storytelling und das Schreiben von verdammt guten SEO-Texten.

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