WordPress SEO! Dein Erfolgsrezept für 2023

Titelbild eines Artikels über Wordpress SEO
Ohne Wordpress SEO bringt selbst der beste Content deine Website nicht auf Seite 1 bei Google & anderen Suchmaschinen.

WordPress ist ein großartiges CMS. Und du hast sicher großartige Inhalte anzubieten. Trotzdem wird Google deine Seite nicht von heute auf morgen an der Spitze der SERPs ranken. Es kann sogar sein, dass die Suchmaschine deine Seite überhaupt nicht findet. Das liegt daran, dass WordPress SEO nicht mit der Installation von ein paar Plugins erledigt ist. Ich zeige dir, was du im Rahmen der SEO-Optimierung für WordPress alles beachten musst.

Inhaltsverzeichnis

Ist WordPress gut für SEO?

WordPress hat den Ruf, ein besonders SEO-freundliches CMS zu sein. Tatsache ist, dass WordPress eine sehr gute Grundlage für SEO bietet, weil es sehr flexibel ist und du viele SEO-relevanten Features selbst einrichten und optimieren kannst. Aber wenn du bei Google nach ganz oben kommen willst, reicht das noch nicht aus. Wir schauen uns jetzt zuerst an, wie du deine WordPress-Website SEO-freundlich aufsetzen kannst. Und anschließend zeige ich dir, von welchen Faktoren es sonst noch abhängt, ob du online gefunden wirst oder nicht.

Ohne Content geht es nicht!

Bevor ich dir zeige, was du mit WordPress selbst machen kannst, um deine SEO zu unterstützen, müssen wir über Content sprechen. Denn ein SEO-optimiertes Content Management System bringt dir GAR NICHTS, wenn du keine suchmaschinenoptimierten Texte (sog. SEO-Texte) auf deiner Webseite hast. Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo! arbeiten nämlich textbasiert: Sie lesen die Informationen, die sie brauchen, um deine Webseite thematisch einordnen und für deine relevanten Keywords ausspielen zu können, aus.

Du kannst deine SEO-Texte selbst schreiben oder du kannst suchmaschinenoptimierte Website-Texte schreiben lassen – Hauptsache, du teilst Google und anderen Suchmaschinen die richtigen Informationen über dich und dein Angebot mit!

Bild in einem Artikel über WordPress SEO.
Google-Rankings entstehen nicht durch deine Einstellungen im WP-Backend, sondern durch deinen Content!

(1) SEO-freundliches Hosting

Das Hosting spielt in Sachen Performance und Sicherheit deiner WordPress-Seite eine sehr wichtige Rolle. Und hast du deine Seite erst einmal aufgesetzt und mit Content befüllt, bedeutet der Umzug zu einem anderen Hoster einen erheblichen Mehraufwand. Deshalb du dich von Anfang an für einen Hosting-Service entscheiden, der eine optimale Performance garantiert. Für WordPress-Neulinge oder Seitenbetreiber, die wenig Zeit (oder Lust) haben, sich selbst um die „Technik“ zu kümmern, eignet sich ein Managed WordPress Hosting.

Beim Managed WordPress-Hosting übergibst du sämtliche Aufgaben, die mit deinem Webhosting verbunden sind, einem Anbieter, der auf WordPress spezialisiert ist. Der Server, auf dem deine Website dann gehostet wird, ist speziell für WordPress konfiguriert und du musst dich weder um Wartungsarbeiten, noch um wichtige Sicherheitspatches kümmern.

Anbieter für Managed WordPress Hosting

Früher oder später wirst du für deine WordPress-Seite Support benötigen. Und spätestens dann wirst du es sehr zu schätzen wissen, wenn am anderen Ende der Leitung jemand sitzt, der das Problem nicht erstmal selbst googeln muss. Der Support von Managend-Wordpress-Hostern ist schnell und effizient, weil es kaum ein WordPress-Problem gibt, das die Profis vor Ort nicht schon einmal gelöst haben.

Managed Hosting für WordPress kannst du z.B. bei folgenden Anbietern bestellen:

Gerade zu Beginn ist das Budget oft knapp. Keine Panik! Natürlich gibt es auch günstigere WordPress-Hoster (z.B. Webgo ab 7,95 €/Monat). Und natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit, das Hosting zu einem späteren Zeitpunkt zu wechseln (mehr Informationen).

(2) SEO-freundliches WordPress Theme

Das Theme (Design) ist das Herzstück deiner WordPress-Seite: Hier entscheidest du, wie du deine Inhalte präsentieren möchtest. Trotzdem solltest du das Theme nicht (nur) nach ästhetischen Gesichtspunkten auswählen. Das falsche Theme kann deine Seite nämlich erheblich verlangsamen – und das mag Google gar nicht.

Aus SEO-Sicht gibt es ein paar Voraussetzungen, die ein Theme für eine gute Performance in der Google-Suche erfüllen muss. Ob dein favorisiertes Theme diese Voraussetzungen erfüllt, kannst du anhand der jeweiligen Demo-Seite testen. Hier ist deine Checkliste für SEO-konforme WordPress-Themes:

  • Responsive Design: Ob das Theme responsive und damit mobile friendly (für mobile Endgeräte optimiert) ist, kannst du hier überprüfen.
  • Ladezeit & Performance: Wie schnell eine Webseite lädt und wie gut sie für den User performt, kannst du z.B. über die Google PageSpeed Insights prüfen.
  • Editor: Es ist wichtig, dass dein Theme vollständig mit dem Editor kompatibel ist, mit dem du deine Inhalt erstellen und bearbeiten wirst. Ich persönlich bin ein Fan des Gutenberg-Editors und habe zuvor auch gerne mit dem Klassischen Editor gearbeitet.
  • Page Builder: Wenn du Wert darauf legst, dein Theme umfassend nach deinen Wünschen gestalten zu können, ist ein Page Builder erforderlich (mehr Informationen über WordPress Page Builder). Auch hier musst du darauf achten, dass Builder und Theme kompatibel sind.
  • Korrekte HTML-Überschriftenstruktur: Mit Überschriften (h1 bis h6) hilfst du sowohl dem User als auch der Suchmaschine, die Struktur deiner Seite besser zu verstehen (mehr Informationen). Damit hier keine widersprüchlichen Signale gesendet werden, ist es wichtig, dass die Überschriften in deinem Theme der korrekten Hierarchie folgen.

Achte auf Aktualität und Erweiterungen

Wordpess-Themes gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht alle sind gleich gut. Es gibt sogar Designs, die immer noch zum Kauf angeboten, obwohl sie seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt werden. Deshalb solltest du vor Auswahl folgende Checkliste durchgehen:

  • Hat das Theme alle Funktionen, die ich mir für meine Webseite wünsche?
  • Falls nicht: Gibt es für diese Funktionen Plugins, die mit dem Theme kompatibel sind?
  • Wird das Theme noch weiterentwickelt? Wie alt ist die aktuelle Version?
  • Beinhaltet das Theme Support bzw. gibt es ein Support-Forum?
  • Wie beliebt ist das Theme? Gibt es eine Community, mit der ich mich austauschen kann?

Tipp! Für einen ersten Überblick in Sachen SEO-freundliche WordPress-Themes empfehle ich dir diesen Artikel von WPseo. Falls du bloggen willst, interessiert dich sicher auch der Beitrag 29 geniale WP-Themes für deinen Blog von Blogmojo.de.

(3) SEO-Plugin auswählen

Ohne SEO-Plugin kein WordPress SEO. Aber welches SEO-Plugin ist das Beste? Nun, das kommt natürlich darauf an, wie tief du in die Suchmaschinenoptimierung einsteigen willst bzw. wie gut du dich bereits auskennst. Wir schauen uns die beliebtesten SEO-Plugins genauer an.

1. Yoast SEO Plugin

Yoast SEO ist das SEO-Plugin für WordPress, das am häufigsten installiert wird. Es ist einfach zu verwenden, eignet sich hervorragend für Einsteiger*innen, und es gibt eine enorm große Community, die Support bei allen Problemfällen bietet.

Fortgeschrittene SEOs beschweren sich jedoch häufig darüber, dass Yoast die Performance verschlechtern kann, da manche der Funktionen zu viel Ladezeit fressen. Außerdem brauchst du für die volle SEO-Leistung die kostenpflichtige Premium-Version.

2. Rank Math

Rank Math gilt bei Vielen als Nachfolger von Yoast, weil es so ziemlich alle Funktionen, die Yoast Premium bietet, schon in der kostenlosen Version mitbringt. Darüber hinaus bietet es aber auch noch einige Funktionen, die für fortgeschrittene SEOs sehr interessant sind:

  • Modul für Local SEO (lokale Suchmaschinenoptimierung)
  • Schnittstelle zur Google Search Console
  • eingebautes Markup für Rich Snippets bzw. für die Verwendung strukturierter Daten
  • Monitoring für 404-Fehler
  • Möglichkeit, Beiträge auf mehr als 1 Fokus-Keyword gleichzeitig zu optimieren

3. The SEO Framework

The SEO Framework ist ein SEO-Plugin, das sich mehr an erfahrene SEOs richtet. Das Plugin ist sehr „leicht“, weil die Grundversion nur die wichtigsten Funktionen liefert. Es gibt eine ganze Reihe von kostenlosen Erweiterungen. Für Funktionen wie Local SEO sind Premium-Erweiterungen notwendig.

Da das SEO Framework auf eine Menge der Basis-SEO-Funktionen, die Yoast und Rank Math bieten, verzichtet, braucht das Plugin weniger Ressourcen, wodurch sich die Performance der Seite verbessert. Das ist für kleinere Webseiten unwichtig, aber WordPress-Seiten mit mehreren hundert Unterseiten profitieren enorm von diesem Ressourcengewinn.

4. All in One SEO

All in One SEO ist Plugin und Marketing- bzw. SEO Tool in einem. Es bietet Social Media Integration sowie Unterstützung für Schema.org Markup und den Google Knowledge Graph (beides v.a. für lokale Unternehmen interessant). Da die Einrichtung außerdem die Google Search Console (SC) und die Webmaster-Tool-Verbindungen umfasst, eignet sich All in One SEO besonders gut für frisch gebackene Websitebesitzer, die in Sachen Suchmaschinenoptimierung selbst Hand anlegen wollen.

Falls du mehr Informationen brauchst: Kinsta hat eine sehr ausführliche Übersicht über 9 gängige SEO-Plugins für WordPress zusammengestellt.

(4) Performance-Plugins

Neben dem SEO-Plugin gibt es noch ein paar Erweiterungen, die für die optimale Performance deiner Seite bei Google & Co. sorgen. Diese betreffen u.a. die Ladezeit, die Auslieferung der Medien (z.B. Bilder) und die „Crawlbarkeit“ der Webseite. Dies alles Faktoren, die im Rahmen der sog. Technischen Suchmaschinenoptimierung (Technical SEO) eine wichtige Rolle spielen.

Grundsätzlich gibt es für die optimale Performance nicht DAS eine Setup, das immer und für jede Seite funktioniert. Aber es gibt ein Performance-Plugin, das für die meisten Webseiten sehr gut funktioniert: WP Rocket. WP Rocket verbessert vor allem die Ladezeit deiner Webseiten, indem es für Browser- und Server-Caching sorgt.

Da die Ladezeit zu den wichtigsten Ranking-Faktoren zählt, solltest du auf ein Performance-Plugin keinesfalls verzichten. WP Rocket kostet pro Jahr und Website aktuell 59 US-Dollar, aber es gibt auch kostenlose Caching-Plugins. Auf Bloggerpilot.com findest eine sehr gute Übersicht über die 22 besten Performance-Plugins für WordPress.

Bild in einem Artikel über WordPress SEO und die Bedeutung der Ladezeit für das Google-Ranking.
Braucht eine Seite mehr als 2 Sekunden zum Laden, klicken die User schon wieder weg.

(5) Domain-Name und SSL

WordPress SEO endet nicht mit der Installation des SEO-Plugins. Einige Faktoren, wie z.B. der Domain-Name und die SSL-Verschlüsselung, sind sogar vollkommen unabhängig vom SEO-Plugin, beeinflussen aber trotzdem die Performance deiner Seite. Was den Domain-Namen betrifft, scheiden sich die Geister. Manche SEOs behaupten, dein wichtigstes Keyword (z.B. „Tanzschule Wien“) muss zwingend im Domain-Namen enthalten sein (z.B. www.tanzschule-wien.at). Ich habe bei meinen Kundinnen und Kunden aber schon oft gesehen, dass der Domain-Name (wenn überhaupt) eine untergeordnete Rolle spielt:

Webseiten mit guter technischer Performance und professionellen Website-Texten werden IMMER besser ranken als Seiten mit Performance-Problemen und Content, der mit der heißen Nadel gestrickt ist. Da hilft dann auch kein SEO-optimierter Domain-Name mehr. 😉

www-Domäne oder nicht?

Den Suchmaschinen ist es völlig wurscht, ob deiner Domäne ein www vorangestellt ist oder nicht. Wichtig ist aber, dass du eine Entscheidung triffst und dann auch dabei bleibst. Einfach irgendwann wechseln produziert jede Menge 404-Fehler, wenn du nicht sofort die nötigen Weiterleitungen einrichtest. Und selbst dann riskierst du noch einen Sichtbarkeits- und Trafficverlust. Für www spricht natürlich, dass der User daran gewöhnt ist. Und es ist wichtiger Teil einer guten User Experience, dass Erwartungshaltungen erfüllt werden – selbst bei vermeintlichen Kleinigkeiten. Du bist noch unsicher? Dann lege ich dir diesen Artikel ans Herz.

SSL und HTTPS

Google hat schon 2014 bestätigt, dass HTTPS ein Rankingfaktor ist. Seit 2021 ist das SSL-Zertifikat nun tatsächlich für jede Webseite Pflicht. Das bedeutet, dass Chrome jene Seiten, die nicht durch SSL bzw. TLS verschlüsselt sind, als „nicht sicher“ kennzeichnet. Und nicht sichere Webseiten werden von Nutzern in den SERPs nachweislich seltener angeklickt als sichere Webseiten. Wie du ein SSL-Zertifikat für deine Webseite einrichtest, erfährst du in diesem sehr ausführlichen Beitrag von Ryte.

Zuvor möchte ich dir aber noch das folgende Video von Evergreen Media ans Herz legen, in dem Geschäftsführer Alexander Rus erklärt, worauf du bei der Auswahl des SSL-Zertifikats aus SEO-Sicht achten musst:

YouTube

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(6) Website für Suchmaschinen freigeben

WordPress-Websites bieten die Möglichkeit, Suchmaschinen auszusperren. Und das ist auch sehr wichtig, denn du möchtest auf keinen Fall, dass Google, Bing, Yahoo! und Co. von Anfang an alles sehen. Denk an den berühmten ersten Eindruck! Wenn du beim Essen permanent rülpst, den Wein verschüttest und so chaotisch futterst, dass deinem Date der Rucola ins Gesicht fliegt, wirst du arge Probleme haben, diesen Menschen zu einem zweiten Date zu überreden. Mit deiner Webseite ist es ähnlich: Google vergisst nicht!

Solange deine URL Struktur noch nicht endgültig feststeht, du noch häufig Inhalte hin und her schiebst usw., solltest du die Suchmaschinen ausgesperrt lassen. Warte lieber, bis dein Setup steht und deine Landingpages inklusive CTAs für die Conversion-Möglichkeit fertig sind.

Erst, wenn du den Suchmaschinen Zugriff gewährst, können Google & Co. deine Webseite crawlen, indexieren und für deine relevanten Keywords ranken. Wenn du soweit bist, gehst du zu Einstellungen > Lesen und entfernst das Häkchen bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren„:

Screenshot von WordPress zum Entfernen der robots.txt-Datei.
Zu erfolgreichem WordPress SEO gehört auch, deine Website zum richtigen Zeitpunkt für Google freizugeben.

Solange du an dieser Stelle ein Häkchen gesetzt hast, sperrt WordPress Suchmaschinen über robots.txt aus. Du musst das Häkchen also entfernen, wenn du möchtest, dass Google & Co. deine Website crawlen und deine Inhalte in ihren Index aufnehmen können.

(7) Vergiss Subdomains!

Über Subdomains sprechen wir jetzt nur, damit du es mal gehört hast. WordPress bietet die Möglichkeit, deine Inhalte entweder über Verzeichnisse zu organisieren oder über Subdomains. Subdomains sind quasi eigenständige Untereinheiten einer Domäne, die eingesetzt werden, um Inhalte besser strukturieren zu können.

Subdomains sind aber nur sinnvoll, wenn man die Inhalte wirklich trennen MUSS.

Ein klassisches Beispiel wäre ein großes Unternehmen mit mehreren Standorten, wo die jeweilige Subdomain gezielt Informationen zu einem bestimmten Standort liefert (mehr Informationen über Subdomains aus SEO-Sicht).

Für die meisten KMUs und Solo-Selbstständigen ist die Arbeit mit normalen Verzeichnissen vollkommen ausreichend. Möchtest du auf deiner Seite z.B. einen Webshop integrieren, kannst du dies ohne Probleme über ein Verzeichnis lösen:

Verzeichnis: deinewebseite.com/shop/

Zum Vergleich die Subdomain: shop.deinewebseite.com

(8) Permalink-Struktur festlegen

Der Permalink ist der Link, unter dem eine Seite, z.B. ein Blogeintrag, dauerhaft zu erreichen ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie WordPress Permalinks generieren kann. Du stellst deine präferierte Variante im Backend unter Einstellungen > Permalinks ein. Die aus SEO-Sicht beste Variante, insbesondere für Neulinge des WordPress SEO, ist die vorletzte Struktur. Hier hast du die meiste Flexibilität:

Screenshot vom WordPress-Backend, der die Einstellungen der Permalink-Struktur zeigt. WordPress SEO.
WordPress erzeugt die Permalinks automatisch, aber du kannst die Struktur im Backend auch selbst festlegen.

Wenn du diese Einstellung vorgenommen hast, nimmt WordPress automatisch die H1 deiner Seite oder deines Beitrags und erzeugt daraus den Permalink:

Screenshot eines SEO-Plugins in WordPress, das den Permalink erzeugt.
WordPress erzeugt den Permalink automatisch, aber du kannst (und solltest) ihn jeweils anpassen.

Je nachdem, wie lang deine H1 ist, kann auch die URL extrem lang werden, was aus SEO-Sicht nicht optimal ist. Du kannst die URL aber jeweils anpassen. Die Richtlinien für Google-freundliche URLs habe ich dir unten zusammengeschrieben. Bearbeitet sieht das Ganze dann zum Beispiel so aus:

Screenshot eines SEO-Plugins in WordPress, auf dem zu sehen ist, wie man den Permalink bearbeitet.
Je kürzer und aussagekräftiger eine URL ist, desto besser gefällt sie sowohl dem User als auch Google.

(9) URLs richtig benennen

Google liebt kurze, prägnante URLs. Wichtig ist, dass du deine URLs so benennst, dass sie das Thema deiner Seite widerspiegeln. Gewinnt der Leser/die Leserin anhand der URL bereits einen Eindruck davon, worum es auf der Seite geht? Wenn nicht: Ändere es! URLs sollten

  • so kurz wie möglich und so lang wie nötig sein.
  • keine UmlauteSonderzeichen oder Füllwörter (und, der, die etc.) enthalten.
  • ausschließlich Wörter in Kleinschreibung enthalten.
  • keine Leerzeichen, sondern ein „-“ zwischen den einzelnen Wörtern haben.
  • das jeweilige Fokus-Keyword enthalten, aber
  • ohne Keyword-Stuffing auskommen.

Eltern verwenden oder nicht?

Viele SEOs raten in Bezug auf WordPress SEO dazu, sog. „Eltern“ in die URL mit aufzunehmen. Das bedeutet, dass du einzelne Seiten in Unterordnern verschachtelst. Ein Beispiel: Nehmen wir an, du leitest eine Agentur für Digitalmarketing und baust gerade deine Website-Struktur auf. Du bietest vier Dienstleistungen an: Websites, SEO, SEA und Affiliate Marketing. Alle vier Angebote sind auf deiner Angebotsseite gelistet und du erstellst für jedes deiner Angebote eine eigene Landingpage. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

www.deine-domain.com/website-erstellen/
www.deine-domain.com/seo/
www.deine-domain.com/sea/
www.deine-domain.com/affiliate-marketing/

„Sauberer“ (und für Suchmaschinen leichter lesbar) wäre es allerdings, wenn du deine angebotenen Dienstleistungen unter einem gemeinsamen Ordner (= Elternteil) sammelst:

www.deine-domain.com/angebote/website-erstellen/
www.deine-domain.com/angebote/seo/
www.deine-domain.com/angebote/sea/
www.deine-domain.com/angebote/affiliate-marketing/

Achtung! Du solltest Eltern nur verwenden, wo du sie wirklich brauchst.

Vor allem bei Inhalten, die laufend optimiert und verändert werden, wie es zum Beispiel bei Blogbeiträgen der Fall ist, solltest du von zu starken Verschachtelungen absehen. Aus einem einfachen Grund: Nimmst du z.B. die Kategorie als parent mit in die URL auf, kannst du den Artikel keiner anderen Kategorie mehr zuordnen, ohne die URL zu verändern. Und URLs solltest du nur im absoluten Notfall verändern.

Ein Beispiel: Ich schreibe einen Blogartikel zum Thema Meta Beschreibung. Dieser Artikel gehört in die Kategorie „SEO lernen“. Dieses „Elternteil“ nehme ich aber NICHT in die URL auf.

Anstelle von https://www.select-seo.at/blog/seo-lernen/meta-beschreibung/ sieht meine URL also so aus: https://www.select-seo.at/blog/meta-beschreibung/. Dadurch, dass ich den Mittelteil ausgelassen habe, kann ich den Artikel jederzeit in eine andere Kategorie schieben, ohne die URL ändern zu müssen.

(10) Search Console einrichten

Das Einrichten der Google Search Console ist streng genommen zwar kein Teil von WordPress SEO, aber wenn es dir darum geht, unbezahlte Website-Besuche anzuziehen (organischer Traffic), gibt es kaum ein wichtigeres Tool als die Search Console. Die Google SC zeigt dir exakt, wie viele Zugriffe deine Webseite für welche Keywords über Google generiert.

Mit ein bisschen Übung kannst du diese Daten verwenden, um eine gezielte OnPage-Optimierung durchzuführen. Lunapark hat einen sehr guten Artikel darüber veröffentlicht, wie man die Google Search Console einrichtet. Übrigens stellt Google Webseitenbetreibern noch eine ganze Reihe an weiteren kostenlosen SEO-Tools zur Verfügung.

(11) Website-Struktur erstellen

Google bevorzugt Seiten, die so einfach wie möglich und so komplex wie nötig sind. Deshalb solltest du eine logische Struktur mit einer sinnvollen Hierarchie aufbauen, damit Google und andere Suchmaschinen sie problemlos crawlen können. Wir sprechen in diesem Zusammenhang auch von der sog. Website-Architektur, die ein wichtiger Bestandteil von WordPress SEO ist.

Zur Website-Struktur gehört u.a., dass alle deine wichtigen Seiten mit so wenigen Klicks wie möglich erreichbar sind.

Es ist zum Beispiel ein Problem, wenn eine potenzielle Kundin sich erst von der Startseite (1) zur Angebotsseite (2) klicken muss, dann zur Detailseite für das jeweilige Angebot (3) weiterklickt oder dort erst der Link zu den Preisen (4) versteckt ist: Wichtige Unterseiten sollten grundsätzlich gut erreichbar, also idealerweise in deinem Hauptmenü untergebracht sein.

Du willst, dass die User seine Seite lieben? Dann mach es ihnen so leicht wie möglich!

Apropos Hauptmenü: Finger weg von Mega-Menüs und/oder endlos vielen Menüpunkten. Extrem große und verschachtelte Menüs können sich nur Webseiten erlauben, die bei Google bereits bekannt sind und eine sehr hohe Seiten-Autorität haben (z.B. Amazon oder Zalando). Seiten, die neu online gehen, haben diesen Luxus nicht. Deshalb solltest du deine Haupt-Navigation auf maximal 7 Menüpunkte abspecken (Unterpunkte nicht mitgerechnet).

(12) Content-Formate: Seiten und Beiträge

Zu einer SEO-freundlichen Website-Struktur gehört auch, dass du das richtige Format für deine Inhalte wählst. WordPress bietet dir out-of-the-box zwei Formattypen: Seiten und Beiträge. Inhalte, die deine Dienstleistungen beschreiben (Angebotsseiten), solltest du im „Seiten“-Format anlegen. Das „Beitrags“-Format ist informationellen Inhalten vorbehalten. Mit anderen Worten: Blogartikeln bzw. auch spezielleren Formaten wie Evergreen-Content. Wie du einen Unternehmensblog erstellst, der Werbung für deine Dienstleistung macht und richtig gute Leads generiert, kannst du hier nachlesen.

Eine Seite kannst du z.B. als Startseite setzen (Stichwort „statische Seite“), dafür kannst du in den Beiträgen mit Kategorien und Tags arbeiten. Mehr Informationen über die Unterschiede zwischen Seiten und Beiträgen in WordPress findest du in diesem Artikel von Elbnetz.com.

Kategorien und Tags in WordPress

Die Kategorien helfen dir dabei, deinen Blog/Ratgeber zu strukturieren. Deinen Leser*innen helfen sie, sich besser in deinem Ratgeber zurechtzufinden und schneller zu den Beiträgen zu gelangen, die für sie interessant sind. In meinem Blog z.B. geht es allgemein um Suchmaschinenoptimierung. Im Speziellen habe ich zwei Themen, in die sich jeder meiner Artikel einordnen lässt:
(1) SEO lernen (2) Online sichtbar werden

Tags, auch Schlagwörter genannt, können dir dabei helfen, bestimmte Blogartikel untereinander zu verbinden, wenn sie z.B. eine ähnliche Thematik behandeln. Die Tags, die ich für den Beitrag angelegt habe, den du gerade liest, sind z.B. die folgenden:

Screenshot der gesetzten Tags im Backend von WordPress.
Mit Tags kannst du bestimmte wichtige Faktoren deiner Beiträge hervorheben.

Tags sind, anders als die Kategorien, nicht hierarchisch. Während du theoretisch Unterkategorien anlegen kannst, kannst du keine „Unter-Tags“ anlegen.

Achtung! WordPress erstellt sowohl für Tags als auch für Kategorien automatisch URLs, die von Google gecrawlt und indexiert werden. Da diese URLs in der Regel aber keinen (oder wenig) Content enthalten, stuft Google sie als Thin Content ein. Um dies zu vermeiden, kannst du Kategorien und Tags über dein SEO-Plugin auf noindex,nofollow setzen (mehr dazu).

(13) Breadcrumbs

Ein sog. Breadcrumb-Menü, auch Breadcrum Trail genannt, ist eine Art Orientierungshilfe für den User. Es zeigt ihm an, an welcher Stelle der Navigation er sich gerade befindet. Breadcrumbs platziert man entweder oben oder unten auf der Seite. Sie ermöglichen es dem User, zur vorherigen Seite zurückzukehren, ohne dafür den “Zurück-Button” benutzen zu müssen. Bei einem meiner Kunden aus dem Software-Bereich sieht das Ganze z.B. so aus:

Screenshot eines Breadcrumbs-Menüs auf einer Kundenwebseite.
Breadcrumbs können dabei helfen, den User*innen die Navigation auf der Webseite zu erleichtern.

Breadcrumbs erleichtern nicht nur dem User das Navigieren, sondern auch Google das Crawlen. Allerdings sind sie bei kleinen, schlank aufgesetzten Webseiten normalerweise nicht notwendig. Webseiten, auf denen sehr viel Inhalt hierarchisch organisiert ist, profitieren aber durchaus von dieser zusätzlichen Orientierungshilfe.

(14) Low-value-Seiten von Indexierung ausschließen

Mithilfe der robots.txt-Datei sagt WordPress den Suchmaschinen, wie sie sich in der Domäne verhalten sollen. Das bedeutet, du kannst mithilfe dieser Datei, die du über dein SEO-Plugin einstellst, z.B. einzelne Seiten von der Indexierung ausschließen, indem du sie auf noindex setzt. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit nofollow.

noindex: Dem Bot wird verboten, diese Seite in den Index aufzunehmen.
nofollow: Dem Bot wird verboten, den Links auf dieser Seite zu folgen.

Diese Möglichkeit ist wichtig, weil du so z.B. Duplicate Content vermeiden kannst. Wenn du z.B. mehrere Seiten mit sehr ähnlichen Inhalten hast, solltest du nur eine davon indexieren lassen. In diesem Fall würdest du die anderen Seiten auf noindex, aber follow setzen, damit der Bot trotzdem die Möglichkeit hat, allen Links auf der nicht-indexierten Seite zu folgen. Das sähe im Yoast Plugin dann so aus:

Screenshot, auf dem zu sehen ist, wie man einen Text auf noindex setzt und vom Crawling ausschließt.
Noindex, aber dofollow: Gängig bei Seiten, die keinen SEO-Mehrwert oder ein Risiko von Duplicate Content haben.

(15) Keywords richtig in WordPress eintragen

Google spielt deine WordPress-Seite nur dann an den besten Positionen aus, wenn du deine relevanten Keywords (Stichwort Keyword-Recherche) im Backend an den richtigen Stellen positionierst. Diese strategisch wichtigen Stellen sind zum Beispiel die Zwischenüberschriften H1-H6, der SEO-Title, die Meta Beschreibung, die Bildunterschriften usw.

Wichtig ist, dass du pro Seite/pro Beitrag nur EIN Fokus-Keyword verwendest bzw. dass du ein Fokus-Keyword immer nur 1 x benutzt. Anderenfalls kann es zu Keyword-Kannibalismus kommen. Dein SEO-Plugin hilft dir bei der Positionierung deiner Keywords, indem du in der SEO-Analyse unten auf der Seite immer nachschauen kannst, wie gut deine Keyword-Abdeckung bereits ist. In Yoast sieht das z.B. so aus:

Screenshot der SEO-Analyse von Yoast SEO Premium.
Dein SEO-Plugin für WordPress gibt dir einen Hinweis, wenn du dein Keyword nicht an allen wichtigen Stellen eingetragen hast.

Ich habe eine ausführliche Anleitung mit vielen Screenshots geschrieben, in der du nachlesen kannst, wo genau du deine WordPress Keywords eintragen musst, um bei Google & Co. die besten Ergebnisse zu erzielen. Diese Anleitung gilt sowohl für das Beitrags- als auch für das Seiten- und das Glossar/Wiki-Format. In dem Artikel lernst du unter anderem, wie du

  • SEO-Titel und die Meta Description für Google optimierst (daraus setzt sich das Snippet zusammen, das später in den SERPs, den Suchergebnisseiten, ausgespielt wird).
  • Bilder benennen und Bildunterschriften schreiben solltest (Bilder SEO).
  • deine Keywords in Überschriften (H1), Zwischenüberschriften (H2-H6), im Fließtext, im Permalink (URL) und im Teaser einsetzen solltest.

(16) Linkstruktur aufbauen

Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen, auch Internal Linking genannt, sind Links zu anderen Beiträgen auf deiner WordPress-Seite. Die interne Verlinkung ist sehr wichtig, weil du Google dadurch nicht nur mitteilen kannst, welche Beiträge besonders wichtig sind (Stichwort Cornerstone Content), sondern du bietest damit auch einen deutlichen Mehrwert für den Leser/die Leserin. Das wiederum führt zu einer längeren Verweildauer auf deiner Seite und das wirkt sich positiv auf dein Google-Ranking aus.

Externe Verlinkungen

Keine Angst vor fremden Inhalten! Externe Links sind Links, die von deiner Webseite auf eine andere Website führen. Solche Links setzt du z.B., um deinen Leser*innen weiterführende Informationen anzubieten, die in deinem eigenen Artikel den Rahmen sprengen würden.

Manche Webmaster setzen externe Links konsequent auf nofollow, weil sie vermeiden wollen, dass die Bots die externe Webseite crawlen und bewerten. Mit anderen Worten: Weil sie der externen Webseite den Linkjuice und das positive PageRank-Signal nicht gönnen. 😉

Ich sehe das so: Wenn eine andere Website so gute Inhalte bietet, dass du sie deinen Leser*innen als zusätzliche Informationsquelle zu Verfügung stellen möchtest, dann solltest du auch so fair sein, dieser Seite einen „echten“ Link (dofollow) zu schenken. Außerdem bewertet Google auch deine eigene Seite besser, wenn du Links zu hochwertigen anderen Seiten bereitstellst.

Rankings rocken in nur 4 Wochen!

WordPress SEO ist ein Muss für alle, die über ihre WordPress-Seite Leads generieren und Neukund*innen finden wollen. Machst du es im Alleingang, kann es allerdings viele Monate, manchmal auch Jahre dauern, bis du bei Google an der Spitze rankst. Diese Zeit können wir abkürzen: Das Google Glow-Up ist ein Angebot speziell für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige, die über ihre Webseite zuverlässig Anfragen erhalten, aber nicht jeden Monat hohe Summen für ihr digitales Marketing investieren wollen.

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ÜBER MICH

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Ich bin Nele Nikolaisen, Performance Marketing Managerin aus Wien.
Auf meinem No-Bullshit-SEO-Blog teile ich meine Erfahrungen aus 9+ Jahren auf Seite 1 bei Google.

NELE SCHREIBT

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Tagsüber mache ich Performance Marketing, am Tagesrand schreibe ich kreativ. Nicht, weil ich hoffe, die nächste J. K. Rowling zu sein, sondern weil mir sonst der Kopf platzt.

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Nele Nikolaisen
Nele Nikolaisen ist SEO Consultant und Expertin für suchmaschinenoptimierte Inhalte. Privat ist sie Bücherfreundin mit Thomas-Mann-Faible, Cineastin mit Horror-Spleen und begeisterte Mama von 78 Grünpflanzen und einer Zaubernuss. Auf Select SEO teilt sie ihre Erfahrungen im Kampf um die besten Positionen bei Google und gibt Insider-Tipps rund um Content Creation, Storytelling und das Schreiben von verdammt guten SEO-Texten.

1 Kommentar zu „WordPress SEO! Dein Erfolgsrezept für 2023“

  1. Liebe Nele,

    danke, dass du dein SEO-Erfolgsrezept mit den Lesern geteilt hast. Durch deine Struktur und die klare Erklärung, ist das Thema gut verständlich. 🙂

    Liebe Grüße
    Marcus

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